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HOMEKULTURTIPPSMuseumsprogramm / Sonderausstellungen

 
 


Sonderausstellungen

Albertina

Markus Lüpertz. Metamorphosen der Weltgeschichte
11. März bis 6. Juni 2010
Markus Lüpertz zählt seit Langem zu den international bedeutendsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten der Gegenwart.
Die Präsentation in der Albertina fokussiert zentrale Themen seines Gesamtwerks und ermöglicht mit einem retrospektiven Blick eine spannende Annäherung an den Schaffensprozess des 1941 geborenen Malers, Grafikers und Bildhauers: Deutsche Motive, Akte und die Auseinandersetzung mit Sujets der klassischen Kunst -und Kulturgeschichte werden in einer repräsentativen Auswahl von ca. 100 Arbeiten sowie 7 Bozzetti zur Skulptur „Daphne“ (2002-2005) gezeigt.
Den Kern der Ausstellung bilden rund 15 - bislang selten präsentierte - monumentale Werke auf Karton, wie sie seit den 1960er-Jahren entstehen und Schlüsselpositionen im Œuvre von Markus Lüpertz einnehmen. Die Zusammenstellung spannt den Bogen bis hin zu aktuellen Werkgruppen und berücksichtigt besonders das medienübergreifende Gestaltungsprinzip des Künstlers.
CARS. Warhol, Fleury, Longo, Szarek
Werke aus der Daimler Kunst Sammlung
bis 16. Mai 2010
Die Ausstellung "CARS" präsentiert Arbeiten der Künstler Andy Warhol, Robert Longo, Sylvie Fleury und Vincent Szarek aus der Daimler Kunst Sammlung. Ausgangspunkt aller Werke ist die Auseinandersetzung der Künstler mit der Geschichte, den Typen oder dem Design der Mercedes-Benz Automobile. Den Kern bildet hierbei die 35 Siebdruckgemälde umfassende Bildserie "CARS" von Andy Warhol (1928-1987), die anhand acht ausgewählter Mercedes-Typen die Geschichte des Automobils dokumentiert. Diese bedeutende späte, jedoch unvollendet gebliebene Serie Warhols wird nach rund zwanzig Jahren erstmals wieder vollständig gezeigt. In Anknüpfung hieran entstanden Zeichnungen und Airbrush-Gemälde von Robert Longo (*1953) sowie sechs Videofilme Sylvie Fleurys (*1961), die den Mythos der legendären Mercedes-Benz Automobile mit zeitgenössischen Ideen aus Kunst und Mode verschmelzen. Vincent Szarek (*1973) dienen Designelemente des Mercedes-Benz SLR als Ausgangspunkt für seine Skulpturengruppe, die er als moderne Form des Zeichnens mit 3D Programmen digital entwickelte.
Jakob und Rudolf von Alt. Im Auftrag des Kaisers
bis 24. Mai 2010
Es waren die besten und bekanntesten Aquarellisten, die Kaiser Ferdinand I. beauftragte, ein "Bilderbuch“ von den schönsten Gegenden und wichtigsten Plätzen der österreichischen Monarchie und der angrenzenden Länder zu liefern. Ferdinands erste Aufträge erfolgten 1833 zunächst an Eduard Gurk, gleich danach an Jakob Alt, der dafür gemeinsam mit seinem Sohn Rudolf arbeitete. Einige Jahre später kam noch der Historienmaler Leander Russ dazu. Die letzten Aquarelle entstanden 1849, ein Jahr nach der Abdankung Kaiser Ferdinands im Revolutionsjahr 1848.
Von den über 300 großformatigen und bildhaft ausgeführten Aquarellen verwahrt die Albertina 227 Werke. Weitere befinden sich im Bildarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek und auf Schloss Konopište bei Prag. Der weiten zeitlichen Spanne der Entstehung der Blätter dieser Serie entspricht eine große Bandbreite an inhaltlichen Schwerpunktsetzungen. Das Themenspektrum reicht von der Darstellung prominenter Gebäude zu Gesamtansichten von Städten, besonderen landschaftlichen Schönheiten bis hin zur Wiedergabe des Volkslebens der Städte und inmitten der Natur. Waren es zu Anfang hauptsächlich Veduten, so erweiterte sich seit der Thronbesteigung Ferdinands im Jahre 1835 die thematische Vielfalt merklich. Das Kaiserhaus trat nicht mehr nur als Auftraggeber, sondern auch als Akteur in Erscheinung - Darstellungen von Krönungszeremonien oder Reisen des Hofstaates sollten die Präsenz des Kaiserhauses bis in entlegene Gebiete dokumentieren. Die Betrachtung der bildhaft ausgeführten Aquarelle durch einen Guckkasten hat die unmittelbare Wirkung der Werke wohl noch weiter verstärkt.
Die wichtigsten Beiträge zu diesem Panorama aus der Blütezeit der österreichischen Aquarellmalerei lieferten Jakob und Rudolf von Alt. Mit dieser Ausstellung werden die Aquarelle der in allerhöchstem Auftrag entstandenen Serie erstmals umfassend präsentiert.
MEISTERWERKE DER MODERNE. DIE SAMMLUNG BATLINER
SCHAUSAMMLUNG DER ALBERTINA
Die Schausammlung der Albertina ist vom 27. Januar bis zum 6. März 2010 wegen Umbauarbeiten geschlossen. Wir danken für Ihr Verständnis.
Seit Mai 2009 präsentiert die Albertina eine Dauerausstellung aus eigenen Beständen. Möglich gemacht hat dies die Übergabe der Sammlung Batliner im Jahr 2007 an die Albertina. Die Präsentation wird ergänzt durch Hauptwerke der Sammlung Eva und Mathias Forberg. Exponate anderer Sammlungen, die der Albertina übergeben wurden, vervollständigen die Neupräsentation. Die neu eingerichtete Schausammlung spannt einen Bogen über die spannendsten Kapitel aus über 100 Jahren Kunstgeschichte von der Klassischen Moderne bis in die jüngste Gegenwart.
Gemälde von Georges Braque, Marc Chagall, Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, Wassily Kandinsky, Oskar Kokoschka, Kasimir Malewitsch, Joan Miró, Edvard Munch und Emil Nolde geben einen Überblick über das Kunstschaffen der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Mit Bildern des späten Picasso und Exponaten von Jean Dubuffet, Lucio Fontana und Mark Rothko führt die Ausstellung zur Kunst der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und findet ihren Abschluss in Exponaten von zeitgenössischen Künstlern wie Gotthard Graubner, Gerhard Richter und Alex Katz.
Öffnungszeiten: Täglich 10 - 18 Uhr, Mittwoch 10 - 21 Uhr
Albertina - Albertinaplatz 1, 1010 Wien
Tel. +43 (0)1 534 83-0; Fax: +43 (0)1 534 83-430
E-Mail: info@albertina.at - Internet: www.albertina.at

Kunsthistorisches Museum Wien

Vermeer. Die Malkunst
bis 25. April 2010
Im Zentrum dieser Ausstellung über Johannes Vermeer, einen der bekanntesten holländischen Maler des Barocks, steht sein Hauptwerk „Die Malkunst“.
Dieses Bild ist ohne Auftraggeber entstanden und hat zu Lebzeiten Vermeers niemals sein Atelier verlassen. Das Meisterwerk diente als Schaustück für potentielle Käufer. Selbst nach Vermeers Tod war seine Witwe trotz finanzieller Schwierigkeiten bestrebt, das Bild nicht zu verkaufen.
Neben einer umfassenden technologischen und konservatorischen Studie werden zentrale Themen erörtert: Anhand zeitgenössischer Requisiten wird die komplexe Ikonographie des Bildes erläutert. Mobiliar, etwa der Kronleuchter, eine prachtvolle Tapisserie, Landkarten, sowie die exakte Rekonstruktion eines seidenen Schlitzwamses werden gezeigt.
Zahlreiche Leihgaben aus europäischen, amerikanischen Museen und Privatsammlungen, sowie historische Dokumente aus Archiven in den Niederlanden zeichnen ein spannendes Bild über Vermeers Meisterwerk. Sie veranschaulichen seine Sonderstellung im Oeuvre des Malers, aber auch, wie das Werk im Laufe der Jahrhunderte beurteilt wurde und es schließlich ins Kunsthistorische Museum gelangte.
Zudem zeigt das Kunsthistorische Museum Gemälde, Skulpturen und Filmausschnitte zeitgenössischer Künstler (George Deem, Maria Lassnig, Peter Greenaway, etc.), die von Vermeers "Malkunst" inspiriert wurden.
Sisi auf der Spur.
Kutschen, Kleider, Kultobjekte der Kaiserin Elisabeth von Österreich

Eine Ausstellung der Wagenburg des Kunsthistorischen Museums, Schloss Schönbrunn, 1130 Wien
verlängert bis 31. Dezember 2010 / täglich von 10 — 16 Uhr
Die Wagenburg des Kunsthistorischen Museums und das ihr angeschlossene Monturdepot zählen zu den wenigen Museen in Wien, die eine große Anzahl authentischer originaler Erinnerungsstücke der Kaiserin Elisabeth von Österreich besitzen. Dazu gehören die Kutschen, die Sisi in Wien und auf ihren zahllosen Reisen benützte, die persönlichen Sättel der berühmten Reiterin und – last not least – eine bedeutende Sammlung prunkvoller Originalkleider der Kaiserin. Hinzu kommen zahlreiche „Portraits“ ihrer Reitpferde und Jagdhunde und einzigartige persönliche Accessoires, wie Seidenstrümpfe oder der berühmte Fächer, hinter dem sie in späteren Jahren ihr Gesicht verbarg.
Spektakuläre Sisi-Ausstellung
Durch die Schausammlung mit den prachtvollen Karossen der Habsburger (vom goldenen Krönungswagen bis hin zum Automobil des letzten Kaisers) wird ein „Sisi-Pfad“ führen, der den Lebensweg der Kaiserin von ihrer Hochzeit bis zu ihrem tragischen Tod anhand ihrer Fahrzeuge und einmaliger originaler Erinnerungsstücke nachvollziehbar macht.Gezeigt werden u. a. ihr (ursprünglich für Napoleon gebauter) Einzugswagen als kaiserliche Braut, die bezaubernden Kutschen ihrer Kinder, der goldene Imperialwagen in dem sie zu ihrer Krönung in Budapest gefahren wurde und jene Kutsche, die sie unmittelbar vor ihrer Ermordung in Genf benützte. Am Ende dieser Reihe steht der imposante schwarze Leichenwagen, mit dem sie zu Grabe getragen wurde.
Kultobjekte: Sisis Sattel und ihre Prunkrobe
Präsentiert werden diese Kutschen gemeinsam mit Portraits, Gemälden und weltweit einmaligen Objekten aus Sisis persönlichem Besitz: Gleich zu Beginn der Ausstellung kann man neben der Hochzeitskutsche die wunderbare goldbestickte Schleppe aus weißer Seide bewundern, die Sisi 1854 zu ihrem Brautkleid trug. Kultstatus hat auch der einzig erhaltene Sattel der Kaiserin (die als beste Reiterin ihrer Zeit galt), dem die Portraits ihrer Lieblingspferde gegenüber gestellt sind. Eine wahre Ikone für Sisi-Fans ist das prachtvolle schwarze Kleid mit meterlanger Schleppe, das um 1878 von der Wiener Modeschöpferin Fanny Scheiner für sie entworfen wurde. Die eindrucksvolle Erscheinung der Kaiserin mit der berühmten längsovalen „Wiener Wespentaille“ wird durch dieses Originalkleid auf einzigartige und unvergleichliche Weise wieder lebendig gemacht.
So wird, ausgehend von ihren Kutschen, ein neuer und ungewöhnlicher Blick auf die Person der berühmten Monarchin ermöglicht, in deren Leben bereits vor über 100 Jahren heute aktuelle Themen wie Mobilität, Sport und Schönheitskult eine bedeutende Rolle gespielt haben.
Führungen:
Überblicksführungen durch die Sonderausstellung
jeden Sonntag um 11 Uhr
Führungspreis: € 3,-
Buchung von Sonderführungen:
Tel. + 43/1/525 24— 5201| Fax + 43/1/525 24— 5299 | info.mup@khm.at
Wagenburg und Monturdepot - Schloss Schönbrunn, 1130 Wien
Tel. +43 1 525 24- 4025, info.wb@khm.at
Öffnungszeiten: Di — So: 10 bis 18 Uhr; Do: 10 bis 21 Uhr (Münzkabinett schließt um 18 Uhr)
Kunsthistorisches Museum Wien - Burgring 5, 1010 Wien
Tel. +43 1 525 24- 0; Fax +43 1 525 24- 4099
E-Mail: info@khm.at - Internet: www.khm.at

Museum für Völkerkunde

Sitting Bull und seine Welt
bis 15. März 2010
Eine Ausstellung des Museums für Völkerkunde, Wien – Kunsthistorisches Museum in Zusammenarbeit mit dem Übersee-Museum Bremen und dem Museum Centre Vapriikki, Tampere
Konzept und wissenschaftliche Leitung: Dir. Dr. Christian Feest
Sitting Bull — Freiheitskämpfer, „Heiliger Mann“, Volksverhetzer und Störenfried, Poet und Maler, Medienstar. Ausgerechnet am 4. Juli 1876, dem 100. Jahrestag der Unabhängigkeit, erfuhr eine bestürzte amerikanische Öffentlichkeit erstmals vom „Sieger der Schlacht am Little Bighorn“. An diesem Tag war das 5. U.S. Kavallerieregiment aufgerieben worden und sein Anführer, der Volksheld George Armstrong Custer, in der Schlacht gefallen. Seit diesem Tag existiert ein zutiefst widersprüchliches Bild von Tatanka Iyotanka, dem „Sitzenden Bisonstier“. „Er sagte niemals die Wahrheit, wenn ihm eine Lüge dienlicher war“, behauptete eine der ersten Biographien, die kurz nach dem 15. Dezember 1890 erschienen war. An diesem Tag war der Hunkpapa-Häuptling in einem Feuergefecht getötet worden, als er sich seiner Verhaftung durch Mitglieder der Stammespolizei widersetzte. Fast gleichzeitig beschrieb ihn ein anderer Zeitgenosse als „das Orakel der Geheimnisse und Kenntnisse, die der Masse verborgen sind (…)“. Umstritten war er auch unter seinen eigenen Leuten, die seinen Kriegsruhm anerkannten, aber vor seinem Zugang zu den außermenschlichen Mächten der Welt erschauerten. Am Ende lehnten sie seine Politik der Verweigerung gegenüber den übermächtigen U.S.A. aber überwiegend ab.
Der Mann, der 1884 den Kapitalismus kritisierte („Der Weiße Mann versteht es zwar, Güter herzustellen, nicht aber, sie zu verteilen“), wird heute als Vorbild „heroischer Managementstrategien“ gefeiert. Seine spirituelle Naturverbundenheit und sein Antiamerikanismus machen ihn zum Gewährsmann aller Vorkämpfer alternativer Lebensformen. Bekanntheitsgrad und Sympathiewerte ließen ihn posthum zum Werbeträger unterschiedlicher Produkte werden. Sitting Bull zählt zu den am häufigsten porträtierten „Indianern“. Die Keule, die er auf einer der letzten Fotografien in der Hand hält, kennzeichnet ihn als unreformierten Krieger, das Kruzifix um den Hals als Kandidaten für eine baldige Bekehrung; eine dunkle Brille ist das Eingeständnis einer teilweisen Gesichtslähmung, die ihn zunehmend behinderte. Die Vielfalt seiner Kopfbedeckungen spiegelt die Vielfalt seiner Rollen. Das öffentliche Gesicht vermittelt erhabenen Ernst oder kaum verborgenen Groll, während private Familienfotos den lächelnden Sitting Bull zeigen, der den Frauen zugetan war und seine Kinder und Enkel liebte.
Wie kaum ein anderer verkörpert Sitting Bull bis heute die in sich widersprüchlichen westlichen Anschauungen vom „Indianer“. So ist er gleichzeitig tragisches Sinnbild einer zum Untergang bestimmten Welt und Leitfigur für alternative Lebensentwürfe in einem postindustriellen Zeitalter.
Made in Japan
FUYU – der Winter
bis 29. März 2010
Anlässlich des Japan-Jahres 2009, in dem das 140-jährige Jubiläum der Aufnahme der ersten offiziellen Beziehungen von Österreich-Ungarn mit Japan begangen wird, führt das Museum für Völkerkunde in Zusammenarbeit mit dem Institut für Ostasienwissenschaften/ Japanologie, Universität Wien und mit Unterstützung der japanischen Botschaft in Österreich die ganzjährige Veranstaltungsreihe "Japan für alle Jahreszeiten" durch. Im Mittelpunkt steht dabei die Ausstellung "Made in Japan – aus den Sammlungen des Museums für Völkerkunde", in der an Hand der wichtigsten Sammlungen der Abteilung Japan im Museum für Völkerkunde exemplarisch die kulturellen Kontakte zwischen den beiden Ländern gezeigt werden. Beginnend mit den frühen Artefakten aus der Zeit vor der Öffnung Japans und von der Wiener Weltausstellung 1873 spannt sich der Bogen bis zu rezent erworbenen Gegenständen.
Auch ist es gelungen, den Originalvertrag von 1869, der den Anlass zur Ausrufung des Japan-Jahres darstellt, als Leihgabe vom Staatarchiv zu erhalten.
Saisonal wechselnde thematische Präsentationen ergänzen die Ausstellung.
Zu jedem dieser jahreszeitlichen Schwerpunkte findet in der Säulenhalle des Museums eine Darbietung japanischer Künstler statt.
Link: Virtual Collection of Masterpieces
Öffnungszeiten: Täglich außer Dienstag von 10 bis 18 Uhr
Museum für Völkerkunde - Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien
Tel. +43 1 525 24- 0 | Fax +43 1 525 24- 5199
E-mail: info@ethno-museum.ac.at - Internet: www.ethno-museum.ac.at

Österreichisches Theatermuseum

Gustav Mahler und Wien
„leider bleibe ich ein eingefleischter Wiener“
11. März bis 3. Oktober 2010
Gustav Mahler (1860–1911) gilt als Genie des Fin de Siècle und zu gleichen Teilen als Vollender der romantischen Symphonie und als Wegbereiter der Neuen Musik. Die 150. Wiederkehr seines Geburtstags nimmt das Österreichische Theatermuseum zum Anlass, dem Komponisten und Hofoperndirektor in seinen vielfältigen Beziehungen zu Wien nachzuspüren.
Von der Ausbildung des hochbegabten 15-Jährigen über die bahnbrechende Opernreform gemeinsam mit dem Bühnenbildner Alfred Roller und die internationalen Erfolge als Dirigent bis zur Heimkehr des Todkranken erzählt die Ausstellung von Leben und Werk einer paradigmatischen Künstlerpersönlichkeit, die – geprägt vom fruchtbaren Spannungsfeld der „Wiener Moderne“ – die Welt der Musik weit über den Tod hinaus beeinflusst hat.
Die Ausstellung wurde von Reinhold Kubik und Thomas Trabitsch kuratiert und von Blaich + Delugan gestaltet. Sie entstand in Kooperation mit der Internationalen Gustav Mahler Gesellschaft, dem Arnold Schönberg Center, der Gesellschaft der Musikfreunde, der Österreichischen Nationalbibliothek, den Wiener Philharmonikern u. a. Wichtige Leihgaben verdankt sie weiters der Morgan Library and Museum New York, dem Magyar Nemzetí Múzeum in Budapest, der Médiatèque Musicale Mahler in Paris und dem Richard-Wagner-Museum in Bayreuth.
Thomas Bernhard und das Theater
„Österreich selbst ist nichts als eine Bühne“
bis 4. Juli 2010
Die Ausstellung bietet im Jahr der 20. Wiederkehr des Todestages von Thomas Bernhard einen umfangreichen Einblick in dessen Theaterschaffen, wobei die Konzentration auf den beiden österreichischen Uraufführungsorten seiner Stücke liegt: Salzburg und Wien. Anhand von fünf in diesen Städten erstmals aufgeführten Dramen werden zentrale Aspekte der Theaterarbeit Bernhards beleuchtet.
Im Mittelpunkt steht die Entstehungsgeschichte von Der Ignorant und der Wahnsinnige (1972), Die Macht der Gewohnheit (1974), Der Theatermacher (1985), Ritter, Dene, Voss (1986) und Heldenplatz (1988). Es geht in diesen Werken um Kunst und Künstlertum in einer kunstfeindlichen Zeit, um das vergebliche Ringen um Perfektion und Beherrschung, es geht um Macht und Besessenheit. Und es geht immer wieder um Österreich: um die nationalsozialistische Vergangenheit und ihr Weiterwirken, aber auch um den aktuellen Zustand des Staates und seiner Protagonisten.
Anhand zahlreicher Dokumente aus Bernhards Nachlass, Entwurfszeichnungen und Szenenfotos wird eine der ungewöhnlichsten Karrieren der österreichischen Literatur- und Theatergeschichte nachgezeichnet – zwischen spektakulären Bühnentriumphen und viel diskutierten Skandalen. Dabei wird auch der Anteil der wichtigsten Theaterkünstler an dieser Erfolgsgeschichte sichtbar: die Rolle von Claus Peymann als Regisseur und von Karl-Ernst Herrmann als Bühnenbildner, die Bedeutung von Schauspielern wie Bernhard Minetti, Traugott Buhre, Marianne Hoppe, Kirsten Dene, Bruno Ganz, Wolfgang Gasser, Martin Schwab, Gert Voss usf.
Darüber hinaus macht die Ausstellung deutlich, welche Realitätsbereiche in diesen Dramen auf spannungsvolle Weise miteinander in Beziehung gesetzt werden: die Welt des Zirkus, des Theaters, der Musik, aber auch die großbürgerliche Gesellschaft Wiens und die österreichische Politik und Zeitgeschichte – Bernhards letztes Stück Heldenplatz steht für einen der größten Theaterskandale dieses Landes, dessen mediale und politische Inszenierung ausführlich dargestellt wird.
Die Schau wurde von Manfred Mittermayer und Martin Huber kuratiert, von Peter Karlhuber gestaltet und in Kooperation mit dem Thomas-Bernhard-Archiv und der Thomas Bernhard Privatstiftung konzipiert.
Spielräume - Bühnenformen im Modell
Ausstellung im 2. Stock des Palais Lobkowitz
seit 11. November 2009
Im Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich die unterschiedlichsten Formen von Bühnen- und Zuschauerräumen. Je nach Epoche und Weltbild sind Stellenwert und optische Gestaltung der Theaterräume mannigfaltig: Im Mittelalter bilden sakrale oder profane Orte die Spielbühne, auf der Zuschauer und Darsteller gemeinsam agieren. Das Kirchenschiff oder der Marktplatz kennzeichnen die Spielorte, zu denen Publikum und Darsteller gemeinsam ziehen, um der meist liturgischen Handlung zu folgen (Simultanbühne).
Erst in der Renaissance und in der Barockzeit ließen Herrscher, adelige Familien oder reiche Kaufleute und Stadtherren als Machtdemonstration und zu Repräsentationszwecken eigene Gebäude für den Theaterspielbetrieb erbauen. Der Zuschauerraum wird nun durch das Proszenium vom Bühnenraum getrennt. Es entstand die Guckkastenbühne, wie sie auch heute noch in den großen Opern- und Sprechtheatern präsent und prominent ist. Bis in das 20. Jahrhundert blieb diese Bühnenform der Rahmen für illusionistisches Dekor zur Illustration der Handlung.
Für einen raschen Szenenwechsel werden bemalte Leinwände (Kulissen) auf fahrbare Rahmen gespannt und hintereinander gestaffelt in den „Guckkasten“ gesetzt und hin- und herbewegt (Kulissenbühne); der Bühnenboden als Scheibe auf drehbare Konstrukte gestellt, intensiviert und fördert einen ungebrochenen Handlungsablauf (Drehbühne).
Programmatische Schriften, Theaterarbeiten engagierter Architekten und Theateravantgardisten sowie nicht zuletzt technische Errungenschaften, wie die Einführung des elektrischen Lichts in den Theatern, ließen Experimente im Umgang mit dem Bühnenraum zu. Das Modell der Raumbühne von Friedrich Kiesler oder die Idee von Hans Fritz, aus Würfeln und anderen geometrischen Formen ein Bühnenbild zu abstrahieren, stehen stellvertretend für Versuche einer Neuorientierung im Bühnen- und Theaterbau.
Exemplarisch können die ausgewählten Modelle nicht nur einige formale Kriterien der Spielräume, sondern auch die unterschiedlichen Positionen des Publikums zur Bühne zeigen. Wie sich der Darstellungsstil im Zusammenhang mit der Bühnenform verändert – vom Simultanspiel über das Rampenspiel zum Raumspiel – kann so anschaulich erläutert und nachvollzogen werden.
RICHARD TESCHNERS FIGURENSPIEGEL
Richard Teschner (1879-1948), einer der bemerkenswertesten Vertreter des Wiener Jugendstils, war außergewöhnlich vielseitig begabt. Er war Maler, Graphiker, Bildhauer, Puppenspieler und noch vieles mehr. Mit seinem revolutionären Figurentheater schuf er von den Puppen über die Stücke bis hin zur Bühnentechnik und Begleitmusik ein theatralisches Gesamtkunstwerk. Ausgehend von der javanischen Stabfigur entwickelte der Meister einen neuen ausdrucksvollen Puppentypus für seine pantomimischen Spiele. Die Überwindung der herkömmlichen Guckkastenbühne führte zum einzigartigen Rund des Figurenspiegels mit Bildern von einmaliger Schönheit und suggestiver Wirkung.
Eine Besonderheit des Österreichischen Theatermuseums - eine der größten Kostbarkeiten der Puppentheatergeschichte - ist der Figurenspiegel von Richard Teschner mit seinen weltberühmten Puppen.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 bis 18 Uhr
Österreichisches Theatermuseum - Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien
Tel.: (+43 1) 525 24 - 3460; Fax: (+43 1) 525 24 - 5399
E-mail: info@theatermuseum.at - Internet: www.theatermuseum.at

Österreichische Galerie Belvedere

Intervention: Werner Reiterer
Oberes Belvedere
bis 28. März 2010
Werner Reiterer (*1964 in Graz) arbeitet in verschiedenen Medien. Es gelingt ihm, mit konspirativen Methoden skulpturale Komponenten in den Raum zu implantieren, die durch eine konsequente künstlerische Verschiebung tradierter Parameter ungeahnte Eindrücke hinterlassen. Die Intervention Breath fordert das Publikum auf, sich über soziokulturell erlernte Verhaltensregeln aktiv hinwegzusetzen. Die interaktive Installation fungiert laut Reiterer als „skulpturaler Katalysator“, der das Publikum wie auch das Museum als Institution und Architektur im wahrsten Sinn des Wortes zu „erhellen“ vermag. Folgen die Besucher der Handlungsanweisung des Künstlers, so laut wie möglich zu schreien, erwacht der Marmorsaal des Oberen Belvedere mit einer eindrucksvollen Licht- und Toninstallation aus seiner barocken Ruhe.
Oberes Belvedere - Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien
Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 18 Uhr
tanzimat
Augarten Contemporary
bis 16. Mai 2010
Parallel zur großen Prinz Eugen-Schau im Unteren Belvedere wird im Augarten Contemporary die Ausstellung tanzimat gezeigt. Künstler aus der Türkei, Bulgarien, Rumänien und Österreich beschäftigen sich mit spezifischen Aspekten der jeweiligen wechselhaften Geschichte zwischen Expansion und Zurückdrängung sowie mit Fragen zu kultureller Aneignung und Differenz.
„Tanzimat“ ist ein türkischer Begriff, der so viel wie Neuordnung oder Anordnung bedeutet. Die Tanzimatzeit, die 1839 begann und deren Ende 1876 mit der Annahme der Osmanischen Verfassung festgeschrieben wird, bezeichnet eine Periode tiefgreifender Veränderungen. Mit der Schaffung zivilrechtlicher Strukturen ging eine neue Entwicklung der Sprache einher, die sich in spezifischen Terminologien widerspiegelte. Bemerkenswert ist, dass sich dieser Prozess nicht im kolonialen Umfeld ereignete, sondern aus eigener Initiative in Gang gesetzt wurde.
Einen differenzierten Blick auf solch emanzipierte Vorgänge zu werfen ist das Anliegen der Ausstellung, die mit Werken von Hüseyin Alptekin, Carola Dertnig, Esra Ersen, Franz Kapfer, Gülsün Karamustafa, Marko Lulic, Victor Man, Füsun Onur, Kamen Stoyanov, Vangelis Vlahos und Simon Wachsmuth einen diskursiven Bogen von heute zurück zu jenen historischen Ereignissen spannt, die die Entwicklung der europäischen Kultur wesentlich beeinflussten.
Augarten Contemporary - Scherzergasse 1a, 1020 Wien
Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag: 11 bis 19 Uhr
Prinz Eugen - Feldherr Philosoph und Kunstfreund
Unteres Belvedere und Orangerie
bis 6. Juni 2010
Italienischer Abstammung, von Geburt ein Franzose, wurde Prinz Eugen von Savoyen (1663-1736) nach seinem kometenhaften Aufstieg und seiner glanzvollen Karriere als Feldherr einer der einflussreichsten Österreicher, der das Geschick des Landes und auch dessen Kunst- und Kulturgeschichte nachhaltig prägte. Als Diplomat und Ratgeber der Kaiser Leopold I., Joseph I. und Karl VI. reiste er quer durch Europa von einem Kriegsschauplatz zum anderen und spielte eine maßgebliche Rolle für die Zukunft des Hauses Habsburg. Das Wiener Belvedere mit zwei Schlössern und einer barocken Gartenanlage, Anfang des 18. Jahrhunderts von Johann Lucas von Hildebrandt als Sommerresidenz für Prinz Eugen errichtet, wird 2010 Schauplatz einer Ausstellung, die den Prinzen als Feldherr, Staatsmann und Mäzen der Kunst und der Wissenschaften präsentiert.
Sein Leben lang widmete sich Prinz Eugen dem Aufbau einer umfangreichen Sammlung von Gemälden und Kupferstichen, Inkunabeln, illuminierten Handschriften und Büchern, die er in seinen Wiener Palais präsentierte. Von wechselnden Kriegsschauplätzen aus korrespondierte er mit Künstlern und Kunsthandwerkern, Gartenarchitekten, Baumeistern und den führenden Köpfen seiner Zeit. Seine Erwerbungen schrieben europäische Kunst- und Kulturgeschichte und förderten den Kunsttransfer vom Hof des französischen Königs Ludwig XIV. nach Wien. Das naturwissenschaftliche Interesse des Prinzen, der sich in diesen Belangen vom Philosophen und Wissenschaftler Gottfried Wilhelm Leibniz beraten ließ, zeigt sich in seiner großen Sammlung exotischer Tiere und Pflanzen.
In der Ausstellung werden Exponate seiner Kunstsammlungen, vornehmlich Gemälde der Turiner Galleria Sabauda und Zimelien der Bibliotheca Eugeniana aus der Österreichischen Nationalbibliothek, in Anlehnung an die originalen Raumdekorationen präsentiert. Den Besuchern wird so die komplexe Ausstattung jener Gebäude vermittelt, in denen Prinz Eugen als Präsident des Hofkriegsrats und Mitglied der Geheimen Staatskonferenz höchste Gäste wie die Botschafter des Osmanischen Reichs zur Audienz empfing.
Unteres Belvedere, Orangerie - Rennweg 6, 1030 Wien
Öffnungszeiten: Täglich 10 bis 18 Uhr, Mittwoch 10 bis 21 Uhr
Österreichische Galerie Belvedere - Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien
Tel. +43 1 79557 - 177; Fax: +43 1 79557 - 121
E-Mail: info@belvedere.at - Internet: www.belvedere.at

MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst

Otto Neurath. Gypsy Urbanism
10. 03. bis 05. 09. 2010
MAK-Kunstblättersaal
Unverändert Zeitgenössisches enthüllt der Blick auf das Werk des Wiener Philosophen, Ökonomen und Universalgelehrten Otto Neurath (1882–1945). Er arbeitete mit führenden Architekten, Designern und Künstlern seiner Zeit – u.a. Franz Schuster, Josef Frank, Margarete Schütte-Lihotzky – sowie mit Protagonisten des Wiener Kreises, dem er angehörte, zusammen. Gemeinsam mit dem Grafiker Gerd Arntz erwickelte er, mithilfe von Piktogrammen, die sogenannte Wiener Methode der Bildstatistik „Isotype“ (International System of Typographic Picture Education): allgemein verständliche, präzise Darstellungen komplexer Sachverhalte, z.B. von Daten und Statistiken. Die Ausstellung konzentriert sich auf Neuraths Auseinandersetzung mit Schrift und Bild sowie Leitsystemen und deren Anwendung in Architektur und Stadtentwicklung, ausgehend von der Wiener Siedlerbewegung der 1920er Jahre. Seine Arbeit hat bis heute Einfluss auf unterschiedliche Disziplinen wie Architektur, Philosophie, Wirtschaft, Stadtplanung und Grafikdesign.
Gastkurator Nader Vossoughian, Architekturtheoretiker
Kuratorin Kathrin Pokorny-Nagel, Leitung MAK-Bibliothek und Kunstblättersammlung
Die Ausstellung ist eine Übernahme und Adaptierung der Schau im Schindler House des MAK Center for Art and Architecture, Los Angeles.
RAINER GANAHL. Dadalenin
bis 07. 03. 2010
MAK-Galerie
Rainer Ganahl interessiert sich in eigenwilliger Weise für Politik und Kultur, im Besonderen für vergessene Aspekte von Geschichte. Seine für die MAK-Galerie entwickelte Ausstellung „Dadalenin“ markiert das Finale eines Projekts, das 2006 mit Lesungen von Lenin-Texten seinen Anfang nahm. Ganahl verknüpft darin die Überfigur Wladimir Iljitsch Lenin mit der künstlerisch-literarischen Bewegung Dada. Dem Protagonisten Lenin als Vertreter des Dada-Gedankens fügt der Künstler weitere ambivalente Persönlichkeiten der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hinzu, die mit Widerspruch, Chaos, Terror und Zerstörung in Verbindung stehen, darunter Nobelpreisträger Fritz Haber sowie Avantgarde-Künstler Alexander Rodtschenko, den Ganahl für die MAK-Ausstellung in die Dadalenin-Gruppe neu aufnimmt.
Ausstellung Rainer Ganahl, Peter Noever
Kuratorin Bärbel Vischer
KÜNSTLER IM FOKUS
#7 LIAM GILLICK. Executive Two Litre GXL
bis 21. 03. 2010
MAK-Schausammlung Gegenwartskunst
Liam Gillick untersucht in der Rolle als Kommunikator bestehende Strukturen und Prozesse in Hinblick auf die Gestaltung von Gesellschaften und stellt diese als Modelle – an der Schnittstelle von Analyse und fiktiver Narration – zur Diskussion. In seinen modularen Objekten, Installationen und räumlichen Interventionen setzt der Künstler, nicht zuletzt aus konzeptuellen Überlegungen, Materialien industrieller Massenproduktion ein. Gillicks extensive Schreibtätigkeit als Teil der künstlerischen Praxis spiegelt sich in textualisierten Wandmalereien, Büchern und Schriften wider. Sein Interesse gilt dem System der Dinge, das sich in diversen Szenarien und parallelen Formierungen zeigt, sowie Schlüsselpositionen ökonomischer und politischer Entwicklungen.
Kuratorin Bärbel Vischer
Firing Cells about having a Moment
kuratiert von Gregor Eichinger
bis 28. 03. 2010
MAK DESIGN SPACE
START_UP: Designer's New Projects
design> neue strategien
Eine Kooperation von MAK und departure
Die Kooperation von MAK und departure setzt sich zum Ziel, in Wien eine neue Plattform für zukunftsorientierte, den Designbegriff erweiternde Projekte zu etablieren.
Durch Vorträge, Ausstellungen und Präsentationen sowie die Ausschreibung eines Ideenwettbewerbs wurde ein kontinuierlicher und interdisziplinärer Diskurs eröffnet, der innovative künstlerische Strategien zum Thema Gestaltung und deren Umsetzung zum Inhalt hat und damit die Schnittstelle von Design und Wirtschaft aktiv beleuchtet – und neu zu definieren hilft. Um die Relevanz von Design für die Erweiterung unserer Alltagswahrnehmungen zu verdeutlichen und dabei den Standort Wien zu stärken, ist in einer Reihe von Vorträgen mit begleitenden Objektpräsentationen die Achse London – Milano – Wien fokussiert worden:
Was kann Wien von den prosperierenden Design-Metropolen London und Mailand lernen, und wie kann es sich als Standort für junges kreatives Design international besser positionieren? Internationale Designer und Unternehmer, künstlerische Leiter und visionäre Denker aus London, Mailand und Wien werden seit Anfang 2009 eingeladen, ihre Projekte mit der Unterstützung von departure im MAK zu präsentieren, hier neue Ansätze zu entwickeln und ihre Konzepte im Detail zu erörtern.
Zusätzlich werden im MAK DESIGN SPACE unter dem Titel „START_UP: Designers’ New Projects“ Prototypen und innovative Ideen junger österreichischer Designer präsentiert.
CHAWAN. Teeschalen
verlängert bis 05. 04. 2010
MAK-Schausammlung Asien
Die Geschichte des Tees geht Hand in Hand mit der Geschichte der Ästhetisierung der Teeschale "Chawan". Keramiken aus dem 8. bis 21. Jahrhundert – Teeschalen der MAK-Sammlung aus China, Korea, Japan und Vietnam sowie Leihgaben aus Privatsammlungen – belegen, dass in der Beschränkung auf die Einfachheit die Vielfalt gefunden wurde.
Gezeigt werden über hundert Schalen aus dem 8. Jahrhundert bis heute. Im Zentrum des Ausstellungsraumes wird der Wiener Künstler Heinz Frank mit der Installation „Ewigkeit Tür“ auf die ruhige und schlichte Ästhetik der Objekte antworten, um seine Seelenverwandtschaft mit ostasiatischer Formensprache zum Ausdruck zu bringen.
Über den Gebrauchsgegenstand hinaus wurden die Chawan zu skulpturalen Kunstwerken, deren Gestaltung das kultivierte Verhältnis des Menschen zum Objekt am besten zum Ausdruck bringt. Keine Schale gleicht der anderen, jede hat ihre Besonderheit und wird wie ein persönlicher Schatz behandelt, erhält sogar einen eigenen Namen – und der Künstler, der sie schafft, bleibt im Laufe der Zeit ebenfalls nicht mehr namenlos. Die Raku-Meister in Kyoto signierten als erste – ab dem späten 16. Jahrhundert – ihre Werke „Raku / Freude“. In der Ausstellung werden rote und schwarze Exemplare gezeigt, auch von anderen Keramikern, die Technik und Stil übernahmen – Raku-Schalen sind handgeformt –, werden bis heute weitere Varianten entwickelt.
Keramiken ab dem 16. Jahrhundert bis in die Gegenwart belegen die ungebrochene Tradition, die von bekannten Künstlern bis zum heutigen Tag fortgeführt wird. Beispiele dafür sind die eher grob gebrannten Chawan aus der japanischen Stadt Bizen, die vor allem in jüngster Zeit in der Teezeremonie wieder gerne verwendet werden.
Kurator Johannes Wieninger, MAK-Kustode Asien
Textile Märchen. Osmanische Textilien im MAK
verlängert bis 02. Mai. 2010
MAK-Studiensammlung Textil
Das MAK besitzt eine bemerkenswerte Sammlung osmanischer Textilien. Kostbare Knüpfteppiche sowie kunstvolle Stickereien des 16. und 17. Jahrhunderts gehören ebenso dazu wie dekorative Tücher, raffiniert bestickte Turbanabdeckungen, aufwändig gemusterte Seidengewebe sowie ein seidenes, subtil besticktes Festkleid aus dem 18. Jahrhundert. Textilien für den häuslichen Gebrauch - Servietten, Handtücher, Schärpen, Kissenbezüge, Behänge und Decken - repräsentierten Reichtum und Geschmack ihrer städtischen wie ländlichen Besitzer. Viele Objekte des MAK-Bestandes werden erstmals präsentiert.
Die im MAK gezeigten Textilien sind nicht nur auf dem Gebiet des ehemaligen Osmanischen Reiches entstanden, das über die heutige Türkei hinaus u.a. Länder des Nahen Ostens und Nordafrikas umfasste; einige Objekte stammen aus dem von der Dynastie beherrschten europäischen Teil des Reiches, zu dem zeitweilig Länder wie Griechenland, Rumänien, Bulgarien, Ungarn, Serbien oder Armenien gehörten und das – zuletzt 1683 – fast bis nach Wien reichte.
Kuratorin Angela Völker, MAK-Kustodin Textilien und Teppiche
ÖFFNUNGSZEITEN: Di MAK NITE© 10–24 Uhr, Mi–So 10–18 Uhr, Mo geschlossen
Jeden Samstag© Eintritt frei.
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst - Stubenring 5, 1010 Wien
Tel (+43-1) 711 36-298; Fax (+43-1) 711 36-388
E-Mail: office@MAK.at - Internet: www.MAK.at

Architekturzentrum Wien

x projekte der arbeitsgruppe 4
Holzbauer, Kurrent, Spalt (1950 – 1970)
Veranstaltungsort: Architekturzentrum Wien - Alte Halle
Ausstellung: 4. März - 31. Mai 2010
Öffnungszeiten: Täglich 10:00-19:00 Uhr
Eröffnung: Mittwoch, 3. März, 19:00 Uhr
Tickets: EUR 7,00 / EUR 4,50 ermäßigt / am 1. Mai ganztägig freier Eintritt
Zur Eröffnung sprechen:
Dietmar Steiner, Direktor Az W
Sonja Pisarik, Ute Waditschatka, Kuratorinnen der Ausstellung Az W
Karin Wilhelm, TU Braunschweig
Michael Ludwig, Vizebürgermeister Wien
Im Mittelpunkt der Ausstellung steht das erstmals in seiner Gesamtheit gezeigte Œuvre der arbeitsgruppe 4: Realisierungen in überschaubarer Anzahl sowie zahlreiche Projekte, die nicht verwirklicht werden konnten. Einerseits ist die Gruppe wohl bekannt – vermittelt vor allem durch die prägnanten Persönlichkeiten der Protagonisten Wilhelm Holzbauer, Friedrich Kurrent und Johannes Spalt. Andererseits ist sie schon beinahe zu einem Mythos der jüngeren österreichischen Architekturgeschichte geworden. Architekturinteressierte kennen die Arbeiten, aber genaue Fakten, Hintergründe und Zusammenhänge liegen weitgehend im Dunkeln. Eine substanzielle Aufarbeitung der Quellen und der Versuch einer Darstellung aus zeitlicher und personeller Distanz wurden bisher nicht unternommen. Das Az W stellt sich nun dieser Herausforderung und zeigt das spannende und nach wie vor aktuelle Werk der „Dreiviertler“.
Zur Ausstellung erscheint der 256 Seiten starke Katalog „arbeitsgruppe 4. Wilhelm Holzbauer, Friedrich Kurrent, Johannes Spalt. 1950 – 1970“ mit Textbeiträgen von Friedrich Achleitner, Gabriele Kaiser, Siegfried Mattl, Sonja Pisarik, Ute Waditschatka und Karin Wilhelm.
Herausgeber: Architekturzentrum Wien
Verlag: Müry Salzmann Verlags GmbH
Buchkonzept und Gestaltung: Peter Duniecki Designstudio
Kuratorinnen: Sonja Pisarik/Ute Waditschatka, Az W
Ausstellungsgestaltung: polar÷. Margot Fürtsch, Siegfried Loos
Grafische Konzeption: Peter Duniecki Designstudio
a_schau.
Österreichische Architektur im 20. und 21. Jahrhundert

Architekturzentrum Wien - Neue Halle
Ausstellung: bis 31. Dezember 2010
Tickets: EUR 7.- / EUR 4,50 ermäßigt
Mit der a_schau öffnet das Architekturzentrum Wien sein permanentes Schaufenster zur baukulturellen Identität des Landes, und präsentiert damit 150 Jahre beachtliche heimische Architekturgeschichte erstmals in einer Ausstellung in Österreich. Auf 300m2 werden rund 170 ArchitektInnen mit 420 Bauten in den neun Bundesländern vielschichtig und abwechslungsreich vorgestellt.
Rahmenprogramm: a_schaufenster
Das “a_schaufenster" als neues Rahmenprogramm der a_schau bietet mehrmals pro Jahr kostenlose Einblicke zu verschiedenen Themenschwerpunkten innerhalb der Ausstellung. Jedes der temporären Schaufenster wird durch Archivmaterialien oder Modelle repräsentiert, die bis zum nächsten Termin ausgestellt bleiben.
Im Rahmen eines Gesprächs mit eingeladenen ArchitektInnen und/oder ExpertInnen werden spezifische Fragestellungen anhand der Exponate erörtert.
mehrmals pro Jahr, Termin jeweils Mittwoch, Beginn 18 Uhr, Neue Halle
Am 28.10.2009 wurden im a_schaufenster 11 "TU Graz 1964 - 1968: Konrad Frey mit Klaus Gartler, Heidulf Gerngross und Bernhard Hafner" Themen zum Frühwerk dieser Architekten besprochen sowie Aspekte des "Austrian Phenomenon" und speziell der "Grazer Schule" diskutiert. Der Filmmitschnitt dieses lebhaften Abends sowie Originalmaterialien aus den Archiven Frey, Hafner und Gartler sind weiterhin in der Ausstellung zu sehen.
Die Ausstellung
10 Episoden schärfen den Blick auf die relevantesten Phänomene und Strömungen.
Die chronologische Abfolge bestimmter Phasen der Architekturentwicklung wird dadurch inhaltlich gefasst und unter bestimmten thematischen Gesichtspunkten beleuchtet. Parallel zu den Themenbereichen werden in einem "Zeitregal" die historisch relevanten Daten zur Zeit-, Kultur und Architekturgeschichte von 1850 bis heute präsentiert. Portraitfotos und Kurzbiografien der in der Ausstellung vertretenen ArchitektInnen bilden einen Stammbaum der wichtigsten "Köpfe" der österreichischen Baukunst. Als Spezifikum der österreichischen Architekturentwicklung und als alltagsnaher Themenstrang bildet die "Kleine Geschichte des Wohnens" einen Schwerpunkt entlang der Chronologie.
In der Ausstellung wird der gesamte Fundus der Medien zur Architekturpräsentation adäquat eingesetzt: Pläne, Skizzen, Texte, Fotos, Modelle und Filme erwecken das 20. Jahrhundert zum Leben und leiten in die Gegenwart über.
Kuratorinnen: Gabriele Kaiser, Monika Platzer
Wissenschaftliche Mitarbeit: Gudrun Hausegger, Sonja Pisarik, Ute Waditschatka
Ausstellungsgestaltung: Design Studio Walking-Chair, Wien
a_schau. Das Buch
Das Buch “Architektur in Österreich im 20. und 21. Jahrhundert" bietet auf knapp 400 Seiten anhand von zehn thematisch/chronologischen Episoden einen Streifzug durch das historische und zeitgenössische Architekturschaffen Österreichs und widmet sich in einem gesonderten Erzählstrang dem Thema Wohnen. Birkhäuser Verlag, 2006; Hg. Az W; ISBN-10: 3-7643-7693-7. 400 Seiten, ca. 1.000 Abb., € 51,30. Erhältlich in der Az W-Info, im E-Shop sowie im ausgewählten Fachbuchhandel.
Öffnungszeiten: Täglich 10:00 - 19:00 Uhr
Architekturzentrum Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Telefon +43 (1) 522 31 15; Fax +43 (1) 522 31 17
E-Mail: office@azw.at - Internet: www.azw.at

Kunsthalle Wien

Lebt und arbeitet in Wien III
Stars in a Plastic Bag
KUNSTHALLE wien, halle 1,
05. März - 30. Mai 2010
Zum dritten Mal lenkt die Kunsthalle Wien mit der Ausstellungsreihe "Lebt und arbeitet in Wien" die Aufmerksamkeit auf die vielseitige und eigenwillige Wiener Kunstszene. Stars in a Plastic Bag vermisst den künstlerischen Plafond Wiens neu und versammelt hervorragende Künstler mit Werken, Ideen und Veranstaltungen. Wieder konnte ein arriviertes internationales Expertinnenteam gewonnen werden, um die von der Kunstwelt mit Spannung erwartete Auswahl zu treffen.
Einen Schwerpunkt der Schau bilden Positionen von Künstlern, deren Herz wie das von Tillman Kaiser, Lukas Pusch und Lisa Ruyter für die Malerei schlägt und die das klassische Medium facettenreich aktualisieren. Außerdem betont die Schau gestische sowie expressive künstlerische Ausdrucksformen, deren post-aktionistische Haltung sich besonders in den Videos von Mara Mattuschka, Rudolf Polanszky und Hubert Sielecki widerspiegelt. Manche teilnehmende Künstler wie Luisa Kasalicky und Katrin Plavcak nutzen die Ausstellungshalle als erweitertes Atelier, in dem sie ihre Werke realisieren oder erstmals zeigen. Stephen Mathewson lotet mit seinem Wandcomic die Möglichkeiten musealer Präsentation aus. Die Reiseerfahrungen von Mahony stehen für jene Werke, die Alltagssujets und Populärkultur aufgreifen und zwischen High und Low Art changieren. Sensible, konzeptuelle und manchmal auch sperrige Zugänge bieten Maria Bussmanns poetische Zeichnungen, Kathi Hofers installative Reflexionen und Lone Haugaard Madsens reduzierte Rauminterventionen. Den künstlerischen Spielraum erweitern Künstler wie Bernhard Cella und sein bibliothekarischer Salon mit Lesungen und Marianne Vlaschits mit ihrer „Go-Go-Tänzer“-Performance.
Kunsthalle Wien, halle 1 - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Öffnungszeiten: Täglich 10 - 19 Uhr; Donnerstag 10 - 22 Uhr
Marcellvs L. - VideoRhizome
KUNSTHALLE wien project space,
bis 31. März 2010
Das rhizomatische Denken nach Deleuze und Guattari, das zur Erfolgsformel postmoderner Theoriebildung wurde, fungiert als Werkzeug der Bildproduktion des jungen aufstrebenden Video- und Soundkünstlers Marcellvs L. Ursprünglich der botanische Begriff für ein Wurzelgeflecht ohne Stamm und dann Metapher für eine Weltbeschreibung und Wissensorganisation in nichthierarchischen Strukturen, steht das Rhizom für scheinbar chaotische Verknüpfungen, die der Künstler in audiovisuelle Chiffren übersetzt. Aus alltäglichen Situationen, aufgenommen in Brasilien, Island und Holland filtert er poetische Momente. Subtil hält er fest, wie sich Figuren von Mensch oder Tier visuell zu ihrer Umgebung verhalten, wie sie mit dem Hintergrund verschmelzen oder aus diesem wieder auftauchen. Effekte der Digitalkamera, welche die Aufnahme verschwimmen, verblassen, grobkörnig erscheinen lassen oder verschärfen, erzeugen abstrakte Werte und haptische Qualitäten, die mit Geräuschen der Umgebung korrelieren, seien es Wetterverhältnisse, Naturphänomene, Lebewesen oder Motoren.
Kuratorin: Synne Genzmer
Kunsthalle Wien project space -Karlsplatz, Treitlstraße 2, 1040 Wien
Öffnungszeiten: Di - Sa: 16 - 24 Uhr; So, Mo: 13 - 19 Uhr
Tropicália. Die 60s in Brasilien
KUNSTHALLE wien, halle 2,
bis 02. Mai 2010
Tropicália entstand aus dem Geist jenes Anthropophagischen Manifests, das der Modernist Oswald de Andrade in den 20er-Jahren geschrieben hatte: Darin ging es um das Verschlingen fremder Kulturen, um die kritische Appropriation von Kunst-, Musik- und Modeströmungen aus der Ersten Welt und um ein Konzept der Hybridität, das aus Partikeln und Fragmenten kultureller Artefakte eine Art ästhetischen Metabrasilianismus konstruierte. Tropicália sei eine neue kritische Sprache, schrieb der Sänger Chico Buarque de Hollanda: eine, die auf der Ebene der alltäglichen Kommunikation interveniere.
„Der Mythos des Tropikalismus ist viel mehr als Papageien und Bananenbäume,“ heißt es in einem der zahlreichen thesenhaften Texte Hélio Oiticicas. Ohne explizit politisch zu sein, richten sich die vitale Energie, die Lust am schrillen Spektakel und die Öffnung des kulturellen Handlungsfeldes für die Bewohner prekärer Lebenswelten vor allem gegen die bleierne Zeit des brasilianischen Militärregimes, das mit einem Coup im Jahr 1964 den relativ demokratischen Verhältnissen ein Ende gemacht hatte. Die kulturellen Aktivisten stellten der Monotonie und Monochromie der Epoche die reiche kulturelle Diversität des Landes gegenüber, die auf vielschichtige, oft uneindeutige Weise ästhetisch neu bewertet wurde. Nicht zur Freude der orthodoxen Linken, die ihr holzgeschnitztes Weltbild bedroht sah und den Tropikalismus als reaktionäre, regressive Kunstform verurteilte: Doch die Künstler, Musiker, Filmer, Theatermacher und Dichter, die sich mit der Idee identifizierten, wollten keine simplen ideologischen Lösungen anbieten, sondern die offizielle Version der brasilianischen Kultur unterminieren, die eine Einheit in der Vielfalt behauptete, die so nie existiert hatte. Der Tropikalismus arbeitete mit allegorischen Impulsen, Widersprüchen und paradoxen Gegenüberstellungen, die sich einer eindimensionalen Lesart entgegenstemmten. „Zeichnen nach der Natur hat mich nie interessiert“, sagte Antonio Dias, auch er ein bedeutender Mitgestalter von Tropicália. „Dagegen hat mich die innere Natur, die Psyche oder die politische Natur immer sehr beschäftigt.“
Die Ausstellung präsentiert mit Schlüsselwerken wie Tropicália von Hélio Oiticia oder Baba antropofágica von Lygia Clark sowie wichtigen Werkgruppen von Nelson Leirner, Rubens Gerchman, Anna Maria Maiolino und Lygia Clark einen historischen Querschnitt durch die künstlerische Vielfalt des kurzen Sommers der künstlerischen Anarchie. Weiters wird gezeigt, wie der kreative Impuls, der von Tropicália ausging, in Arbeiten zeitgenössischer (exil)brasilianischer Künstler wie Ernesto Neto oder Rivane Neuenschwander und Cao Guimarães bis zum heutigen Tag weiterwirkt.
Kurator: Thomas Mießgang
Kunsthalle Wien, halle 2 - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Öffnungszeiten: Täglich 10 - 19 Uhr; Donnerstag 10 - 22 Uhr
Kunsthalle Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Infoline: +43-1-52189-33; Tel. +43-1-52189-0; Fax +43-1-52189-1217
E-mail: office@kunsthallewien.at - Internet: www.kunsthallewien.at

Naturhistorisches Museum Wien

Guenter Fritsch im Naturhistorischen Museum Wien
Perspektiven der 4. Dimension. Werke aus den Architekturzyklen 2005 bis 2009
bis 3. März 2010
Ort der Ausstellung: Zentralbereiche des Naturhistorischen Museum
Günter Fritsch, geb. 1943 in Wien, hat sich seit 1982 als Maler der Lebensräume“ profiliert.
Seine Bildzyklen berühmter Bauwerke wie Palmenhaus Schönbrunn, Schloss Belvedere, Prunksaal der Nationalbibliothek Wien, Wiener Stephansdom und die aktuellen Arbeiten aus 2005 bis 2009 sind geprägt von der malerischen Suche nach der 4. Dimension der Perspektive.
Der Künstler Günter Fritsch legt seine Ansichten eines Raumes aus beliebigen Positionen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in ein einziges Bild und schafft damit ein besonderes Raumerlebnis.
Der Betrachter ist eingeladen, in den ausgestellten großformatigen Werken die historischen Räume aus der Perspektive der 4. Dimension neu wahrzunehmen.
Wenn die Erde bebt
verlängert bis 22. März 2010
Erdbeben, Tsunamis und andere Naturkatastrophen sind in unseren Breiten glücklicherweise meist nur durch Zeitungsschlagzeilen bekannt, deren Berichterstattung meist zwischen sensationslüsternen Opferzahlen und betroffenen Mitleidsbekundungen schwankt.
Dieser österreichische Beitrag zum Jahr des Planeten Erde wurde von einem Projektteam der TU Wien in Kooperation mit der ZAMG erstellt. Die bündige Ausstellung bringt eine Einführung in die verschiedensten wissenschaftlichen Aspekte des Naturphänomens Erdbeben. Neueste Erkenntnisse der Erdbebenkunde (Seismologie) werden für den Besucher in verschiedenen Stationen dargestellt.
Eine interaktive Graphikstation, mit der die Einschätzung der Intensität eines persönlich gefühlten Bebens geübt werden kann, stellt ein besonderes Highlight dar. Ein Modell-Seismograph vermittelt die Funktion des wichtigsten Instrumentes der Erdbebenkunde. Ein lokales, in der Ausstellung aufgestelltes seismisches Netzwerk zeigt dem Besucher, welche Erschütterungen seine Schritte verursachen.
Als Kontrast werden auf einem anderen Bildschirm die Daten (Seismogramme) eines globalen Netzwerkes in real time vorgeführt. Ein zufällig, irgendwo auf der Erde gerade stattfindendes, starkes Erdbeben könnte auf diesem Bildschirm sofort erkannt werden. Die Ausbreitung der seismischen Wellen durch die Erde wird in einer Animation veranschaulicht und eine so genannte „Erdbeben-Maschine“ simuliert im Kleinen wie Erdbeben durch die gegenseitige Verschiebung der tektonischen Platten im Großen entstehen.
Der letzte Teil der Ausstellung befasst sich mit dem Leben in Erdbebengebieten. Verschiedene Möglichkeiten einer Erdbebenvorhersage, insbesondere der Erdbebengefährdung in den verschiedenen Regionen der Erde sind hier Thema. Erdbebensicheres Bauen ist ein besonders wichtiger Aspekt, wenn man gezwungen ist, mit Erdbeben zu leben. In einem Modell wird gezeigt, wie Hochhäuser durch Pendel oder schwingende Wassersäulen (kommunizierende Gefäße) vor gefährlichem Aufschaukeln bewahrt werden.
Erdbebenschäden und –opfer werden jedoch auch in Zukunft nicht gänzlich vermeidbar sein. Helfen nach einem katastrophalen Beben, rasch und auf die Bedürfnisse der Betroffenen abgestimmt, ist daher auch ein Aspekt der Ausstellung. Abschließend wird bewusst gemacht, dass die Sicherheit nicht nur durch internationale Warnsysteme und staatliche Vorkehrungen erhöht wird, sondern dass im Ernstfall richtiges persönliches Verhalten Leben retten kann.
Darwins rEvolution
verlängert bis 5. Juli 2010
Saal 15 bis 17
Das Naturhistorische Museum Wien präsentiert vom 9. Oktober 2009 bis 5. Juli 2010 die Sonderausstellung „Darwins rEvolution“.
Heuer jährt sich nicht nur der Geburtstag des berühmten englischen Naturforschers zum 200. Mal, auch die Veröffentlichung seiner Evolutionstheorie begeht ihren 150. Jahrestag. Grund genug für eine Sonderausstellung zu Ehren dieses bedeutendsten Evolutionstheoretikers.
In einer spektakulären Schau wird das Leben Darwins betrachtet und seine Theorie der Evolution durch Selektion in Szene gesetzt.
Themen und Fragestellungen:
Charles Darwin – die kopernikanische Wende der Biologie.
Wie funktioniert Evolution?
Molekularbiologie: Revolution und Bestätigung.
Die Evolution des Menschen – ist der Mensch das Ziel der Evolution?
Quo vadis? – Wenn Mensch Evolution „macht“ …
Diese eindrucksvolle Ausstellung präsentiert auch seltene und wertvolle Präparate, die üblicherweise nicht in der Schausammlung zu sehen sind. Zu diesen gehört das Quagga, eine Zebraform, die seit 1883 als ausgestorben gilt, als das letzte in Gefangenschaft lebende Tier verstarb. Weiters ist ein Exemplar des überaus seltenen Blaubocks zu bewundern, eine afrikanische Antilopenart, die seit 1799 ausgestorben ist. Eines der wenigen weltweit noch existenten Tierpräparate befindet sich im Naturhistorischen Museum Wien und ist anlässlich dieser Ausstellung zu sehen.
Das Naturhistorische Museum wurde im Jahre 1889, nur wenige Jahre nach Darwins Tod, eröffnet und ist seinem Motto „Dem Reiche der Natur und seiner Erforschung“ bis heute verpflichtet. In diesem Sinne bildet die historische Ringstraßenarchitektur des Museums den idealen Rahmen für diese Sonderausstellung zum Charles Darwin-Jahr.
Reisen Sie in dieser Ausstellung durch die Zeit und erfahren Sie mehr über die Spielregeln des Lebens auf unserem Planeten!
Entdecken Sie die Theorie, die unsere Sicht des Lebens von Grund auf revolutioniert hat und begegnen Sie einem der bedeutendsten Naturwissenschaftler der Welt, Charles Darwin!
Lassen Sie sich von der Naturwissenschaft begeistern und vom Naturhistorischen Museum Wien verzaubern!
Anlässlich der Sonderausstellung "Darwins rEvolution" im Naturhistorischen Museum wird es in Österreich erstmals ein Audioguide - Service geben, das über jedes Mobiltelefon der Besucher abrufbar ist. Das Naturhistorische Museum beschreitet damit einen vollkommen neuen Weg der Wissensvermittlung, der Besuchern den Komfort bietet, über ein vollkommen vertrautes Endgerät, nämlich das eigene Mobiltelefon, die Inhalte der Ausstellung nach individuellen Bedürfnissen abzurufen. Eine eigene Telefonnummer (01 305 306 0) wird im Naturhistorischen Museum zum Festnetztarif für den einzigartigen Mobiltelefon-Service des österreichischen startups yasssu.com zur Verfügung stehen.
Die deutschsprachige Führung wird entweder als durchgehende Erzählung - wie von einem virtuellen Führer begleitet - oder mit jeweils gesondert abrufbaren Stationspunkten (nummernmäßig bei den einzelnen Exponaten bezeichnet) angeboten. Für den eiligeren Besucher gibt es weiters eine komprimierte Basisführung, für Detailinteressierte wird es bei den einzelnen Exponaten noch zusätzliche Vertiefungsebenen geben. Neben Interviews mit Experten des Museums wird diese Audioführung von Radio Ö1 unterstützt. Zu hören sind unter anderem Originaltonmaterialien der Ö1 Sendereihen „Radiokolleg“ und „Dimensionen die Welt der Wissenschaft.“ Das inhaltliche Konzept und die Produktion des multimedialen Austellungsbegleiters wird vom österreichischen startup einverstanden.at ausgearbeitet.
Passend zum Ausstellungsinhalt kann das Naturhistorische Museum somit auch eine neue Evolutionsstufe der Wissensvermittlung anbieten...
Neugierig geworden? Dann hören Sie doch schon von zu Hause aus beqem in die Ausstellung hinein und verschaffen Sie sich dadurch einen Selektionsvorteil! (01) 305 306 0
Rahmenprogramm: www.nhm-wien.ac.at/Content.Node/specialex/Rahmenprogramm-Darwin-index.html
SCHAUSAMMLUNGEN
8.700 Quadratmeter Schausäle führen den Besucher auf eine Reise durch die Geschichte unserer Erde, die atemberaubende Vielfalt der Natur und bis an den Ursprung unserer Kultur.
Im Hochparterre faszinieren kostbare Edelsteine und Mineralien, seltene Fossilien und riesige Dinosaurier, sowie berühmte urgeschichtliche Kunstwerke. Zu den bedeutendsten Objekten zählen die "Venus von Willendorf", der Skelettabguss eines Diplodocus, des längsten Landwirbeltieres, das jemals gelebt hat und ein 117 kg schwerer Riesentopas.
Der erste Stock präsentiert den überwältigenden Artenreichtum der Tierwelt von den Einzellern bis zu den höheren Säugetieren. Bis über 200 Jahre alte Objekte sind nicht nur an sich - als Sachzeugen aus der Natur - von großem Interesse: Zahlreiche Stopfpräparate von bereits ausgestorbenen oder extrem bedrohten Tierarten verleihen der Sammlung im wahren Sinne des Wortes unersetzlichen Wert.
Öffnungszeiten: Do - Mo: 9:00 - 18:30 Uhr; Mi: 9:00 - 21:00 Uhr; Dienstag geschlossen
Naturhistorisches Museum Wien - Burgring 7, 1010 Wien (Eingang: Maria Theresien-Platz)
Tel. +43 (1) 521 77 - 0; Fax +43 (1) 523 52 54
E-Mail: waswannwo@nhm-wien.ac.at - Internet: www.nhm-wien.ac.at

Technisches Museum Wien

Klimawandel
ab 7. März 2010 bis 2011
Was ist der Unterschied zwischen Wetter, Witterung und Klima? Und wer ist verantwortlich für den Klimawandel? Das Thema betrifft uns alle – wollen wir uns ein Urteil bilden, müssen wir die komplexen Zusammenhänge verstehen, um verantwortlich handeln zu können. In Filmen, Spielen und Bildern zeigen wir anschaulich die Folgen des natürlichen und hausgemachten Klimawandels und Methoden zu seiner Erforschung.
Eine Sonderschau im Rahmen des Bereichs „Abenteuer Forschung“ – in wissenschaftlicher Kooperation mit dem Wegener Center und dem FWF.
body.check. Hightech für unsere Gesundheit
bis 14.April 2010
Die Ausstellung in Zusammenarbeit mit dem Heinz Nixdorf MuseumsForum in Paderborn präsentiert den Einsatz aktuellster Computertechnologie in der Medizin mittels spektakulärer Ausstellungsobjekte, vieler Medienstationen und 35 interaktiver Exponate und lädt ausdrücklich zum Testen, Ausprobieren und Entdecken ein. Die Sonderausstellung wird begleitet von einem attraktiven und umfangreichen Rahmenprogramm, durch das die Besucher Aspekte des Themas aufgreifen und vertiefen können.
50 Jahre Herzschrittmacher – Technik im Körper
Verlängert bis Juni 2010
Sonderschau in der Ausstellung „Abenteuer Forschung“: Der neue Bereich gibt einen Ein- und Überblick in die technische Entwicklung in die technische Entwicklung der letzten 50 Jahre der Herzschrittmachertherapie. Ausgehend von Anatomie und Physiologie des Herzens informiert die Schau über die Implantationstechnik und die wesentlichen Komponenten eines Schrittmachers.
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 9-18 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertage 10-18 Uhr
Technisches Museum Wien - Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien
Besucher-Informationen: Tel. 01 / 899 98-0
E-Mail: museumsbox@tmw.at - Internet: www.technischesmuseum.at

Österreichische Mediathek

AKUSTISCHE WEBAUSSTELLUNGEN:
Neu: www.journale.at
www.journale.at
Die Hörfunkjournale des ORF gehören zu den wichtigsten akustischen Dokumenten der österreichischen Zeitgeschichte. Nach der Rundfunkreform 1967 wurde mit den Journalen eine neue Form der Nachrichtensendung eingeführt. Eine zentrale Rolle nahm (und nimmt bis heute) dabei das Mittagsjournal ein, eine einstündige Sendung mit ausführlichen Informationen zum tagesaktuellen Geschehen.
Unter www.journale.at sind derzeit rund 5.000 Stunden Sendezeit digital in voller Länge abrufbar, der Schwerpunkt liegt hier bei den Mittagsjournalen. Das entspricht über 60.000 Einzelbeiträgen sowohl zu österreichischen als auch internationalen Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur der Jahre 1967 bis 1989.
www.akustische-chronik.at
www.akustische-chronik.at bietet als größte multimediale Webausstellung zur österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts hunderte Töne und Videos: Zeit- und Kulturgeschichte in einer Form, die unmittelbar beeindruckt. www.akustische-chronik.at lehrt mit Medien historische Bezüge zu entdecken, sensibilisiert in Sachen Medienkompetenz und zeigt, wie vielstimmig Geschichte und die Erinnerung an sie sein kann. Ein akustisches Kompendium des 20. Jahrhunderts und ein Vehikel für Zeitreisen, mit dem man spielerisch die Klanglandschaft der Vergangenheit erkunden kann. Stimmen als Teil des kollektiven historischen Gedächtnisses Österreichs; eingebettet in ihren Kontext, ergänzt durch Hintergrundinformation und ausführliche Chronikdaten.
Eine multimediale Webausstellung von 1900-2000.
Howdy – Günther Schifter
Günther Schifter war ab den 1950er Jahren einer der bekanntesten Moderatoren des Österreichischen Rundfunks und brachte in seinen Sendungen Jazz und Swing einem breiteren Publikum näher. Daneben erwarb sich Schifter eine der größten Schellacksammlungen mit zahlreichen raren Aufnahmen amerikanischer Jazzgrößen.
In ihrer Webausstellung präsentiert die Österreichische Mediathek einige der besten Schellacks daraus, ergänzt durch zahlreiche Ausschnitte der mittlerweile zu Klassikern gewordenen Sendungen und 50 Radiosendungen von und mit Günther Schifter in voller Länge.
Unter: www.schifter.mediathek.at
Mozart – Runde Geschichten. Eine akustische Hörreise zum 250. Geburtstag.
Einspielungen aus der Schellack-Ära mit Interpretationen von Bruno Walter, Selma Kurz, Yehudi Menuhin und vielen anderen vermitteln ein Bild von Mozarts Musik, das geprägt ist vom Interpretationsstil und dem Musikgeschmack der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie der besonderen Charakteristik des Mediums.
Hörproben von Briefen Mozarts, literarischer Werke sowie Eindrücken von Zeitgenossen runden die Webausstellung ab.
Unter: www.mozart.mediathek.at
www.staatsvertrag.at
www.staatsvertrag.at, die akustische Webausstellung der Österreichischen Mediathek bringt hunderte Töne und Videos zu Politik, Alltag, Lebensgefühl und Kultur von 1945 bis 1955 ins Haus. Darunter finden sich zahlreiche bisher unveröffentlichte Tondokumente aus den Archiven der Mediathek, wie Materialien des legendären Radiosenders Rot-Weiß-Rot. Ergänzend dazu werden wichtige Hintergrundinformationen zu den Tönen, ihrem Umfeld und ihrer Geschichte geliefert.
Öffnungszeiten: Mo, Mi, Do: 12–18 Uhr; Di: 12–20 Uhr; Fr: 10–15 Uhr (Feiertage geschlossen!)
Österreichische Mediathek (Außenstelle des Technischen Museums Wien)
Marchettischlössl, Gumpendorfer Straße 95, 1060 Wien; 1. Stock (Lift)
Tel.: +43-1/ 597 36 69-20; Fax: +43-1/ 597 36 69-25
E-Mail: mediathek@mediathek.at - Internet: www.mediathek.at

Österreichisches Museum für Volkskunde

Tuchintarsien in Europa von 1500 bis heute
Inlaid-Patchwork in Europe from 1500 to the Present
Ausstellungsdauer: bis 14. März 2010
In dieser repräsentativen Werkschau werden 30 Originalexponate der Öffentlichkeit zum ersten Mal zugänglich gemacht. Privatsammlungen und Museen aus Großbritannien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Polen und Australien haben die textilen Kunstwerke zur Verfügung gestellt. Sie offenbaren dem Betrachter Bildgeschichten, die in ihrer Technik und Farbigkeit einmalig sind.
Die auf diesen Tuchintarsien gezeigten Motive und Bildprogramme erzählen von europäischer Geschichte, behandeln Szenen aus dem alten und neuen Testament oder spiegeln zeitgenössische Weltsicht. Die Ausstellung basiert auf einem groß angelegten Forschungsprojekt, das vom Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen in Berlin initiiert wurde. Das entstandene internationale Netzwerk ermöglichte die kulturhistorischen Zusammenhänge der Bilder- und Themenvielfalt von textilen Arbeiten, wie sie in den verschiedenen europäischen Regionen zwischen dem 15. und dem 20. Jahrhundert produziert wurden, zu erfassen und soziokulturell sowie kunstgeschichtlich aufzuarbeiten.
Die Ausstellung Tuchintarsien in Europa von 1500 bis heute wurde vom Museum Europäischer Kulturen der Staatlichen Museen zu Berlin – Stiftung Preußischer Kulturbesitz initiiert und organisiert und ist eine Kooperation mit dem Österreichischen Museum für Volkskunde und weiteren Ausstellungspartnern.
Ständige Schausammlung:
Historische Volkskultur Österreichs und seiner Nachbarländer
Ländliches Leben und Arbeiten in vorindustrieller Zeit

Ort: Laudongasse 15-19, 1080 Wien
Land- und hauswirtschaftliche Gebrauchsgegenstände thematisieren bäuerliche Arbeit, Versorgungs- und Transportsysteme. Die Studiensammlung ländlicher Möbel und zwei in die Museumsräumlichkeiten eingebaute Stuben, aus dem Montafon und aus dem Tiroler Oberland, erlauben Einblicke in Wohnstile und Lebensweisen. Vorstellungen der überlieferten Ordnungen, der Selbst- und Fremdbilder kommen in Beispielen populären Schaffens zum Ausdruck, in Möbeln, Textilien, Holzplastiken oder Keramikobjekten. Ständig wechselnde Sonderausstellungen – sehr oft zu Gegenwartsthemen – ergänzen die Schausammlung.
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr (Montag geschlossen)
Österreichisches Museum für Volkskunde - Gartenpalais Schönborn, Laudongasse 15-19, 1080 Wien
Tel.: +43 1 406 89 05; Fax: +43 1 408 53 42
E-mail: office@volkskundemuseum.at - Internet: www.volkskundemuseum.at

Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien

Wegen Umbau geschlossen von August 2009 – April 2010
Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien - Schillerplatz 3, 1010 Wien
Tel. (01) 58 816 – 2222
E-Mail: gemgal@akbild.ac.at - Internet: www.akademiegalerie.at

Heeresgeschichtliches Museum

Children of War: Broken Childhood
bis 12. März 2010
Die in Kooperation mit dem Informationsdienst der Vereinten Nationen von 12. Februar bis 12. März 2010 im Heeresgeschichtlichen Museum gezeigte Fotoausstellung beleuchtet das Schicksal von Kindersoldaten. In vielen Teilen der Welt werden etwa 250.000 Kinder widerrechtlich rekrutiert, um in bewaffneten Konflikten als Soldaten, Boten, Spione, Träger oder Köche zu fungieren oder für sexuelle Dienste ausgebeutet zu werden. Verstöße gegen die Kinderrechte, Zerstörung ihrer Kindheit und Gefährdung ihrer Zukunft passieren jeden Tag. Diese Ausstellung ist ein Aufruf, dieses untragbare Phänomen zu stoppen.
An jedem ersten Sonntag im Monat ist der Eintritt für alle Besucherinnen und Besucher frei!
Öffnungszeiten: Täglich von 9 bis 17 Uhr
Heeresgeschichtliches Museum - Arsenal, 1030 Wien
Tel.: (+43 1) 79561-1060420; Fax: (+43 1) 79561-1017707
E-mail: hgm16@bmlv.gv.at - Internet: www.hgm.or.at

 

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