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Albertina
Impressionismus. Pastelle Aquarelle Zeichnungen 10. Februar – 13.
Mai 2012 Die Ausstellung präsentiert über 200 Pastelle, Aquarelle und Zeichnungen der
Impressionisten und Postimpressionisten mit dem vorrangigen Ziel, die herausragende Stellung ihrer Arbeiten auf Papier
aufzuzeigen. Es ist international die erste Schau, die sich ausschließlich diesem Thema widmet. Gerade unter den
Künstlern des Impressionismus und Postimpressionismus erlangte die Zeichnung einen der Malerei ebenbürtigen Rang, eine
Gleichstellung, die für die Moderne zukunftsweisend wurde. Während sich die Gemälde von Monet, Degas,
Renoir, Pissarro, Manet, Seurat, Signac, Cézanne und Gauguin größter Popularität erfreuen, sind deren mindestens ebenso
eindrucksvolle Arbeiten auf Papier weitaus weniger bekannt. Es war vor allem das Verdienst dieser Künstler, der
Zeichnung neben ihrer hauptsächlich sekundären Verwendung als vorbereitendes Studienmaterial eine primäre Funktion
zuzugestehen, sie als abgeschlossenes eigenständiges Kunstwerk neu zu definieren. René
Magritte bis 26. Februar 2012 Gegen Ende des
Jahres 2011 wartet die Albertina mit einem Ausstellungshighlight auf: René Magritte, einer der bekanntesten und
beliebtesten Künstler des zwanzigsten Jahrhunderts, wird umfassend gewürdigt. Mehr als 150 Werke aus aller Welt und aus
allen Stadien seines künstlerischen Werdegangs werden in der Ausstellung gezeigt. Die in Kooperation
mit der Tate Liverpool konzipierte Schau beschäftigt sich mit bislang wenig erforschten Aspekten in Magrittes Leben und
künstlerischer Praxis. Im Zentrum stehen seine künstlerischen Methoden: der Gebrauch immer wieder kehrender
Gegenstände, das allgegenwärtige Thema der Ver- und Enthüllung sowie die Auseinandersetzung mit dem alltäglich Banalen
und Erotischen. Ein wesentlicher Aspekt ist die Beziehung seiner Malerei zu seiner frühen Tätigkeit als Werbegrafiker,
was anhand von Hauptwerken und frühen Werbearbeiten des Künstlers sowohl im Inhalt als auch im formalen Einfluss
nachvollziehbar wird. Einen zusätzlichen Schwerpunkt setzt die Ausstellung durch einen konzentrierten
Blick auf Magrittes Lebens- und Arbeitsweise, die anhand von umfassendem Foto- und Filmmaterial sowie durch originale
Schriften dokumentiert werden. ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10 - 18 Uhr, Mittwoch 10 - 21
Uhr Albertina - Albertinaplatz 1, 1010 Wien Tel. +43
(0)1 534 83-0; Fax: +43 (0)1 534 83-430 E-Mail: info@albertina.at - Internet: www.albertina.at
Kunsthistorisches Museum Wien
Gustav Klimt im Kunsthistorischen Museum Kuratiert von Dr. Otmar Rychlik
14. Februar – 6. Mai 2012 Anlässlich der 150.
Wiederkehr des Geburtstages von Gustav Klimt am 14. Juli 2012 zeigt das Kunsthistorische Museum bedeutende Wandgemälde,
die der berühmte Maler und Zeichner für das große Stiegenhaus des Kunsthistorischen Museums entworfen und selbst
ausgeführt hat. 1890, ein Jahr vor der Eröffnung des neu errichteten Hofmuseums für die
„Kunsthistorischen Sammlungen des Allerhöchsten Kaiserhauses“, erhielten Gustav Klimt, sein jüngerer Bruder Ernst sowie
ihr gemeinsamer Studienkollege und -freund Franz Matsch den Staatsauftrag zur Erstellung eines malerischen Zyklus, in
dem sie bedeutende Stilepochen der europäischen Kunst – das Alte Ägypten sowie die griechische und die römische Antike
– den Besuchern nahebringen sollten. Dieser großartige Bildzyklus befindet sich eingebettet in die Säulen- und
Arkadenarchitektur in einer Höhe von über 12 m über der Eingangshalle des Museums. Zum ersten Mal wird
es möglich sein, Klimts Gemälde an der Nordwand des Stiegenhauses aus der Nähe zu betrachten. Dazu wird eine Brücke
über die gesamte Breite des Stiegenhauses gespannt, die während des Klimt-Jubiläumsjahres 2012 begehbar sein wird.
Zusätzlich wird in einer Sonderausstellung im Saal VIII die Entstehungsgeschichte dieses Zyklus
dargestellt, der zu den Schlüsselwerken in Klimts weltberühmtem Œuvre um 1900 und danach zählt. Dabei wird besonderer
Nachdruck auf die „Ringstraßenperiode“ Gustav Klimts gelegt. Bilder und Graphiken aus dem Besitz des Kunsthistorischen
Museums in Wien sowie Leihgaben aus öffentlichen Sammlungen in der Schweiz und Deutschland, aber auch solche von
privaten Leihgebern spannen den Bogen von seinen Bildern im Burgtheater über diejenigen im Kunsthistorischen Museum bis
hin zu Klimts „Goldener Periode“. Renessenz Facetten der
Renaissance Verlängert bis 15. April 2012 Eine
Ausstellung des Kunsthistorischen Museums in Kooperation mit der Modeschule Michelbeuern/HLMW9 Das
Kunsthistorische Museum bot SchülerInnen der Modeschule Michelbeuern die Möglichkeit, neue Dienstuniformen für die
MitarbeiterInnen des Kunsthistorischen Museums zu kreieren. Die SchülerInnen gaben der neuen Dienstkleidung ein
aktuelles Design, welches den Anforderungen eines besucherorientierten Museumskonzeptes entspricht und dieses
unterstützt. Die neuen Uniformen werden in den Museen des KHM ab 2012 eingesetzt. Inspiriert von den
Sammlungen des Kunsthistorischen Museums haben die ModeschülerInnen zudem eine eigene, umfassende Kollektion mit
historischen Bezügen zur Epoche der Renaissance kreiert, die nun in der Ausstellung „Renessenz“ (Wortkreation aus
Renaissance und Essenz) zu bewundern ist. Es entstand eine detaillierte Auseinandersetzung mit speziellen Bereichen der
Bekleidung dieser Zeit: Kragenformen, Wams, Rüstungen etc. aber auch die Linienführung und die Materialien wurden im
Designprozess berücksichtigt. Die Ausstellungsobjekte reflektieren dabei den Einfluss humanistischen Denkens auf die
Rolle des Individuums und dessen Kleidung. ÖFFNUNGSZEITEN: Dienstag bis Sonntag 10 - 18
Uhr; Donnerstag 10 - 21 Uhr Kunsthistorisches Museum Wien - Burgring 5,
1010 Wien Tel. +43 1 525 24- 0; Fax +43 1 525 24- 4099 E-Mail:
info@khm.at - Internet: www.khm.at
Museum für Völkerkunde
Naga – Schmuck und Asche 1. Februar – 11. Juni 2012 Die Naga lebten die längste Zeit von ihren Nachbarn als notorische Kopfjäger gefürchtet und gemieden im
hügeligen Bergland Nordost-Indiens. Sie erzählten über ihr Leben und ihre Welt nicht mit Tinte auf Papier, sondern in
einem kodierten System von Textilmustern, Schmuckdesigns oder Holzschnitzereien - nur für sie selbst verstehbar. Dinge
von beeindruckender Ästhetik, der SCHMUCK, berichteten als Webmuster in Körpertüchern über die erstrebenswerten
Eigenschaften von Frauen und Männern, Ornamente über deren Stellung in der Gesellschaft, Figuren aus Holz ließen
Verstorbene im Andenken weiterleben oder erzählten über getötete Feinde. Lieder und Mythen schließlich erzählten
Geschichten, welche das Repertoire von dinglichen Formen überstiegen. Dann kamen die anderen: zuerst
die britischen Kolonialherren, gefolgt von amerikanischen Missionaren und schließlich indische Soldaten, die bis heute
das Streben nach einem eigenen Staat der Naga unterdrücken. Mit diesen drei Flutwellen von jenseits der eigenen Grenzen
wurde alles anders. Das alte dingliche Vokabular geriet in Vergessenheit, der Schmuck zerfiel zu ASCHE. Nur mehr wenige
Alte können die Zeichen der Vorväter lesen. Sie sind es heute, die der Asche des verbrannten Schmuckes wieder Atem
einhauchen und sie zum Glühen bringt – ein Aufglimmen, das der jungen Generation ein Gefühl für ihre eigenständige
Identität vermitteln soll. Darüber erzählt diese Ausstellung. In der alten Zeit gesammelte Dinge
werden für die Besucher zum Sprechen gebracht, jungst erworbene zeigen Wandel und Rückbesinnung. Auch Naga selbst
erzählen über sich, sei es in Erklärungen direkt an den Besucher adressiert, oder sie singen Lieder, in denen Exponate
eine Rolle spielen. Abenteuer Wissenschaft Etta Becker-Donner in
Afrika und Lateinamerika bis 19. März 2012 Etta
Becker-Donner (1911–1975) war von 1955 bis 1975 Direktorin des Museums für Völkerkunde, Wien. Als erste (und lange Zeit
einzige) Direktorin eines Bundesmuseums war sie eine markante Figur in der österreichischen und internationalen
Museumslandschaft und sie hat auf besondere Weise den Wiederaufbau und die Neuausrichtung des Museums für Völkerkunde
nach den Kriegsjahren geprägt. Ihre Darstellung als heroische Pionierin, die einerseits im „wilden exotischen Urwald“
überlebte und sich später in der männlich dominierten Wissenschafts- und Museumswelt durchsetzte, konstruierte in der
Öffentlichkeit ein Bild von ihr, das zu ihrer eigenen Bekanntheit, aber auch zu jener des Museums und des Faches der
Ethnologie in Österreich beitrug. Auf der anderen Seite warf dieses Image der Abenteurerin einen Schatten auf ihre
wissenschaftlichen und musealen Errungenschaften, die bisher kaum gewürdigt wurden. Die Ausstellung
findet anlässlich des hundertsten Geburtstages von Etta Becker-Donner statt und rückt eine prägnante Auswahl ihrer
Sammlungen aus Liberia, Brasilien und Mittelamerika aus den Beständen des Museums für Völkerkunde ins Zentrum. In der
gezeigten Auswahl bestechen die Masken und Figuren der Dan aus Liberia durch ihre ästhetische Ausdruckskraft. Die
Alltagsgegenstände der Warí aus Brasilien stellen heute faszinierende historische Zeugnisse des Erstkontaktes dar, die
sowohl für die heutige Forschung als auch für die Warí selber einen hohen Stellenwert einnehmen. Die Beispiele aus dem
Bereich der lateinamerikanischen Volkskunst begeistern durch ihre Lebendigkeit, ihre Spiritualität und ihre
Verbundenheit mit der lokalen Festkultur. Der zur Ausstellung erscheinende Katalog gibt zum ersten Mal
einen Überblick über das Lebenswerk dieser beeindruckenden Frau und stellt es in einen zeitgenössischen Kontext.
Wald / Baum / Mensch bis 28. Mai 2012 Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat das Jahr 2011 zum „Internationalen Jahr des Waldes“
erklärt. Mit der Sonderausstellung „WALD“ greift das Museum für Völkerkunde einen höchst aktuellen Diskurs auf und
setzt sich zum Ziel, ausgehend von den eigenen Sammlungsbeständen die Aufmerksamkeit der BesucherInnen auf die
vielfältigen und kulturell bedingten Umgangsformen der Menschen mit dem Thema „Wald und Baum“ zu lenken.
Anhand spezifischer Themenfelder und Schlüsselexponate beleuchtet die Ausstellung aus
kulturanthropologischer Sicht die Variationsbreite, die das Verhältnis zwischen Mensch und Wald bzw. Baum unabhängig
von Zeit und Raum kennzeichnet. Zugleich verweist die Ausstellung auf die Vielfalt der Sammlungsbestände des Museums
für Völkerkunde. ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich außer Dienstag von 10 bis 18
Uhr Museum für Völkerkunde - Neue Burg, Heldenplatz, 1010 Wien
Tel. +43 1 525 24- 0 | Fax +43 1 525 24- 5199 E-mail:
info@ethno-museum.ac.at - Internet:
www.ethno-museum.ac.at
Österreichisches Theatermuseum
Welt der Operette Glamour, Stars und Showbusiness 2. Februar – 24. September 2012 Die Operette war
ursprünglich nicht verstaubt und altmodisch, sondern oft sozialkritisch, humorvoll und immer frivol. Dieses Genre wurde
bis heute nur sehr selten als eigenes kultur-, sozial- und theaterhistorisches Phänomen behandelt – die „leichte Muse“
war keiner genauen Betrachtung wert, wurde sie doch in erster Linie nach der Musik beurteilt und weniger nach den
sozialen Hintergründen und Zusammenhängen. Unterhaltungstheater passte lange Zeit in keine wissenschaftliche Disziplin,
erst in den vergangenen Jahren begann langsam eine differenzierte Auseinandersetzung mit diesem Phänomen.
Heute strömen die Besucher ins Kino, früher stürmten sie Operettentheater und warteten auf Novitäten
und Skandale ihrer Stars. Showbusiness war angesagt, Glamour und Glitter bestimmten die Inszenierungen, die niemals
verstaubt und altmodisch, sondern in der prägenden Zeit der 1920er sozialkritisch, humorvoll und frivol waren. Ihre
Akteure wurden zu Superstars und gesuchten Werbeträgern für Produkte von Zigaretten bis Luxusautos. Wiener Operette
machte auch am Broadway Furore und war ein einzigartiger Exportartikel österreichischer Kultur. Wien
war bis zum Jahr 1938 in besonderem Maße von Operette und Unterhaltungskultur geprägt. Auch heute zehrt man noch von
dieser großen Vergangenheit. Doch wer waren die Menschen, die hinter dieser Entwicklung standen? Die Komponisten, die
Librettisten, die Künstler, die Veranstalter? Niemand konnte eine Operette alleine auf die Bühne bringen; es handelte
sich immer um eine Gemeinschaftsproduktion: Mehrere Autoren und Komponisten arbeiteten Hand in Hand, Persönlichkeiten
wie Richard Tauber interpretierten die Werke in einzigartiger Art und Weise. Die Ausstellung wurde von
Marie-Theres Arnbom und Kevin Clarke kuratiert und von Sam Madwar gestaltet. Sie widmet sich den vielen Seiten der
Operette: Starkult und Kommerz werden ebenso thematisiert wie Sozialkritik, Politik und rassische Verfolgung.
Zauber des bunten Schattens Das chinesische Schattentheater bis 5. März 2012 Das chinesische Schattenspiel hat eine
Geschichte von ca. 1300 Jahren. Zunächst benützten buddhistische Mönche Papierfiguren, um Szenen aus dem Leben Buddhas
zu zeigen. Das sahen die Geschichtenerzähler und bedienten sich dieses Mediums, um ihre Sagen und Legenden zu
illustrieren. Da sich das Papier rasch abnützte, wurden die Schattenfiguren später aus Leder gefertigt. Das
Österreichische Institut für China- und Südostasienforschung besitzt tausende dieser Kunstwerke aus Rinds-, Esel- und
Kamelleder sowie aus Karton und Plastik. Etliche davon sind an die 200 Jahre alt und viele sind von berühmten Meistern
hergestellt worden. Neben den einzelnen Figuren gibt es große Bühnenbilder aus den berühmten Stoffen wie „Reise nach
dem Westen“, „Die Weiße Schlange“ oder „Die Frauengeneräle der Familie Yang“. Außer diesen klassischen Stücken werden
auch Unikate von modernen Schattenspielen gezeigt, welche sich nur im Besitz des Instituts befinden. Die Präsentation
wird sämtliche Stile des chinesischen Schattentheaters zeigen und von Vorführungen eines Schattentheaters aus Changsha,
Provinz Hunan, begleitet werden. Die Ausstellung wird im Rahmen des China-Jahres 2011 gezeigt und ist
eine Kooperation des Österreichischen Theatermuseums und des Österreichischen Instituts für China- und
Südostasienforschung. Heinrich von Kleist, 1777-1811 bis
9. April 2012 „Ein freier denkender Mensch bleibt da nicht stehen, wo der
Zufall ihn hinstößt; oder wenn er bleibt, so bleibt er aus Gründen, aus Wahl des Bessern.“
Als Kleist im Mai 1799 diese Worte an seine Schwester Ulrike schrieb, hatte er gerade seine Wahl getroffen, sich dem
„Zufall“, seiner durch Herkunft und Tradition vorbestimmten Rolle, entgegengestellt und mit der Verwirklichung seines
eigenen Lebensplans begonnen. Nach „sieben unwiederbringlich verlornen Jahren“ im preußischen Militärdienst bat Kleist
1799 um Demissionierung und schrieb sich an der Universität seiner Heimatstadt Frankfurt an der Oder als Student ein.
Die Selbstgewissheit, den richtigen Lebensweg gefunden zu haben, hielt nicht lange; schon nach drei Semestern brach
Kleist sein Studium ab und zu neuen Ufern auf. Kleists ungewöhnlicher und ruheloser Lebensweg führte
ihn durch ein ruheloses Europa. Er war als fast noch Kind schon Offizier, als Student dann älter als die meisten seiner
Kommilitonen, war Reisender, vermeintlicher oder tatsächlicher Spion, Beamter, Kriegsgefangener, Herausgeber,
politischer Propagandist, Boulevardjournalist, die Konventionen kenntnisreich nutzender Nonkonformist – und vor allem
ein Dichter, unter den merkwürdigsten und schwierigsten Bedingungen. Im Ringen um die unbedingte Verwirklichung des
eigenen Anspruchs schuf Kleist in wenigen Jahren ein literarisches und journalistisches Werk, das 200 Jahre später
moderner denn je ist. Die Biographen des 19. und 20. Jahrhunderts sahen Kleist vornehmlich als einen
an der Zeit gescheiterten Dichter, dessen Leben sich folgerichtig auf ein tragisches Ende hin bewegt hatte. Doch nicht
das temporäre oder partielle Scheitern Kleists an sich selbst oder an den Umständen steht im Mittelpunkt der
Ausstellung, sondern seine wichtigen und manchmal überraschenden Entscheidungen. Sein Gedanke vom Lebensplan lässt sich
so bis zu seinem spektakulären Freitod am 21. 11. 1811, dem Höhepunkt seiner Selbstinszenierung, weiter verfolgen.
Als Leitmotiv der Ausstellung anlässlich des Kleistjahres 2011 dienen die Selbstäußerungen Kleists in
seinen Briefen, in all ihrer Widersprüchlichkeit und Zerrissenheit. So entsteht ein Bild des Dichters, das ergänzt wird
mit Exkursen zu einigen seiner Dramen, zum Beispiel dem am 17. März 1810 im Theater an der Wien uraufgeführten
„Käthchen von Heilbronn“, und mit Beispielen seiner journalistischen Tätigkeit als Herausgeber der ersten Boulevard-
und Tageszeitung Berlins. Die gezeigten Exponate reichen vom Autographen des „Zerbrochnen Krugs“, dem einzigen
überlieferten Originalmanuskript Kleists (eine Leihgabe der Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz), über
wertvolle Handschriften aus Wiener und Frankfurter Beständen bis zu den wenigen materiellen Spuren seines Lebens.
Die Ausstellung wurde von Anette Handke und Andreas Kugler kuratiert, von Gerhard Veigel gestaltet und
entstand als Kooperationsprojekt des Österreichischen Theatermuseums und des Kleist-Museums in Frankfurt an der Oder,
das über die umfangreichste Sammlung zu Heinrich von Kleists Leben und Werk verfügt. Spielräume.
Bühnenformen im Modell Acht Beispiele aus der Sammlung des Österreichischen
Theatermuseums verlängert bis 30. Juni 2012 Im
Laufe der Jahrhunderte entwickelten sich die unterschiedlichsten Formen von Bühnen- und Zuschauerräumen. Je nach Epoche
und Weltbild sind Stellenwert und optische Gestaltung der Theaterräume mannigfaltig: Im Mittelalter bilden sakrale oder
profane Orte die Spielbühne, auf der Zuschauer und Darsteller gemeinsam agieren. Das Kirchenschiff oder der Marktplatz
kennzeichnen die Spielorte, zu denen Publikum und Darsteller gemeinsam ziehen, um der meist liturgischen Handlung zu
folgen (Simultanbühne). Erst in der Renaissance und in der Barockzeit ließen Herrscher, adelige
Familien oder reiche Kaufleute und Stadtherren als Machtdemonstration und zu Repräsentationszwecken eigene Gebäude für
den Theaterspielbetrieb erbauen. Der Zuschauerraum wird nun durch das Proszenium vom Bühnenraum getrennt. Es entstand
die Guckkastenbühne, wie sie auch heute noch in den großen Opern- und Sprechtheatern präsent und prominent ist. Bis in
das 20. Jahrhundert blieb diese Bühnenform der Rahmen für illusionistisches Dekor zur Illustration der Handlung.
Für einen raschen Szenenwechsel werden bemalte Leinwände (Kulissen) auf fahrbare Rahmen gespannt und
hintereinander gestaffelt in den „Guckkasten“ gesetzt und hin- und herbewegt (Kulissenbühne); der Bühnenboden als
Scheibe auf drehbare Konstrukte gestellt, intensiviert und fördert einen ungebrochenen Handlungsablauf (Drehbühne).
Programmatische Schriften, Theaterarbeiten engagierter Architekten und Theateravantgardisten sowie
nicht zuletzt technische Errungenschaften, wie die Einführung des elektrischen Lichts in den Theatern, ließen
Experimente im Umgang mit dem Bühnenraum zu. Das Modell der Raumbühne von Friedrich Kiesler oder die Idee von Hans
Fritz, aus Würfeln und anderen geometrischen Formen ein Bühnenbild zu abstrahieren, stehen stellvertretend für Versuche
einer Neuorientierung im Bühnen- und Theaterbau. Exemplarisch können die ausgewählten Modelle nicht
nur einige formale Kriterien der Spielräume, sondern auch die unterschiedlichen Positionen des Publikums zur Bühne
zeigen. Wie sich der Darstellungsstil im Zusammenhang mit der Bühnenform verändert – vom Simultanspiel über das
Rampenspiel zum Raumspiel – kann so anschaulich erläutert und nachvollzogen werden. ÖFFNUNGSZEITEN:
Täglich außer Dienstag 10 bis 18 Uhr Österreichisches
Theatermuseum - Lobkowitzplatz 2, 1010 Wien Tel.: (+43 1) 525 24 - 3460; Fax: (+43 1) 525 24 -
5399 E-mail: info@theatermuseum.at - Internet:
www.theatermuseum.at
Österreichische Galerie Belvedere
Kokoschka sucht einen Rahmen Unteres Belvedere, Orangerie
1. Februar – 26. Februar 2012 Ein Designprojekt des
Belvedere in Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst. Einige Werke aus der Sammlung der
Zwischenkriegszeit bzw. des 20. Jahrhunderts benötigen einen neuen Rahmen, so auch das Gemälde Dr. Bassa’s
Magische Form (1951) von Oskar Kokoschka. Diese Notwendigkeit förderte die Idee zu Tage, einen
„Belvedere-Rahmen“ zu kreieren. In Zusammenarbeit mit den Studenten der Industrial Design Klasse von Paolo
Piva wird seit drei Semestern an diesem Projekt gearbeitet. Im Februar ist es dann soweit: In der
Orangerie des Unteren Belvedere werden die innovativen Projekte präsentiert. Durch eine internationale Jury wird ein
Prototyp zum Sieger gekürt und in weiterer Folge zum rahmenden „Markenzeichen“ für die genannte Sammlung werden. Als
erster darf sich das Ölbild von Kokoschka auf die neue Rahmung freuen! Eine Kooperation des Belvedere
mit der Universität für angewandte Kunst Wien Projektleitung Angewandte: Marcus Bruckmann, Katrin
Sailer Ausstellungsgestaltung Angewandte: Christian Ruschitzka, Christian Steiner
Projektbetreuung Belvedere: Harald Krejci, Kerstin Jesse Unteres Belvedere,
Orangerie - Rennweg 6, 1030 Wien ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10 bis 18 Uhr,
Mittwoch 10 bis 21 Uhr Gustav Klimt / Josef Hoffmann. Pioniere der
Moderne Unteres Belvedere bis 4. März 2012 Das Belvedere besitzt die weltgrößte Sammlung von Gemälden Gustav Klimts und präsentiert den berühmten
Künstler im Herbst 2011 gemeinsam mit dem kongenialen Architekten und Gestalter Josef Hoffmann. Die intensive
Zusammenarbeit der beiden setzte mit der Beethovenausstellung (1902) in der Wiener Secession sowie dem Palais Stoclet
(1905-1912) in Brüssel im Bereich des Gesamtkunstwerks neue Maßstäbe in Europa. Zahlreiche Werke wie z.B. Klimts
Bildnis Fritza Riedler, in dem sich Hoffmanns charakteristische Handschrift deutlich wiederspiegelt,
belegen die wechselseitigen Einflüsse dieser Pioniere der österreichischen Moderne, die die umfassende
Sonderausstellung auch in Bezug zur Wiener Werkstätte untersucht. Eine Ausstellung in Kooperation mit
den Königlichen Museen Brüssel. Kurator: Alfred Weidinger Unteres
Belvedere - Rennweg 6, 1030 Wien ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10 bis 18 Uhr,
Mittwoch 10 bis 21 Uhr Utopie GESAMTKUNSTWERK 21er Haus
bis 20. Mai 2012 Die Ausstellung Utopie
GESAMTKUNSTWERK präsentiert einen zeitgenössischen Blick auf die historische Idee des Gesamtkunstwerks. Mit
gebotener Skepsis greifen Künstler diese historische Denkfigur heute wieder auf und hinterfragen damit auch die
Geschichte der Moderne kritisch: Mit dem Umbruch der Avantgarde nach 1918 und den Werktheorien von Schwitters, Duchamp
oder Artaud trat in der Kunst ein ganzheitliches und gesellschaftskritisches Denken in Kraft. Die
ursprünglich rein ästhetische Idee des Gesamtkunstwerks erfuhr dadurch eine Neudefinition, die über sozial- und
institutionskritische Kunst auf eine Erneuerung der Gesellschaft abzielte. Gesellschaftliche
Entwicklungen wie Neoliberalisierung, Standardisierung und Funktionalisierung, aber auch die politische Neuordnung nach
dem Fall des Eisernen Vorhangs oder die Ereignisse des 11. September wirken sich heute auf soziale Dynamiken aus und
sorgen für Verunsicherung. Der Wunsch, diese Gesellschaft wieder lebenswerter zu machen, und die Frage, welche
Lebensmodelle noch oder wieder möglich sind, stehen deshalb auch zunehmend im Brennpunkt künstlerischen Interesses.
Anhand von 54 nationalen und internationalen Positionen wird in Utopie
GESAMTKUNSTWERK die Kunst nach 1960 zu den Möglich- oder Unmöglichkeiten befragt, die übrig gebliebenen
Fragmente der Idee des Gesamtkunstwerks neu zu lesen. In einem übergreifenden Display hat die
Künstlerin Esther Stocker für Utopie GESAMTKUNSTWERK eine Bühne für Arbeiten von Künstlern wie Walter
Pichler, Constanze Ruhm, Hans Hollein, Joseph Beuys, VALIE EXPORT, Liam Gillick, Una Szeemann, Jason Rhoades, Gerwald
Rockenschaub, Thomas Hirschhorn oder Christoph Schlingensief geschaffen. Kuratoren: Bettina
Steinbrügge, Harald Krejci 21er Haus - Schweizergarten, Arsenalstraße 1,
1030 Wien Tel. +43 1 795 57 -707 / E-Mail: public@21erhaus.at ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch bis Sonntag 10 bis 18 Uhr Österreichische Galerie Belvedere - Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien Tel. +43 1 795 57 -
134; Fax: +43 1 79557 - 121 E-Mail: public@belvedere.at -
Internet: www.belvedere.at
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst
Magie der Vielfalt Das MAK als angewandter Raum der Zukunft 15. 02. – 25. 03. 2012 Eröffnung:
Dienstag, 14. Februar, 19.00 Uhr MAK-Ausstellungshalle
Im Rahmen einer konzeptuellen Präsentation werden die Ergebnisse des experimentellen Projekts MAP – Memory and
Progress. Das MAK erforscht seine Zukunft, bei dem in zahlreichen öffentlichen Diskussionsrunden das
kulturelle Gedächtnis des Museums durchgearbeitet und die vom MAK präsentierten Vorschläge für die kommenden Jahre
erörtert werden, erfahrbar gemacht. Kuratiert vom MAK, gestaltet von Krüger & Pardeller, bietet diese
Arbeitspräsentation dem Museum und der Öffentlichkeit Gelegenheit zur weiteren Information und Stellungnahme.
Kuratoren Rainald Franz, interimistischer MAK-Kustode Glas und Keramik,
Bärbel Vischer, MAK-Kustodin Gegenwartskunst Künstler im Fokus #11 Walter Pichler. Skulpturen Modelle Zeichnungen bis 26. 02.
2012 MAK-Schausammlung Gegenwartskunst Walter Pichler ist einer der
bedeutendsten visionären Künstler der Gegenwart. Seine Bilder, Objekte, Installationen und Architekturen, die den Ort
der Kunst selbst zum Gegenstand erklären, spiegeln eine radikale räumliche und zeitliche Aura wider. Ausgangspunkt
aller Arbeiten ist die Zeichnung, die gemeinsam mit der Skulptur ein subtiles narratives Netzwerk umspannt. Pichler
beobachtet und gestaltet die Welt: Zugunsten der Darstellung mit reduzierten Mitteln vereint er Mikround Makrokosmos.
Kuratorin Bärbel Vischer Zur Ausstellung erscheint die Publikation "WALTER PICHLER.
Skulpturen Modelle Zeichnungen“, MAK Wien (Hg.), deutsch/englisch, ca. 112 Seiten, mit ca. 90 meist farbigen
Abbildungen, MAK Wien / Jung und Jung Verlag, 2011. Die Reihe KÜNSTLER IM FOKUS zeigt essenzielle
Werkgruppen maßgeblicher zeitgenössischer Künstler in konzentrierten Einzelpräsentationen. Ein zentraler Aspekt dabei
ist die Realisierung notwendiger Ankäufe durch Sponsoren zur Erweiterung und Ergänzung der Sammlung, die aufgrund der
prekären finanziellen Situation des MAK seit der Umwandlung des Museums in eine Wissenschaftliche Anstalt öffentlichen
Rechts unmöglich geworden sind. DAS GROSSE WIENER KAFFEEHAUS-EXPERIMENT Phase II & Die Versuchsanordnung Verlängert bis 4. März
2012 MAK DESIGN SPACE Was soll das Kaffeehaus von morgen können? Seit
März dieses Jahres untersuchen ausgewählte Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Wiener Kreativszene diesen kulturellen
und sozialen Knotenpunkt Wiens. Unter der Regie des Kaffeehaus-Experten Gregor Eichinger und der Anleitung von
raumlaborberlin, Antenna Design, New York und Studio Andrea Branzi, Mailand wurden in drei Design-Labs neue Ansätze
erarbeitet. Eine begleitende und stetig wachsende Recherche-Ausstellung von Julia Landsiedl, MAK-Designer-in-Residence
2011, lieferte auswertbare Inputs (Phase I). In der Phase II werden
acht der einundzwanzig erarbeiteten Konzeptideen in einer Versuchsanordnung – einem Kaffeehaus-Testbetrieb in der
MAK-Säulenhalle – erprobt (bis 16. Oktober). Mittels einer Web-Applikation können alle Konzepte mit den vorhandenen
Geräten oder mit dem eigenen Smartphone* hier im „Museumslabor“ abgerufen und kommentiert, sogar zu einer eigenen
Auswahl zusammen gestellt werden. Der visualisierte Ideenpool bietet eine Übersicht, geclustert nach Schlagworten wie
„Gesamtkonzepte“, „Möbel“ oder „Separieren“ und „Exponieren“. Werden Sie mit Ihrer Meinung Teil des Experiments und des
Entwicklungsprozesses! Die Ausstellung im MAK DESIGN SPACE zeigt zudem den bisherigen Verlauf im Labor
und wertet den Testbetrieb der Versuchsanordnung und der acht Prototypen aus. Die Mischung aus
Traditionellem und Innovativem, wie neuartige Kommunikationsmöbel oder alternative Bildungssysteme, zeigt den
Spannungsbogen der erarbeiteten Projekte, die formal keine radikale Abwendung vom typischen Wiener Kaffeehaus suchen.
Investigativer Schwerpunkt aller Projekte war das soziale und kommunikative Potential des Ortes. Die vorläufigen
Ergebnisse sind dabei so heterogen wie das Team dieser kurzzeitigen, aber intensiven Forschungsgemeinschaft.
Mit Arbeiten von Patrycja Domanska, Ines Fritz, Mario Gamser, Felix Gieselmann, Lena Goldsteiner,
Andrea Hoke, Eva Kees, KIM+HEEP, Tanja Lightfoot, Stefan Rozporka, taliaYsebastian, Magdalena Vogl u.a.
Forschungsregie Gregor Eichinger Kurator Thomas Geisler, MAK-Kustode Design
Designer in Resdence Julia Landsiedl Besonderen Dank für die freundliche Unterstützung
und Zusammenarbeit an Fachgruppe Wien der Kaffeehäuser / Wirtschaftskammer Wien, fluxguide, Klub der Wiener
Kaffeehausbesitzer, Neue Wiener Werkstätte, Julius Meinl Austria, Wiener Wasserwerke. MICHAEL
WALLRAFF looking up. vertical public space bis 04.
03. 2012 MAK-Galerie Michael Wallraff ist eingeladen, einen
grundlegenden Einblick in seine konzeptionelle Arbeitsweise zu geben. Im Mittelpunkt seiner Architekturauffassung steht
die Stadt als dynamische Struktur und kreatives Potential. Sein aktuelles Forschungsprojekt, das 2008 eine Förderung
der Kreativagentur der Stadt Wien departure gewann, entwickelt Wallraff in der MAK-Galerie als
raumgreifende Installation. Anhand von Modellen und Animationen zu Entwürfen und Bauten untersucht er die Dimension der
Vertikalität im öffentlichen Raum und skizziert experimentelle Szenarien zukunftsweisender Stadtplanung. Wallraff nahm
1999 am MAK-Schindler-Stipendiatenprogramm in Los Angeles teil und gründete 2004 das Wiener Architekturbüro.
Kuratorin Bärbel Vischer Publikation „Michael Wallraff.
Vertikaler öffentlicher Raum / Vertical Public Space“, MAK Wien (Hg.), mit Beiträgen von Klaus Bollinger/Arne Hofmann,
Brigitte Felderer, Bart Lootsma, Christoph Thun-Hohenstein und Bärbel Vischer sowie mit Projekttexten und
programmatischen Texten von Michael Wallraff Architekten, deutsch/englisch, ca. 176 Seiten, ca. 190 Abbildungen, MAK
Wien / Verlag für moderne Kunst Nürnberg 2011, € 28. Erhältlich im MAK Design Shop. GÔM
SÚ’ 2000 Jahre Keramik aus Vietnam bis 25. 03.
2012 MAK-Schausammlung Asien Für kaum ein anderes Land ist die eigene
Keramik-Geschichte so identitätsbildend wie für Vietnam, in dem historische Monumente und Kunstwerke durch Kriege und
Katastrophen unwiederbringlich zerstört wurden. Vor allem keramische Arbeiten können direkten Einblick
in die Kulturgeschichte geben, da sich daran Techniktransfer und eigenständige Weiterentwicklungen so gut ablesen
lassen wie an kaum einem anderen Material. Erstmals in Wien und in dieser Vollständigkeit wird die
anhaltende jahrtausendealte Tradition dieses Kunsthandwerks und damit der Beitrag Vietnams zur Weltkultur dokumentiert.
Durch diese Ausstellung, die mit Leihgaben einer Privatsammlung bespielt wird, aus der schon die Schau
„Crossover“ (2010/2011) zusammengestellt wurde, soll auch die europäische Kenntnis ost- und südostasiatischer Keramiken
korrigiert werden, die vor allem durch den jahrhundertelangen Export chinesischer und japanischer Porzellane geprägt
ist. Die Ausstellung wird von einer Videoinstallation von Nives Widauer begleitet; Das 2006
entstandene Slow-Motion-Video kambium wird dreifach auf die Plateaus in der Saalmitte projiziert und setzt die erdige
Farbigkeit der Keramiken aus Vietnam in einem heutigen Medium fort. Die meditativen Naturaufnahmen unterstreichen die
ruhige Atmosphäre der Ausstellung und Ausstellungsarchitektur. Kurator Johannes Wieninger, MAK-Kustode
Asien Sonderführungen nach Voranmeldung: Gabriele
Fabiankowitsch, Tel. (+43-1) 711 36-298 oder education@MAK.at Die zweite Haut Objekte zum Verpacken und Bewahren bis 01. 04. 2012 MAK-Studiensammlung Metall
Der Vielfalt an Verpackungen, wie Truhen, Kästchen oder Futteralen, vom Mittelalter bis zur Gegenwart,
ist die Ausstellung gewidmet. Zu sehen sind rund 80 Objekte, wobei das älteste eine Büchse aus Leder und Eisen aus dem
14. Jahrhundert ist. Um die Vielfalt der Formate und Materialien dieser Behältnisse zu demonstrieren,
werden weitere entsprechende Beispiele – teils mit Inhalt – aus den Beständen der MAK-Sammlungsbereiche Asien, Glas und
Keramik, Möbel und Holzarbeiten sowie Textilien und Teppiche und aus der Bibliothek gezeigt. Vor allem die älteren
Exponate sind verziert und mit sparsamem oder flächen-deckendem Dekor versehen. Dazu gehören Schatullen, Kästchen oder
Schachteln ebenso wie Kabinett-schränke, die zur Lagerung zum Beispiel von Münzen, Medaillen, Steinen, Schmuck etc. von
den Sammlern in Auftrag gegeben wurden. Kuratorin Elisabeth Schmuttermeier, MAK-Kustodin Metall und
Wiener-Werkstätte-Archiv ALLERHAND! Fächer und Handschuhe aus der
MAK-Sammlung bis 01. 04. 2012
MAK-Studiensammlung Textil Die Ausstellung ALLERHAND! stellt ausgewählte Fächer und Handschuhe aus
sieben Jahrhunderten ins Rampenlicht und präsentiert nach der Taschen- Ausstellung LEDER, STOFF UND REISSVERSCHLUSS
einen weiteren Aspekt der MAK-Sammlung Textil zum Thema „Accessoire“. Beide Objekttypen unterstreichen
die Gestik der Hand: über die naheliegende Funktion hinaus gelten sie als wirkungsvolle Instrumente der Koketterie. Die
Ausstellung ALLERHAND! veranschaulicht die Ursprünge ebenso wie die Verwendung der Objekte u.a. in der Liturgie, bei
Hof oder als Werbefläche. Die meisten Exponate stammen aus der Sammlung Albert Figdor, die japanischen
Fächer aus dem ehemaligen k.k. Orientalischen Museum (beide Wien). Fächer aus dem europäischen Barock – reich bemalt
und inhaltlich in galanten Festen und antiker Mythologie schwelgend – und der japanischen Edo Periode (1603–1868)
nehmen aufgrund ihrer Bedeutung innerhalb der MAK-Sammlung einen besonderen Platz in der Ausstellung ein. Zu den
ältesten Stücken wiederum zählen zwei außerordentlich seltene Radfächer aus dem europäischen Spätmittelalter, die
gemeinsam mit in Gold gestrickten Handschuhen für den kirchlichen Gebrauch gezeigt werden. Die heute am
weitesten verbreitete Fächerform, der Faltfächer, wurde durch portugiesische Seefahrer im Laufe des 16. Jahrhunderts
importiert. Sie illustriert einen kulturellen Transfer, der von den Höfen der Iberischen Halbinsel ausgehend ganz
Europa eroberte. Seltene Objekte aus Japan – zum Beispiel bemalte, unmontierte Fächerblätter oder ein mit recycelten
Fächerblättern des 18. Jahrhunderts dekorierter Paravent – demonstrieren Stile und Varianten ebenso wie die Vielfalt
der Sammlung. Anfangs nicht eindeutig feminin konnotiert, entwickelte sich der Fächer im Europa des 18.
und 19. Jahrhunderts zu einem der wichtigsten Accessoires der höfischen Damenwelt. Handschuhe hingegen wurden von
beiden Geschlechtern gleichermaßen getragen und je nach Stand des Trägers und Verwendungszweck in unterschiedlichen
Materialien wie Leder, Wolle oder Seide sowie mit oder ohne Dekor gefertigt. Fächer und Handschuhe waren und sind
Träger unterschiedlicher Moden und sozio-kultureller Strömungen. Die Gegenüberstellung historischer und
zeitgenössischer Objekte von Künstlern und Designern, etwa einer Handschuh- Kreation von Meret Oppenheim (1985),
erlaubt, Entwicklungen innerhalb der einzelnen Themenkreise hervorzuheben und zu hinterfragen. Soziale
und modische Faktoren trugen dazu bei, dass Fächer und Handschuhe in Vergessenheit gerieten: Erstere werden heute
vorrangig als „Werbeflächen“ genützt, während zweitere meist praktischen Zwecken dienen, obwohl ihnen als
anspruchsvolle Accessoires ein Platz gleichrangig neben Taschen zustünde. Diese Ausstellung lädt den Besucher dazu ein,
ihnen gebührend Aufmerksamkeit zu widmen und sich der Komplexität ihrer Verwendungsarten und Bedeutungen bewusst zu
werden. Kuratorin Barbara Karl, MAK-Kustodin Textilien und Teppiche Sonderführungen nach Voranmeldung: Gabriele Fabiankowitsch, Tel. (+43-1)
711 36-298 oder education@MAK.at ERSCHAUTE BAUTEN Architektur im Spiegel zeitgenössischer Kunstfotografie bis 22. 04. 2012 MAK-Ausstellungshalle Die Ausstellung
beschäftigt sich mit zeitgenössischer Kunstfotografie sowie ihrer Wirkung auf das Verständnis von Architektur und
stellt die wechselseitige Beein- flussung der beiden Kunstricht- ungen dar; ein Unternehmen, das das Anliegen des MAK
wider- spiegelt, Kunst/Architektur/ Design sowie deren Schnittstellen zu thematisieren, disziplinüber- greifend zu
verbinden und zu erforschen, ob – und wie – sie transformiert werden können. ERSCHAUTE BAUTEN.
Architektur im Spiegel zeitgenössischer Kunstfotografie versammelt in erster Linie Werke der einflussreichsten
zeitgenössischen Künstler, die mit ihren Fotografien in den letzten Jahren einen Wandel der Sichtweise und des
Stellenwerts der Fotografie bewirkt haben. Ihr prüfender und oft kritischer Blick auf Architektur feiert dennoch diese
Architekten und die zukunftsweisende Bedeutung der Bauten. Sowohl Künstler als auch Ausstellung konzentrieren sich auf
Bauten des 20. und 21. Jahrhunderts mit Kultstatus, darunter Werke von Proponenten der Moderne wie Frank Lloyd Wright,
Erich Mendelsohn, Berthold Lubetkin und der Tecton Group, Ludwig Mies van der Rohe, Le Corbusier, Philip Johnson und
Ernst Plischke sowie zeitgenössischer Architekten wie Frank O. Gehry, Herzog & de Meuron, Kenzo Tange und Peter
Zumthor. Neben den genannten Architekten kommt in dieser Ausstellung Rudolph M. Schindler besondere Bedeutung zu, mit
dessen Vermächtnis das MAK eine langjährige ganz besondere Beziehung verbindet – nicht zuletzt führte diese zur
Gründung des MAK Center for Art and Architecture in Los Angeles sowie des MAK-Schindler-Stipendiaten- programms in den
Mackey Apartments. U.a. ließen sich Künstler wie etwa Candida Höfer und Hiroshi Sugimoto von Schindlers Bauten zu ihren
Arbeiten inspirieren. In acht Themenkreise – Restaurierung, Reanimation, Wohnen, Utopische Visionen,
Dekonstruktion, Fragmentierung, Kritik und Systemanalyse – unterteilt, greift die Ausstellung sowohl für die
Kunstfotografie als auch für die Architektur relevante Diskurse auf. So bietet ERSCHAUTE BAUTEN. Architektur im
Spiegel zeitgenössischer Kunstfotografie ein breites Spektrum von Anreizen und Fragestellungen für Kunst-,
Architektur- und Designinteressierte sowie all jene, die vom Anliegen des MAK, zeitgenössische Kunst und Kultur
auszustellen und zu kontextualisieren, fasziniert sind. Kurator Simon Rees Führungen: Sa, So 16.00 Uhr Durchgehender Informationsdienst und Kurzführungen: Sa 14.00–16.00 Uhr Sonderführungen nach
Voranmeldung: Gabriele Fabiankowitsch, Tel. (+43-1) 711 36-298 oder
education@MAK.at MAK/zine Anlässlich der Ausstellung startet das MAK in Zusammenarbeit mit dem Volltext Verlag das mehrmals
jährlich erscheinende, zweisprachige Magazin MAK/zine (deutsch/englisch), dessen erste Ausgabe sich dem Verhältnis von
Kunst, Architektur und Fotografie widmet. Erhältlich im MAK Design Shop und bei ausgewählten Buch- und
Zeitschriftenhändlern in ganz Europa um € 9,90. Patrick Rampelotto. Adventures in Foam Ausstellungsreihe ANGEWANDTE KUNST. HEUTE bis 06. 05.
2012 MAK-Studiensammlung Möbel Im Rahmen einer neuen Kooperation mit
der Universität für angewandte Kunst startet eine Ausstellungsreihe, die Arbeiten von Absolventen der Angewandten im
musealen Rahmen präsentiert. Unter dem Aspekt „Angewandte Kunst Heute“ werden drei Ausstellungen pro Jahr programmiert,
die jeweils in einer Einzelpräsentation resultieren. Die erste Ausstellung widmet sich dem Designer
Patrick Rampelotto. Rampelotto (geb. 1978) forscht in seiner Ausstellung nach neuen Formen und
Strategien in Verbindung mit einem ungewöhnlichen Material: Polypropylenschaum. Frei nach Claude Lévi-Strauss (La
pensée sauvage, 1962, dt.: Das wilde Denken, 1968) bezieht sich der Designer bei seinem Abenteuer auf den Begriff der
Bricolage (fr. Bastelei) als einen nicht vorgezeichneten Prozess, eine Bewegung mit möglichen Abweichungen.
Kuratorin Marlies Wirth Ausstellungsreihe ANGEWANDTE KUNST. HEUTE Der
Begriff „angewandte Kunst“ ist, im Unterschied zu konkreteren Spartenbezeichnungen, dazu in der Lage, nicht nur die
Tendenzen eines zunehmend konzeptuellen und „künstlerischen“ Designs zu fassen, sondern auch jene zeitgenössischen
Entwicklungen, in denen die „freie“ Kunst ihren Gebrauchswert kritisch hinterfragt und durch konkrete Dienstleistungen,
Nutzungsangebote und Grundlagenforschung für zukunftsweisende Denkansätze und Wirkungsbereiche permanent erweitert.
Dabei wird weniger der Autonomieanspruch der freien Kunst in Frage gestellt, als vielmehr ein Potential deutlich, das
das Begriffsfeld der „angewandten Kunst“ ausdehnen und erweitern könnte. ÖFFNUNGSZEITEN:
Di MAK NITE© 10–24 Uhr, Mi–So 10–18 Uhr, Mo geschlossen Jeden Samstag©
Eintritt frei. MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst - Stubenring 5, 1010
Wien Tel (+43-1) 711 36-298; Fax (+43-1) 711 36-388 E-Mail: office@MAK.at - Internet: www.MAK.at
Architekturzentrum Wien
Glenn Murcutt. architecture for place Veranstaltungsort: Architekturzentrum Wien
- Alte Halle Ausstellung: bis 13. Feber 2012 Öffnungszeiten: Täglich 10:00 – 19:00 Uhr Tickets: EUR
7,00 / EUR 4,50 ermäßigt / freier Eintritt für medium partner Glenn Murcutt, Pritzker Preisträger
(2002) und Australiens international anerkanntester Architekt, verwirklicht beharrlich ein mittlerweile umfassendes
Werk hoher Komplexität. Während der letzten 40 Jahre sind mehr als 500 Bauten entstanden, alle in Australien, fast
ausschließlich Wohnhäuser und bis auf wenige Ausnahmen von ihm alleine entworfen, geplant und unter seiner Aufsicht
umgesetzt. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl dieser Projekte und nähert sich der Arbeitsweise Murcutts vor allem
auch über seine Zeichnungen, die für ihn ein essentielles Instrumentarium der Entdeckung darstellen. „Architektur
bereitet die fantastische Möglichkeit des Entdeckens … Es ist wie die Arbeit des Wissenschafters, der zwar die Antwort
noch nicht kennt, dafür aber den Weg dorthin … Das ist es, was mich antreibt, die Lust, den Weg der Entdeckung zu
beschreiten.“ Die Fotografien von Anthony Browell legen Zeugnis über die Harmonie von Gebäude und Natur ab und lassen
anhand der architektonischen Grundsätze Murcutts die frühzeitige Vorwegnahme des internationalen Trends zur
Nachhaltigkeit erkennen. Eine Ausstellung der Architecture Foundation Australia in Zusammenarbeit mit
dem Architekturzentrum Wien a_schau. Österreichische Architektur im 20. und 21.
Jahrhundert Architekturzentrum Wien - Neue Halle Ausstellung:
seit 13. Oktober 2005 Öffnungszeiten: Täglich 10:00 –
19:00 Uhr Tickets: EUR 7.- / EUR 4,50 ermäßigt Mit der a_schau öffnet
das Architekturzentrum Wien sein permanentes Schaufenster zur baukulturellen Identität des Landes, und präsentiert
damit 150 Jahre beachtliche heimische Architekturgeschichte erstmals in einer Ausstellung in Österreich. Auf 300m2
werden rund 170 ArchitektInnen mit 420 Bauten in den neun Bundesländern vielschichtig und abwechslungsreich
vorgestellt. Rahmenprogramm: a_schaufenster Das
“a_schaufenster" als neues Rahmenprogramm der a_schau bietet mehrmals pro Jahr kostenlose Einblicke zu verschiedenen
Themenschwerpunkten innerhalb der Ausstellung. Jedes der temporären Schaufenster wird durch Archivmaterialien oder
Modelle repräsentiert, die bis zum nächsten Termin ausgestellt bleiben. Im Rahmen eines Gesprächs mit
eingeladenen ArchitektInnen und/oder ExpertInnen werden spezifische Fragestellungen anhand der Exponate erörtert.
mehrmals pro Jahr, Termin jeweils Mittwoch, Beginn 18 Uhr, Neue Halle
Die Ausstellung 10 Episoden schärfen den Blick auf die
relevantesten Phänomene und Strömungen. Die chronologische Abfolge bestimmter Phasen der
Architekturentwicklung wird dadurch inhaltlich gefasst und unter bestimmten thematischen Gesichtspunkten beleuchtet.
Parallel zu den Themenbereichen werden in einem "Zeitregal" die historisch relevanten Daten zur Zeit-, Kultur und
Architekturgeschichte von 1850 bis heute präsentiert. Portraitfotos und Kurzbiografien der in der Ausstellung
vertretenen ArchitektInnen bilden einen Stammbaum der wichtigsten "Köpfe" der österreichischen Baukunst. Als Spezifikum
der österreichischen Architekturentwicklung und als alltagsnaher Themenstrang bildet die "Kleine Geschichte des
Wohnens" einen Schwerpunkt entlang der Chronologie. In der Ausstellung wird der gesamte Fundus der
Medien zur Architekturpräsentation adäquat eingesetzt: Pläne, Skizzen, Texte, Fotos, Modelle und Filme erwecken das 20.
Jahrhundert zum Leben und leiten in die Gegenwart über. Kuratorinnen: Gabriele Kaiser, Monika Platzer
Wissenschaftliche Mitarbeit: Gudrun Hausegger, Sonja Pisarik, Ute Waditschatka
Ausstellungsgestaltung: Design Studio Walking-Chair, Wien a_schau. Das
Buch Das Buch “Architektur in Österreich im 20. und 21. Jahrhundert" bietet auf knapp
400 Seiten anhand von zehn thematisch/chronologischen Episoden einen Streifzug durch das historische und
zeitgenössische Architekturschaffen Österreichs und widmet sich in einem gesonderten Erzählstrang dem Thema Wohnen.
Birkhäuser Verlag, 2006; Hg. Az W; ISBN-10: 3-7643-7693-7. 400 Seiten, ca. 1.000 Abb., € 51,30. Erhältlich in der Az
W-Info, im E-Shop sowie im ausgewählten Fachbuchhandel. ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10:00 –
19:00 Uhr Architekturzentrum Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Telefon +43 (1) 522 31 15; Fax +43 (1) 522 31 17 E-Mail: office@azw.at - Internet: www.azw.at
Kunsthalle Wien
Sergey Shestakov Fahrt in die Zukunft – Stop #1: Tschernobyl KUNSTHALLE wien project space, 03. Februar – 23. März
2012 Eröffnung: 02. Februar, 19:00 Uhr Zur Ausstellung: Olga Sviblova (Kuratorin) Lucas
Gehrmann (Kurator Kunsthalle Wien) Der Künstler ist bei der Eröffnung anwesend!
Tschernobyl – ein Ort, der zu einem Begriff wurde für das absolut Schreckliche, für die Präsenz des unsichtbaren, die
Dimensionen von Zeit und Raum zersetzenden Todes. Tschernobyl ist auch ein Symbol für technisches, politisches und
damit menschliches Versagen, die Dystopie schlechthin. In der 30 Kilometer weiten Sperrzone um Tschernobyl, in der seit
35 Jahren das Leben erloschen ist, hat sich der Moskauer Fotograf Sergey Shestakov auf Spurensuche begeben.
Ausgestorbene Straßen, verlassene Häuser und zurückgelassene Gegenstände zeigen eine verfallende Stadt, in der sich
nichts regt, in der nichts lebt. Der Titel „Fahrt in die Zukunft“ deutet an, dass der Schrecken der Vergangenheit
zugleich als Warnung vor einer möglichen Zukunft steht: von Tschernobyl ist der gedankliche Weg zu Fukushima nicht
weit. „Die Arbeiten von Sergey Shestakov sind keine Erinnerungen an die Vergangenheit, sie bringen vielmehr den
Betrachter zum Fühlen und zum Nachdenken – vor allem über die Zukunft.“ (Olga Sviblova) KuratorInnen:
Olga Sviblova (Direktorin des Multimedia Art Museums, Moskau) Lucas Gehrmann
(Kunsthalle Wien) Die Ausstellung ist eine Kooperation der Kunsthalle Wien mit The Moscow City
Government, Multimedia Art Museum, Moscow (Moscow House of Photography) Kunsthalle Wien
project space - Karlsplatz, Treitlstraße 2, 1040 Wien ÖFFNUNGSZEITEN: Di
- Sa 13 - 24 Uhr; So, Mo 13 - 19 Uhr more passion, f**k fashion young souls, new views KUNSTHALLE wien, halle 1,
17. Februar – 01. April 2012 Eröffnung:
16. Februar, 18:00 Uhr Ein Ausstellungsprojekt der GRAPHISCHEN in
Kooperation mit der KUNSTHALLE wien und KulturKontakt Austria im Rahmen des Mode und Fotografie Schwerpunkts
Ein Gruppe von Studierenden der Graphischen präsentiert in der Ausstellung ausgewählte Arbeiten, die
in Auseinandersetzung mit dem Modeschwerpunkt der Kunsthalle Wien entstanden sind. Thematisiert werden neben der
Hysterie der Modewelt auch schicke Hunde, Porno-Projektionen, Papparazzi-Opfer – freies Assoziieren ist gefragt!
ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10 - 19 Uhr; Donnerstag 10 - 21 Uhr Urs Fischer. Skinny Sunrise KUNSTHALLE wien, halle 2,
17. Februar – 28. Mai 2012 Eröffnung:
16. Februar, 19:00 Uhr Begrüßung: Thomas Häusle (Präsident Kunsthalle
Wien) Zur Ausstellung: Angela Stief (Kuratorin Kunsthalle Wien) Urs Fischer ist
anwesend! Urs Fischer setzt mit seiner multimedialen Kunst, die trotz seiner Fotografenausbildung
zutiefst in der Skulptur verankert ist, große Gesten in Popattitüde. Auf der Suche nach der Eigendynamik eines jeden
Kunstwerks kultiviert er das scheinbar Verunglückte und macht den Zufall zu einem integralen Bestandteil seiner Arbeit.
In einem bildhauerischen Balanceakt spielt der 1973 in der Schweiz geborene Künstler-Jongleur, der in New York lebt und
arbeitet, mit den Dimensionen Ball. Egal ob groß oder klein, leicht oder schwer, Licht oder Schatten, Urs Fischer geht
es nicht um effekthascherische Maximalwerte, ästhetische Radikalmaßnahmen und kunsthistorische Querverweise, seine
gleichermaßen abstrakte wie figurative Kunst berührt die Wurzeln der Formfindung. Durchaus unkonventionellen
Materialien wie Styropor, Spiegelglas und Leim schreibt er, wie den abbrennenden Skulpturen aus Wachs, die Zeitlichkeit
ein – an die Vergänglichkeit gemahnen Skelette wie „Undigested Sunset“. Kuratiert von Gerald Matt und
Angela Stief AUSSTELLUNGSKATALOG: Urs fischer. Skinny Sunrise. Mit einem Interview von
Gerald Matt. Grafischer Entwurf: Kühle und Mozer, Köln. Deutsch/Englisch. Verlag Kiito-San.
ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10 - 19 Uhr; Donnerstag 10 - 21 Uhr Vanity Mode / Fotografie aus der Sammlung F.C. Gundlach KUNSTHALLE wien, halle 1, bis 01. April 2012 Modefotografie transportiert Images und Trends. Modefotografie entwirft imaginäre Idealbilder von
Femininität, Eleganz und Glamour und löst diese wieder auf. Modefotografie beschreibt kollektive Vorstellungen von
Schönheit und dokumentiert den Wandel kultureller Interessen. Von der frühen Studiofotografie bis zum dynamischen
Setting im urbanen Raum, von surrealen Bildkonzepten zur Ironisierung der Fashionindustrie, von der Inszenierung des
Kleides zum Supermodel. Mit ca. 200 ausgewählten Werken aus der Sammlung F.C. Gundlach widmet sich die
Ausstellung Vanity dem Thema Fotografie und Mode. Wegweisende und unbekannte Aufnahmen seit den späten 1920er Jahren
bis heute bezeugen die Suggestivkraft der Modefotografie zwischen Innovation und Tradition, zwischen Konsum und Kunst.
F.C. Gundlach, selbst Modefotograf, hat eine der größten privaten Fotografiesammlungen im deutschsprachigen Raum
aufgebaut. Er begriff Modefotografie nie nur als schönen Schein sondern als zivilisatorische Ausdrucksform, die
Zeitgeist und Menschenbild in ihrer äußeren Erscheinung spiegelt. Mit Arbeiten von: Richard Avedon,
Lillian Bassman, Cecil Beaton, Sibylle Bergemann, Erwin Blumenfeld, Guy Bourdin, Louise Dahl-Wolfe, Hubs Flöter, Ralph
Gibson, F.C. Gundlach, Horst P. Horst, George Hoyningen-Huene, George Hurrell, William Klein, Nick Knight, David
LaChapelle, Edgar Leciejewski, Zoe Leonard, Leon Levinstein, Peter Lindbergh, Gjon Mili, Sarah Moon, Armin Morbach,
Helmut Newton, Irving Penn, Regina Relang, Kristian Schuller, Melvin Sokolsky, Deborah Turbeville, Yva, Imre von
Santho, Wols Kuratoren: Synne Genzmer, F.C. Gundlach Modeblog der Kunsthalle Wien und
des Schulzentrums Herbststrasse Mode und Kunst Wien unter http://vanityvienna.tumblr.com/ ÖFFNUNGSZEITEN:
Täglich 10 - 19 Uhr; Donnerstag 10 - 21 Uhr Kunsthalle
Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien Infoline: +43-1-52189-33; Tel. +43-1-52189-0; Fax
+43-1-52189-1217 E-mail: office@kunsthallewien.at -
Internet: www.kunsthallewien.at
Leopold Museum
Klimt persönlich. Bilder – Briefe – Einblicke 24. Februar – 27.
August 2012 Eröffnung: 23. Februar, 18:00 Uhr Aus Anlass des 150. Geburtstags von Gustav Klimt widmet das Leopold Museum, das über Hauptwerke wie die
späte Allegorie »Tod und Leben«, großartige Landschaftsgemälde und eine faszinierende Sammlung herausragender
Zeichnungen verfügt, dem Ausnahmekünstler eine hochkarätige Ausstellung. Die Jubiläumsausstellung »Klimt persönlich.
Bilder – Briefe – Einblicke« im Leopold Museum rückt aber nicht nur diese Bilder in den Mittelpunkt, sondern
konfrontiert sie mit den Postkarten und Korrespondenzen, die Gustav Klimt über 20 Jahre hinweg an seine Lebensgefährtin
Emilie Flöge schrieb. Dabei lenkt das Museum erstmals den Blick auf die private, persönliche Seite des Künstlers, so,
wie er sich ansonsten nur seiner Familie und engsten Freunden gegenüber zeigte. Das Werk von Gustav Klimt ist
weltbekannt, aber der Mensch und Künstler dahinter blieb bisher fast völlig verborgen. Die Ausstellung
präsentiert neben den Bildern der eigenen Sammlung rund 400 Postkarten, somit den Großteil jener Karten, die Klimt im
Laufe seines Lebens an Emilie Flöge adressierte. Mehr als die Hälfte davon befindet sich in der
Sammlung Leopold II, die andere Hälfte wird von der Österreichischen Nationalbibliothek verwahrt. In der Ausstellung
werden beide Teile wieder zu einer Einheit zusammengeführt. The Excitement Continues Zeitgenössische Kunst aus der Sammlung Leopold II bis 27.
Februar 2012 Anlässlich des 10-jährigen Eröffnungsjubiläums des Leopold Museum
präsentiert die Ausstellung »The Excitement Continues« einen Querschnitt österreichischer und internationaler Kunst
nach 1945, der einen exklusiven Einblick in die umfassenden Bestände der Sammlung Leopold bietet. Die Schau zeigt
einerseits Werke, die zum Bestand des Leopold Museum gehören und von Sammler und Museumsgründer Rudolf Leopold
(1925-2010) in die 1994 errichtete Stiftung eingebracht wurden, und andererseits zahlreiche Arbeiten, die sich in der
nach der Museumsgründung weitergeführten und von Rudolf und Elisabeth Leopold ständig erweiterten Privatsammlung der
Familie Leopold befinden. Der Großteil dieser Arbeiten war bisher kaum öffentlich zu sehen. Rudolf
Leopold: bisher unbekannte Sammlung zeitgenössischer Kunst Die fast sechzigjährige Sammeltätigkeit von
Rudolf Leopold konzentrierte sich auf mehrere Schwerpunkte: Gemälde und Zeichnungen von Egon Schiele, Gustav Klimt,
Oskar Kokoschka, Richard Gerstl oder Alfred Kubin, des weiteren Werke der vor allem nach 1918 tätigen Künstler wie
Albin Egger-Lienz, Herbert Boeckl oder Anton Kolig, schließlich die österreichische Kunst des 19. Jahrhunderts mit
Ferdinand Georg Waldmüller, Friedrich Gauermann, Anton Romako und die Stimmungsimpressionisten. Zusätzlich zeigte
Rudolf Leopold auch ein vehementes Interesse an kunstgewerblichen Objekten von Möbeln bis zu Keramiken und sogar für
afrikanische und asiatische Kunst. Wenig bekannt war bisher, dass Rudolf Leopold immer wieder auch Werke von modernen
und zeitgenössischen KünstlerInnen erworben hat. Einen ersten Einblick in diesen Sammlungsbereich bot die 2010/11 im
Leopold Museum gezeigte Ausstellung mit über hundert Gemälden von Otto Muehl. Sammeln gegen den Trend:
Qualität und Leidenschaft Rudolf Leopold schätzte Qualität und künstlerische Leidenschaft nicht nur aus
historischer Distanz, sondern auch in der Unmittelbarkeit und in der Sprache der Gegenwart. Nie ging es dem Sammler
Rudolf Leopold um das Schielen nach Moden oder Trends, sondern um die Aufrichtigkeit und Ernsthaftigkeit einer Kunst,
die von vielen oft als sperrig und schwierig angesehen wurde. Unabhängig von Stilen und Kunstrichtungen entdeckte er
immer wieder Künstlerinnen und Künstler, die seinem hohen Anspruch nach künstlerischem Ausdruck entsprachen. So
erblickte Rudolf Leopold schon früh in den gerümpelartigen Röhrenplastiken von Oswald Oberhuber, die dieser in den
1950er Jahren geschaffen hatte und die später in der Fachwelt hoch geschätzt wurden, genauso eine hohe künstlerische
Relevanz wie in den gediegenen, gleichfalls in den 1950er Jahren entstandenen Messingarbeiten der Hagenauer-Schule.
Spezifischer Sammlerblick Es war für Leopold unwichtig, ob etwa die realistischen
Landschaften von Leopold Hauer oder Leopold Birstinger, die von den 1950er bis in die 1980er Jahre hinein datieren, dem
Mainstream der modernen Avantgarde entsprachen, und er kümmerte sich nicht darum, ob die frühen Materialbilder von
Adolf Frohner oder Hermann Nitsch aus den 1960er Jahren wegen ihrer geradezu schockierenden Radikalität ernst genommen
wurden. Somit überrascht es nicht, dass Rudolf Leopolds Auswahl von Kunstwerken nach 1945 stark subjektive Züge trägt
und seinen spezifischen Sammlerblick fortsetzt. So manche KünstlerInnen, die heute zu den Hauptvertretern ihrer Zeit
gerechnet werden, fanden keinen Eingang in seine Sammlung, während er von anderen KünstlerInnen ganze Werkblöcke
erwarb. Muehl, Merz, Lichtenstein So hatte Rudolf Leopold in den 1990er Jahren fast
200 Gemälde von Otto Muehl erworben. Einen weiteren Sammlungsschwerpunkt widmete Rudolf Leopold dem Maler Robert
Hammerstiel. Weitere, von Leopold hoch geschätzte KünstlerInnen sind Josef Mikl, August Walla, Robert Zeppel-Sperl,
Kurt »Kappa« Kocherscheidt, Elke Krystufek, Robert Kern, Alfred Klinkan und Peter Weibel. Wenngleich der Schwerpunkt
der Sammlung Leopold Modern auf KünstlerInnen aus Österreich liegt, finden sich in der Sammlung auch prominente
internationale KünstlerInnen wie Roy Lichtenstein oder Mario Merz. Hermann Nitsch –
Strukturen architekturzeichnungen, partituren und realisationen des o.m. theaters verlängert bis 9. April 2012 Zum ersten Mal in
Österreich zeigt das Leopold Museum eine museale Auseinandersetzung mit dem zeichnerischen und grafischen Werk von
Hermann Nitsch (*1938). Im Zentrum der Ausstellung stehen Hermann Nitschs Architekturentwürfe, aber
auch frühe Skizzen zu monumentalen Kompositionen, beeinflusst von Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka,
informelle Kritzelzeichnungen, Skizzen von verschiedenen Aktionen, Farbskalen für Projektionen, Partituren zu seiner
Musik sowie Druckgrafiken sind zu sehen. "Wenn gesagt werden kann, die gesamte Schöpfung ist mein
Leib, kann auch gesagt werden, das sich selbst darstellende Sein ist Theater, das sich ereignende Drama der
Weltwerdung, der Schöpfung des Sein. Trotzdem erbaute sich das Leben Arenen, Kultstätten, Tempel, Kirchen, wo Hochämter
des theatralischen, dramatischen Geschehens aufgeführt werden. Das sein sollte sich durch das Theater konzentriert,
essentiell herausarbeiten, ins Bewusstsein der Menschheit bringen. Triumph des Theater." (Hermann Nitsch: »Das Sein«)
Die Architektur des Orgien Mysterien Theaters Der
Gedanke, im Sinne seines Gesamtkunstwerks einen Tempel, eine riesige Theateranlage zu bauen, ja sogar unterirdische
Städte für theatralische Geschehnisse zu entwerfen, ließ Hermann Nitsch nie los. Der Künstler hierzu:
»ich wollte theateranlagen bauen, die dem sinnlichen prunk des aktionstheaters rechnung tragen. vielleicht gab es auch
die sehnsucht für mein theater einen gralstempel zu bauen. die sakralisierende dem säkularisierenden entgegen wirkende
grundsätzliche tendenz meiner arbeit ist nie müde geworden, einen tempel für alle heiligen handlungen meines theaters
zu entwerfen. selbst wenn diese vorgänge in ihrer tiefsten profanen istigkeit ihre grundsätzliche dem ritual und kult
entbundene metaphysische wirklichkeit gefunden haben.« (hermann nitsch 2010) Ungefähr Mitte der 1960er
Jahre als Hermann Nitsch sein Partitursystem entwickelte und festigte, begann er, angeregt durch seine Kollegen Walter
Pichler, Hans Hollein und Raimund Abraham, aber auch durch einige Entwürfe der Landart, Architekturskizzen zu zeichnen.
Da ihm das meiste der Gegenwartsarchitektur ein Gräuel war, war es ihm ein Anliegen seine Architektur unter der Erde
anzusiedeln und auszubauen. »wir graben uns in die eingeweide der erde«. »meine aktionen fordern extremste sinnlichkeit. das von innen nach außen kehren psychischer und
leiblicher gegebenheiten ist leitmotiv des o.m. theaters, die beschauung blutfeuchter innerer organe ereignet sich
ständig. gekröse und gedärme werden freigelegt, das vegetativ–kreatürlich menschgewordene ereignis unserer gattung
demonstriert sich ständig. in diesem sinn fließen immer wieder organische formen in meine architekturzeichnungen ein.
das ganze, alle entwicklungsstadien des naturereignisses mensch, soll zeichenhaft in diese wuchernde architektur
einfließen. deshalb immer wieder strukturen von gedärmen, nieren- und leberformen, menschlichen und pflanzlichen
organformen. die manieristische ausweitung meines theaterprojektes macht es vorstellbar, dass meine aktionen sich in
einer architektur ereignen, durch die nicht nur einzelne organe, sondern der ganze menschliche körper zu räumen
umgebildet werden. das vorerst eher abstrakt organformationen verwendende führt dazu, dass ich nun tatsächlich
architektonische gebilde entwerfe, die gegenständlich ganze körper nachbilden oder darauf bezug nehmen. zeichnungen,
wie das letzte abendmahl, oder die grablegung christi, sind architekturzeichnungen nach gegenständlichen vorbildern.«
(hermann nitsch, 2010) Melancholie und Provokation. Das Egon Schiele-Projekt verlängert bis 16. April 2012 Aus Anlass des
zehnjährigen Jubiläums seiner Eröffnung widmet das Leopold Museum die Herbstausstellung 2011 dem Werk von Egon Schiele.
Der Titel der Ausstellung »Melancholie und Provokation« verweist vor allem auf das Frühwerk des 1918 mit nur 28 Jahren
verstorbenen Künstlers. Schieles erste Hauptwerke, die der Künstler ab 1910 mit nur 20 Jahren geschaffen hat, sind von
einer tiefen Melancholie und Trauer, aber auch von einer Faszination am Ungewöhnlichen und Ekstatischen geprägt.
In seiner ersten Personalausstellung, die Schiele 1911 im Kunstsalon Miethke präsentierte, finden sich
großteils elegische Werke, die eine dunkle, mystische Farbigkeit, eine inhaltsbetonte Schwermut und eine radikale
körperliche Selbstdarstellung gleichermaßen zum Ausdruck bringen. Mit vielen seiner zwischen 1910 und
1914 entstandenen Werke stellte sich der Künstler ins Zentrum der öffentlichen Kunstkritik. Das Publikum entsetzte sich
vor allem über Schieles provokante Aktdarstellungen, die durch ihre Drastik und Direktheit alle damals herrschenden
Konventionen überschritten. Selbst Schieles nur um wenige Jahre älterer Kollege Oskar Kokoschka wagte kaum dermaßen
provokante Darstellungen. In ihrer oft krassen Proportionalität und farbigen Kühnheit stellen Schieles Körperbilder
frühe Meisterwerke des Expressionismus dar. Beispiele aus seinem künstlerischen Umfeld sowie Werke, die in einem engen
thematischen Konnex stehen, sollen in der Ausstellung die Singularität von Schieles Arbeiten zusätzlich unterstreichen.
Ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung ist der Pose und Bewegung im Werk von Egon Schiele gewidmet.
In den frühen Darstellungen seiner engsten Freunde und Freundinnen, etwa dem Pantomimen Erwin Dom Osen oder der
Tänzerin Moa, oder auch in der höchst originellen, eigenen Posierung vor der Kamera seines Freundes Anton Josef Trčka
wird Schieles Begeisterung spürbar, den menschlichen Körper inklusive des eigenen zum Gesamtkunstwerk zu verwandeln.
Die Auswahl dieser Themen sowie der ausgestellten Werke erfolgt unter der Kuratorenschaft von
Elisabeth Leopold, die hier in pointierter Weise den Blick ihres Mannes, des Schiele-Sammlers und Museumsgründers
Rudolf Leopold, einzubringen versteht. Im Untertitel der Ausstellung – das Egon Schiele-Projekt –
klingt an, dass sich die Schau aber nicht auf eine historische Betrachtung von Schieles Meisterwerken beschränkt. Sechs
ausgewählte Künstlerinnen und Künstler aus den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und Performance treten in je einem
eigenen Raum in einen spannenden Dialog mit dem Werk und der Persönlichkeit des exzentrischen Künstlers der
Jahrhundertwende. Bis auf den 1969 verstorbenen Wiener Aktionisten Rudolf Schwarzkogler handelt es sich dabei um
lebende KünstlerInnen, deren Werke innerhalb der zeitgenössischen Kunstszene ein markantes Profil aufweisen.
Es sind dies: • Rudolf Schwarzkogler (kuratiert von Hubert Klocker) •
Günter Brus • Elke Krystufek • Franz Graf • Claudia Bosse
• Philipp Gehmacher Kuratiert wird dieser Teil der Ausstellung von Diethard Leopold.
Als Psychotherapeut, Ausstellungskurator (Wien 1900, Otto Muehl), Sohn und Biograf des Sammlerpaares Elisabeth und
Rudolf Leopold, ist aus seiner Hand eine Sehweise zu erwarten, die neue, von der herkömmlichen kunsthistorischen
Analyse möglicherweise abweichende Akzente setzt. ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich außer
Dienstag 10-18 Uhr; Donnerstag 10-21 Uhr; Dienstag geschlossen Leopold
Museum im MuseumsQuartier - Museumsplatz 1, 1070 Wien Tel: +43 1 525 70 - 0; Fax: +43 1 525 70
- 1500 E-Mail: office@leopoldmuseum.org - Internet:
www.leopoldmuseum.org
MUMOK - Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien
Claes Oldenburg. The Sixties 4. Februar – 28. Mai
2012 Eröffnung: 3. Februar, 19.00 Uhr
Claes Oldenburg (* 1929, Stockholm, Schweden) ist nicht nur ein Hauptvertreter der Pop Art, der Performance- und
Installationskunst, sondern prägte auch gemeinsam mit Coosje van Bruggen die Kunst im öffentlichen Raum mit seinen
monumentalen Large Scale Projects in zahlreichen Metropolen weltweit. Mit seinen humorvollen wie
tiefgründigen Darstellungen von Alltagsobjekten ist er einer der wichtigsten und populärsten Künstler seit den späten
1950er- Jahren. Zentraler Bezugspunkt von Oldenburgs Werk ist das industriell gefertigte Objekt – das Objekt als Ware,
die in immer neuen medialen und formalen Metamorphosen zum kulturellen Träger und Symbol von Imaginationen, Wünschen
und Obsessionen in der modernen Lebenswelt wird. Das mumok präsentiert die bisher umfangreichste
Ausstellung von Oldenburgs wegweisendem und emblematischem Frühwerk der 1960er-Jahre. Zu sehen sind zahlreiche Ikonen
der Pop Art: angefangen von der Installation The Street mit ihren von Graffiti inspirierten
Darstellungen des modernen Großstadtlebens, zu den berühmten Konsumartikeln seines Geschäftslokals The
Store bis hin zu den spektakulären Gebrauchsgegenständen des modernen „Eigenheims“: Telefon,
Toilettenschüssel, Badewanne, Ventilator, Säge, Lichtschalter. Ein weiteres Kapitel widmet sich Oldenburgs ersten
Entwürfen von kolossalen Monumenten seiner Konsum-Objekte für den öffentlichen Raum. Den Schlusspunkt der Ausstellung
bildet das Mouse Museum, ein begehbares Miniaturmuseum in Form einer Geometric Mouse, für das
Oldenburg seit den späten 1950er-Jahren insgesamt 385 Gegenstände gesammelt hat. Mit seinen Souvenirs, Kitschobjekten
und Ateliermodellen zeigt das Mouse Museum die ungeheure kulturelle Vielfalt – aber auch Abgründigkeit
– der kapitalistischen Gesellschaft. Die Geometric Mouse, zentrales Motiv im Werk des Künstlers, repräsentiert mit
ihrer Reduktion auf abstrakte Grundfiguren der Formfindung nicht nur eine Verschränkung von Hochkunst und
Trivialkultur, sie fungiert auch als ein Alter ego Oldenburgs. Die vom mumok konzipierte Ausstellung
wird anschließend im Museum Ludwig in Köln (22. Juni – 30. September 2012), Guggenheim Museum Bilbao (30. Oktober 2012
– 17. Februar 2013), Museum of Modern Art in New York (14. April – 5. August 2013) und im Walker Art Center in
Minneapolis (13. September 2013 – 12. Jänner 2014) zu sehen sein. Kurator Achim Hochdörfer
Katalog
zur Ausstellung: "Claes Oldenburg: The Sixties" Anlässlich der Ausstellung erscheint ein
gemeinsam mit Claes Oldenburg gestalteter Katalog, in dem neben seinen berühmten Hauptwerken zahlreiche bislang
unveröffentlichte Arbeiten und Materialien publiziert werden. Er enthält Essays von Benjamin H.D. Buchloh, Achim
Hochdörfer, Branden W. Joseph, Gregor Stemmrich, Ann Temkin und eine umfangreiche Chronologie von Maartje Oldenburg.
Pop and the Sixties bis 2. September 2012 Mit Werken von Claes Oldenburg, Andy Warhol, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein, Tom
Wesselmann, Robert Indiana und Jim Dine besitzt das mumok nicht nur einen seiner Sammlungsschwerpunkte, sondern auch
einen international herausragenden Bestand an Pop Art. Damit kann Claes Oldenburgs Retrospektive in einen
repräsentativen zeitgenössischen Kontext gestellt werden. Zusammen mit den Protagonisten der
amerikanischen Pop Art vermitteln in der Ausstellung die Werke ihrer britischen Kollegen Peter Blake, Richard Hamilton
und David Hockney sowie die europäischen Realismen der 1960er-Jahre, wie sehr die Faszination der Alltagskultur in
jenen Jahren ein breitgefächertes und internationales Phänomen darstellt. Enorme Vergrößerungen (Domenico Gnoli,
Raymond Hains), unerwartete Kombinationen (Konrad Klapheck) und Bilder, die buchstäblich der Straße entrissen sind
(Mimmo Rotella) zeigen nicht nur die Banalitäten unserer Welt, sondern sie schlagen darüber hinaus die eine oder andere
Brücke zu den Arbeiten von Claes Oldenburg. So bildet diese Sammlungsausstellung auch den erweiterten Kontext zur
parallel laufenden Sonderausstellung und versucht dabei Entsprechungen und Analogien aufzuzeigen.
Kuratorin Karola Kraus DIE SAMMLUNG Die Sammlung des MUMOK umfasst rund
9.000 Werke: Gemälde, Skulpturen, Installationen, Zeichnungen, Grafiken, Fotos, Videos, Filme, aber auch
Architekturmodelle und Möbel aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie Dokumentationsmaterial vor allem zur
Kunst der 60er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Sammlung ist auch ein Spiegel der relativ kurzen,
aber wechselvollen Geschichte des Museums. Erst 1962 als Museum des 20. Jahrhunderts im Schweizergarten eröffnet hat es
heute bereits die dritte Adresse und den dritten Namen. 1979 wurde das Museum provisorisch um ein weiteres Gebäude, das
barocke Palais Liechtenstein erweitert, da die Sammlung durch die langfristigen Leihgaben des deutschen Sammlerehepaars
Peter und Irene Ludwig sowie den Ankauf der Kölner Sammlung Wolfgang Hahn einen starken Zuwachs erfahren hatte. Altes
und neues Gebäude firmierten nunmehr unter der gemeinsamen Dachmarke Museum moderner Kunst. 1991, nachdem das Ehepaar
Ludwig fast alle ihrer Leihgaben in die Österreichische Ludwig Stiftung eingebracht hatte und so die Werke, darunter
Arbeiten von Picasso, Johns, Rauschenberg, Lichtenstein, Oldenburg, Warhol, Richter und Baselitz, um nur einige zu
nennen dauerhaft für Österreich und das Museum gesichert waren, wurde der Name zu Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig
Wien erweitert. Seit 2001 - nach dem Umzug in den Neubau im Museumsquartier - hat sich die Kurzform MUMOK etabliert.
So steht dem Sammlungsblock der
Klassischen
Moderne, der zwar einige echte Spitzenwerke enthält, aber
bedingt durch die späte Gründung des Museums nicht sehr umfangreich ist, ein durch den Erwerb der Sammlung Hahn mit
ihrer Konzentration auf Nouveau
Réalisme und Fluxus, die
Dauerleihgaben der Ludwig Stiftung mit ihren Spitzenwerken der
Pop-Art sowie die
- vor allem in den letzten Jahren erworbene - umfangreiche Sammlung zum
Wiener
Aktionismus sowohl qualitativ wie auch quantitativ beeindruckender Schwerpunkt von Kunst
der 60er Jahre gegenüber. In den letzten Jahren ist es gelungen, einen weiteren Sammlungsschwerpunkt
aufzubauen: Foto-, Video- und Filmarbeiten, die überwiegend im letzten Jahrzehnt entstanden sind.
NEUERWERBUNGEN Um eine konsequente und nachhaltige Sammlungsspolitik zu
gewährleisten, geht das MUMOK in seinen Ankäufen sowohl vom vorhandenen Sammlungsprofil mit seinen Schwerpunkten in der
konzeptuellen und performativen Kunst der 60er und 70er Jahre aus, als auch von aktuellen medienbezogenen Ansätzen und
Neuformulierungen der Bildersprache in der Gegenwartskunst. Damit verfolgt das Museum zum einen das Ziel, durch die
Erwerbung von Hauptwerken arrivierter Klassiker Lücken in den Sammlungsbeständen zu schließen, und zum anderen einen
lebendigen Austausch zwischen der Kunst der jüngsten Vergangenheit und jener der Gegenwart zu veranschaulichen und
voranzutreiben. Der Schwerpunkt bei den Neuzugängen lag in den letzten Jahren zum einen im Bereich des
Wiener Aktionsismus und der Wiener Gruppe, zum anderen bei aktuellen Arbeiten aus den Bereichen Foto-, Video- und
Medienkunst. Werke von Martin Beck, Matthew Buckingham, Josef Dabernig, de Rijke/de Rooij, Omer Fast, Klub Zwei, Sharon
Lockhart, Dorit Margreiter, Dennis Oppenheim, Mathias Poledna, Florian Pumhösl oder Jun Yang u.a, wurden mit
Unterstützung der Telekom Austria angekauft. 2 Fotos von Thomas Struth aus der Serie Audience konnten durch das MUMOK
Board erworben werden. Die Österreichische Ludwig Stiftung hat für das MUMOK in den letzten Jahren u.a. Werke von James
Coleman, Stan Douglas, Franz West und On Kawara erworben. ÖFFNUNGSZEITEN: Montag 14-19
Uhr; Dienstag bis Sonntag 10-19 Uhr; Donnerstag 10-21 Uhr MUMOK - Museum
Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien Telefon (+43-1) 52500, Fax
(+43-1) 52500-1300 E-Mail: info@mumok.at - Internet:
www.mumok.at
ZOOM Kindermuseum
ZOOM Ausstellung: Achtung Baustelle! www.kindermuseum.at/das_gibts_im_kindermuseum/zoom_ausstellung/aktuelle_ausstellung_achtung_baustelle Eine Mitmachausstellung für Kinder von 6 bis 12 Jahren Laufzeit:
NUR NOCH BIS 19. FEBRUAR 2012 Öffnungszeiten: Di. bis
Fr.: 8.45, 10.30, 14.00, 15.30 Uhr Sa., So., Feiertag und während der
Ferien (außer Mo.): 10.00, 12.00, 14.00, 16.00 Uhr Dauer: 90 Minuten
Arbeitskleidung und Gummistiefel anziehen, Helm aufsetzen, Sicherheitsbestimmungen beachten, und schon
geht es los. Auf der ZOOM Baustelle können die Kinder als MaurerIn, Zimmermann/-frau, DachdeckerIn und KranführerIn
messen, mauern, mörteln, Wände verputzen, Pflastersteine verlegen, einen Dachstuhl bauen, ein Dach decken und mit viel
Fingerspitzengefühl den Kran steuern. Sie erfahren, welche Arbeitsschritte und Berufe erforderlich sind, um ein Gebäude
zu errichten, und probieren verschiedene Werkzeuge, Bautechniken und Materialien aus. Dabei entwerfen sie einen Plan
für ihr Haus, prüfen Brückenmodelle und Hochhauskonstruktionen mit einem Rüttel- und Gewichtstest, entdecken, wie Tiere
bauen und was wir uns von den tierischen BaumeisterInnen abgeschaut haben. Und weil eine richtige Baustelle laut ist,
sorgen die Kinder mit Abwasser- und Kanalrohren in der Baurockband für einen coolen Baustellensound.
Preis: Kinder: Eintritt frei; Erwachsene: EUR 4,- Für Gruppen ab 10 Kindern ist eine
Reservierung erforderlich! Tel. (01) 524 79 08,
www.kindermuseum.at ZOOM
Kindermuseum - Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien Reservierungen und Infos zu Programm
und Beginnzeiten unter: Tel.: +43 / 1 / 524 79 08, reservierung@kindermuseum.at E-Mail:
info@kindermuseum.at - Internet:
www.kindermuseum.at
Naturhistorisches Museum Wien
hallstattfarben Textile Verbindungen zwischen Forschung und Kunst ab 1. Februar 2012 Saal 12 Über 2.500
Jahre lang wurden im prähistorischen Bergwerk von Hallstatt durch das Salz nicht nur Textilien konserviert, es blieben
sogar deren Farben erhalten. Die einzigartigen Funde bildeten die Grundlage für vielfältige interdisziplinäre
Forschungsprojekte. Mit Farbstoffanalysen, Färbeexperimenten und Methoden der experimentellen Archäologie wurde
versucht, den Entstehungsprozess der Stoffe und Farben nachzuvollziehen. Die Ergebnisse werden im
Rahmen der Ausstellung erstmals einem breiten Publikum vorgestellt. Dazu präsentieren Studentinnen der Universität für
angewandte Kunst Arbeiten, die im Dialog mit der Wissenschaft entstanden sind und von den prähistorischen Färbe- und
Webtechniken inspiriert wurden. Auch Workshops und eine „prähistorische Modeschau“ des NHM im Museumsquartier zählen
zum Begleitprogramm der Ausstellung. Alte Meister - Dinosaurier und Meteorite Saal 50 bis 09. April 2012 Die
Künstlerin Barbara Anna Husar versteht ihre großformatigen Bilder ihrer Cross Creatures als phantasievolle Neuzugänge
zu den massiven, versteinerten Knochen von Dinosauriern, die am Ende der Kreidezeit durch den Impakt eines Meteoriten
ausgelöscht wurden. Sie studierte an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien, an der Gerrit
Rietveld Academy, Amsterdam und an der School of Visual Arts, New York. Ihre Ausstellungen reichen von Bilbao bis nach
Shanghai. Von 2. Dezember 2011 bis 9. April 2012 zeigt Barbara Anna Husar im Naturhistorischen Museum
ihre farbenfrohen Cross Creatures. Diese wurden auf grobe Kunststoffgewebe - vernähte Salz- und Saatgutsäcke - gemalt.
Eine am Antennendach des ORF Funkhauses Dornbirn installierte „Meteoritenfalle“ empfängt seit einem Jahr Informationen,
die nun für die Ausstellung aufbereitet und erstmals präsentiert werden. Damals wie heute bewegen wir
uns in einem Schwarm von Asteroiden, meint die Künstlerin. So werden wir wieder Zeugen alter Meister im aktuellen
Zeitgefüge. Xtremes – Leben in Extremen bis 26. April
2012 Saal 15 bis 17 Tiere als Überlebenskünstler stehen im Mittelpunkt
der Ausstellung Xtremes. Arten, die dort zu Hause sind, wo aufgrund der extremen Umweltbedingungen
kein Mensch längere Zeit existieren könnte. Eine erstaunliche Vielfalt von Organismen wird vorgestellt, die sich dank
hervorragender Anpassung auf verschiedenste Weise in ihren unwirtlichen Lebensräumen behaupten können: Der Bogen spannt
sich vom Murmeltier über Eisbären, Seehunde, Rentiere und Kamele zur Streifengans, umfasst aber auch blinde
Höhlenfische, Teichfrösche und Regenwürmer. Die Strategien, die zum Einsatz kommen, sind ähnlich vielfältig: gegen
Kälte können Pelz und große Körpermasse schützen, als genauso effektiv erweisen sich jedoch eine isolierende
Fettschicht (Blubber) oder Frostschutzmittel im Blut. Neben Kälte werden in der Ausstellung auch
Hitze, Dunkelheit, Sauerstoffmangel und Wassermangel als limitierende Faktoren nicht nur plakativ dargestellt, sondern
für die Besucher im wahrsten Sinn des Wortes hautnah erlebbar - zum Beispiel beim Barfuß über heißen Sand gehen.
Interaktive Stationen sorgen dafür, dass die Erkenntnisse spielerisch vertieft werden - wie schwierig ist es, als
Fledermaus im Dunkeln Insekten zu fangen? Und wie viel Schweiß kostet es, ein durstiges Kamel zu tränken?
Neben Spielen und interaktiven Stationen sorgen Filme, eindrucksvolle Fotoaufnahmen und eine
ungewöhnliche Geräuschkulisse für Abwechslung. Zum Schluss gilt es, die extremsten Lebensräume der Erde in Rekordzeit
zu finden! Führung durch die Ausstellung: Jeden Samstag, 16:30 Uhr Führungskarte 2,50 Euro
Der neue Sauriersaal ab 05.
Oktober 2011 Saal 10 Ab sofort ist der neue Sauriersaal des NHM
eröffnet. Einzigartige Skelette, lebensgroße Modelle und aufwendige Computeranimationen ermöglichen es, unmittelbar in
die Welt des Erdmittelalters einzutauchen. Der Luftraum des neuen Sauriersaales wird von einem originalgroßen
Pteranodon-Modell beherrscht. Dies und vieles andere mehr erwartet Sie! Modernste Videoanimationen
(produziert von 7reasons, © NHM) und interaktive Stationen vermitteln das Leben vor mehr als 65 Millionen Jahren so
eindrucksvoll wie noch nie. Neben riesigen Skeletten von Diplodocus, Allosaurus und Iguanodon, wird auch jener
Asteroideneinschlag visualisiert, der letztlich zum abrupten Ende der Dinosaurier führte. Forschungspfad durchs NHM ab 19. Februar 2011 12 Forschungssäulen zeigen ab 19. Februar 2011 zwölf Monate lang eine in der Öffentlichkeit bislang
wenig bekannte Seite des Museums: Das NHM zählt zu den bedeutendsten naturwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen.
Hinter den Kulissen arbeiten rund 60 ForscherInnen an zahlreichen Forschungsprojekten. Die Forschungssäulen legen einen
spannenden Forschungspfad durch das Museum. Etwa 60 WissenschafterInnen arbeiten in den
wissenschaftlichen Sammlungen, Labors und Werkstätten des NHM an hochaktuellen, wissenschaftlich interessanten, aber
auch gesellschaftsrelevanten Forschungsprojekten. Damit zählt das NHM international zu den bedeutenden
naturwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen. Ein neues Projekt soll den BesucherInnen diesen meist
wenig beachteten Aspekt näher bringen: Unter dem Motto „Wege des Wissens“ stellen 12 Infosäulen aktuelle
Forschungsprojekte vor. Durch ihr modernes Design unterscheiden sich die Säulen klar von den historischen Vitrinen und
legen einen spannenden „Forschungspfad“ quer durchs Museum. Als Blickfang machen interessante Objekte auf die Inhalte
aufmerksam. Ein Kurztext auf der Vorderseite gibt eine rasche Übersicht über das jeweilige Projekt, ein ausführlicher
Poster auf der Rückseite vermittelt detaillierte Einblicke in die Thematik. Grafiken, Filme, Hörstationen und
interaktive Ladenelemente bieten zusätzliche Information. Höhlen – Landschaften ohne
Licht Hochparterre ab 29. September 2010 Das Naturhistorische Museum präsentiert bis Sommer 2012 aktuelle Ergebnisse der Höhlenforschung und
macht die verborgene Welt und Schönheit von Höhlen sinnlich erfahrbar. Höhlen sind geologische
Phänomene, aber auch wertvolle Archive der Natur und Zeugen der Menschheitsgeschichte. Über lange Zeiträume entstanden
unterirdische Landschaften ohne Licht, in denen sich speziell angepasste Ökosysteme entwickelten.
Karst ist ein Landschaftstyp, geprägt durch Wasser und die Löslichkeit von Kalkgesteinen. Spalten im Fels werden
dadurch oft zu tiefen, kilometerlangen Höhlen und weit verzweigten unterirdischen Entwässerungssystemen.
Die Ausstellung im Naturhistorischen Museum präsentiert die überraschende Vielfalt der Höhlen.
Tropfsteine und Kristalle, interaktive Installationen, ein audiovisueller Raum, Kurzpräsentationen von aktuellen
Forschungsergebnissen, Einblicke in die Trinkwasserversorgung von Wien mit Karstwasser sowie Streifzüge durch die 28
eindrucksvollen Schauhöhlen Österreichs machen die „Unterwelt der Natur“ mit ihren verborgenen Lebewesen sinnlich
erfahrbar. Führungen für Gruppen und Schulklassen: 1
Stunde Kosten: 2,50 Euro pro Person, mindestens 37,50 Euro Schätze des
Archivs Hochparterre ab 29. September 2010 Die Abteilung „Archiv für Wissenschaftsgeschichte“ präsentiert der Öffentlichkeit bis Sommer 2012 eine
Auswahl ihrer Schätze in einem eigenen Schausaal. Bis Sommer 2012 werden die kostbaren Exponate in
vierteljährigen Wechselausstellungen zu sehen sein. Aus konservatorischen Gründen dürfen die empfindlichen historischen
Objekte, wie z. B. Aquarelle und Zeichnungen, nicht länger als 3 Monate einer maximalen Lichtstärke von 100 Lux
ausgesetzt werden. Der Ausstellungszyklus beginnt mit einem Querschnitt durch die Besonderheiten des Archivs und
ermöglicht dem Publikum einen Einblick in die reichhaltigen Sammlungen dieser Abteilung des NHM.
Derzeit werden bis 3. Oktober 2011 in der Wechsel-Ausstellung „Schätze des Archivs“ einige Bilder aus der Sammlung von
Nikolaus Joseph Freiherr von Jacquin (1727 ? 1817, Professor für Botanik und Chemie sowie Direktor des Botanischen
Gartens der Universität Wien) gezeigt. Diese Sammlung war im Besitz des Journalisten und Gartenhistorikers Dr. Ernst
Moriz Kronfeld, wurde 1988 vom Naturhistorischen Museum über ein Antiquariat erworben und wird in Kürze nach einem
Beschluss des BMUKK an die Erben Kronfelds rückerstattet. Wertvolle Autographen von Johann Wolfgang
von Goethe und Alexander von Humboldt werden ebenso gezeigt werden wie Bilder, die von Forschern während ihrer
Expeditionen angefertigt wurden oder als Vorlagen für Prachtwerke des 18.Jhs bei bedeutenden Künstlern in Auftrag
gegeben worden sind. Neben historischen Stereofotografien gibt es dreidimensionale Objekte zu bewundern, wie z.B.
Büsten von bekannten Naturforschern und sogar mikroskopische Präparate, die Kaiser Ferdinand „der Gütige“ persönlich im
19.Jh. angefertigt hat. Auch Teile der Galauniform der Aufseher, welche 1889 zur Eröffnung des neuen Museumsgebäudes an
der Ringstraße getragen worden sind, werden zu sehen sein. Berührend wirken die aquarellierten
Zeichnungen, die Richard Payer im Amazonasgebiet auf Briefumschlägen anfertigen musste, nachdem ihm während einer
seiner Expeditionen sogar das Papier ausgegangen war. In der zweiten Hälfte des 19 Jhs. war der Bruder des berühmten
Polarforschers Julius Payer dreißig Jahre lang als Naturforscher im Amazonas- und Andengebiet unterwegs gewesen und hat
dem Archiv viele wertvolle Karten und Zeichnungen hinterlassen. Zu den unbestrittenen Höhepunkten der
neuen Ausstellungsreihe zählen erst kürzlich wieder entdeckte Fotografien der Polarregion aus dem Jahre 1872, welche
der berühmte Expeditionsfotograf Wilhelm Burger während einer Forschungsreise mit dem Segelschoner „Isbjörn“ gemacht
hat und die zu den frühesten fotografischen Bilddokumenten der Polarregion gehören. Die Abteilung
„Archiv für Wissenschaftsgeschichte“ des Naturhistorischen Museums umfasst nicht nur ein Archiv im herkömmlichen Sinn.
Die Abteilung ist auch eine Dokumentations- und Forschungsstätte für die Geschichte der Wissenschaften, besonders der
Naturwissenschaften. Die Bestände beinhalten viele bedeutende / einzigartige wissenschaftshistorische Quellen. Diese
werden von den MitarbeiterInnen des Archivs für die heutige Forschung erschlossen und von WissenschafterInnen
unterschiedlichster Fachrichtungen genutzt. Darüber hinaus werden die historischen Originale auch immer wieder für
Ausstellungen verliehen. ÖFFNUNGSZEITEN: Do - Mo: 9:00 - 18:30 Uhr; Mi: 9:00 - 21:00
Uhr; Dienstag geschlossen Naturhistorisches Museum Wien - Burgring 7,
1010 Wien (Eingang: Maria Theresien-Platz) Tel. +43 (1) 521 77 - 335; Fax +43 (1) 523 52 54
E-Mail: info@nhm-wien.ac.at - Internet:
www.nhm-wien.ac.at
Schloss Schönbrunn GmbH
Sixties Design The Sixties – Aufbruch in eine neue Welt 29. Februar – 17. Juni 2012 Die Nachkriegszeit mit
ihrer Sehnsucht nach Sicherheit war zu Ende. Aufbruchsstimmung schwappte wie eine Welle über die Menschen. Optimismus
machte sich breit. Jugendliche Subkulturen entstanden. Pop eroberte die Welt. Alles schien möglich, vieles war erlaubt.
„Wow! Explode! The Sixties!“, bringt die Designerin Betsey Johnson ihre Erinnerungen auf den Punkt. Es war ein
atemloses Jahrzehnt, geprägt von tiefgreifenden sozialen, kulturellen und ästhetischen Umbrüchen. Das beginnende
Informationszeitalter schrumpfte die Welt zum „Global Village“ und beschleunigte das Leben der Menschen. Eine „Messy
Vitality“ machte sich breit. Das neue Lebensgefühl schlug sich in Design und Mode nieder: in gewagten Formen und
schillernden Farben. Die Welt stand während der Kubakrise am Rande des atomaren Showdowns, der Kalte
Krieg war allgegenwärtig. Doch all das bremste den Optimismus der Sixties nicht. Im Gegenteil: Der Wettstreit der
Supermächte um die Eroberung des Weltraums war eine Inspirationsquelle für Designer und brachte futuristische
Wohnutopien hervor. Die Ausstellung stellt zwei kulturelle Umbrüche der Sixties in den Mittelpunkt:
die „Konsumrevolution“ im Sog von Vollbeschäftigung und steigenden Einkommen und den Stimmungsumschwung Mitte des
Jahrzehnts, als Jugendliche gegen ungerechte und veraltete Machtsysteme und Zwänge mobil machten und der Materialismus
der Konsumkultur zunehmend kritisch gesehen wurde. Beide Strömungen fanden im Design ihren
Niederschlag. Der neugewonnene Wohlstand brachte eine neue Konsumentenschicht mit sich: die Teenager.
Informelle Möbel für zwanglose Gelegenheiten waren gefragt. Die neuen Kunststoffe ermöglichten die Herstellung
günstiger Produkte für einen jugendlichen Massenmarkt. Die Euphorie für Weltraumflüge, neue Technologien und
Materialien spiegelt sich in einer geometrischen Formensprache wieder. Aber auch die „Gegenrevolution“
im Sog von Vietnamkrieg, Prager Frühling und Pariser Studentenunruhen ließ das Design nicht unberührt. Neo-organische
Formen lassen hier historische Stile wie Art Deco und Jugendstil wieder aufleben. Anfang der 1970er
Jahre ging den rasanten Sixties der Atem aus. Resignation wurde zum vorherrschenden Lebensgefühl, die Gegenkultur
implodierte, der unschuldige Optimismus war endgültig verloren. Der Boom der Nachkriegszeit, dem das Design der 1960er
Jahre seine Hochblüte verdankte, ging zu Ende und machte einer wirtschaftlichen Rezession Platz. Intervention „Be-sitzer“ bis 20. Mai 2012 Eine Intervention von Nina Rabinowich. Sieben Gemälde von ausgesuchten Sitzmöbeln werden in der
Dauerausstellung gezeigt. ÖFFNUNGSZEITEN: Dienstag bis Sonntag 10 – 18
Uhr Hofmobiliendepot • Möbel Museum Wien - Andreasgasse
7, 1070 Wien Tel. 01 / 524 33 57; Fax: 01 / 524 33 57 - 666 E-Mail:
info@hofmobiliendepot.at; Internet:
www.hofmobiliendepot.at Schloss
Schönbrunn GmbH - 1130 Wien Telefon: 01 / 81113 - 239; Fax: 01 / 81113 - 333
E-Mail: reservierung@schoenbrunn.at - Internet:
www.schoenbrunn.at
Technisches Museum Wien
Unter Strom bis 31. Mai 2012 Die
Ausstellung „Unter Strom“ beschäftigt sich mit der Sammlung von Dr. Stefan Jellinek (1878–1968) und der Gründung des
Elektropathologischen Instituts als medizinische Auseinandersetzung mit den Gefahren einer neuen Technologie, aber auch
mit Aspekten der Sicherheitsforschung und der Therapie nach Schaden verursachenden Naturereignissen wie etwa
Blitzschlag. IN ARBEIT bis 24. Juni 2012 Die Ausstellung „IN ARBEIT“ zeigt, welche technischen Handwerkszeuge und Maschinen an Arbeitsplätzen
zum Einsatz kommen und wie sich Arbeitsplätze im Laufe der Geschichte verändert haben. Es wird thematisiert, welchen
Einsatz der Mensch an seinem Arbeitsplatz leistet und wie Arbeitsteilung, Rationalisierung und Automatisierung sich auf
die Menschen auswirken. Das Spielfeld (für Familien und Kinder von 6-12 Jahren): Die Mitmachausstellung
zur Ausstellung „IN ARBEIT“ macht die Besonderheiten des Arbeitslebens und die Vielfältigkeit von Berufen an
interaktiven Stationen spielerisch erlebbar. Auf 500 m² können so junge Besucher mit dem „Ernst des Lebens“ spielen.
ÖFFNUNGSZEITEN: Montag bis Freitag 9-18 Uhr; Samstag, Sonn- und Feiertage 10-18
Uhr Technisches Museum Wien - Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien
Besucher-Informationen: Tel. 01 / 899 98-0 E-Mail: museumsbox@tmw.at - Internet: www.technischesmuseum.at
Österreichische Mediathek
AKUSTISCHE WEBAUSSTELLUNGEN: Gustav Mahler - Das Hofopernensemble der Ära
Mahler Schellackaufnahmen 1902 – 1912 mit Leo Slezak, Anna von Mildenburg, Selma Kurz u. v. a.
Unter: www.mediathek.at/virtuelles-museum/mahler www.50jahre.mediathek.at Unter
www.50jahre.mediathek.at finden Sie die Geschichte der
Österreichischen Mediathek, gegründet 1960, zum Nachhören. Die Geschichte des Archivs ist vor allem
eine Geschichte der Sammlungen. Von der ersten Schallplatte, die am Beginn der Tonträgersammlung stand – das Konzert
für Klavier und Orchester op.21 in D-Dur von Joseph Haydn – bis zu den Interviews des derzeit laufenden
wissenschaftlichen Projektes „MenschenLeben“ bieten die ausgewählten Ton- und Filmdokumente einen Überblick über das
stetige Wachsen sowie die breite inhaltliche Ausrichtung des Archivs. Hören Sie, was Ingeborg Bachmann,
Bruno Kreisky, Elias Canetti, Kardinal König, Erwin Ringel, Barbara Frischmuth, Anna Freud, Erika Weinzierl oder
Friedrich Torberg zu sagen haben – viele Aufnahmen von der Österreichischen Mediathek selbst produziert und damit
Unikate, die jetzt erstmals online zur Verfügung stehen. www.journale.at Die Hörfunkjournale des ORF gehören zu den wichtigsten akustischen Dokumenten der österreichischen
Zeitgeschichte. Nach der Rundfunkreform 1967 wurde mit den Journalen eine neue Form der Nachrichtensendung eingeführt.
Eine zentrale Rolle nahm (und nimmt bis heute) dabei das Mittagsjournal ein, eine einstündige Sendung mit ausführlichen
Informationen zum tagesaktuellen Geschehen. Unter www.journale.at sind derzeit rund 5.000 Stunden Sendezeit digital in voller
Länge abrufbar, der Schwerpunkt liegt hier bei den Mittagsjournalen. Das entspricht über 60.000 Einzelbeiträgen sowohl
zu österreichischen als auch internationalen Themen aus Politik, Wirtschaft und Kultur der Jahre 1967 bis 1989.
www.akustische-chronik.at www.akustische-chronik.at bietet als größte multimediale
Webausstellung zur österreichischen Geschichte des 20. Jahrhunderts hunderte Töne und Videos: Zeit- und
Kulturgeschichte in einer Form, die unmittelbar beeindruckt. www.akustische-chronik.at lehrt mit Medien historische Bezüge zu
entdecken, sensibilisiert in Sachen Medienkompetenz und zeigt, wie vielstimmig Geschichte und die Erinnerung an sie
sein kann. Ein akustisches Kompendium des 20. Jahrhunderts und ein Vehikel für Zeitreisen, mit dem man spielerisch die
Klanglandschaft der Vergangenheit erkunden kann. Stimmen als Teil des kollektiven historischen Gedächtnisses
Österreichs; eingebettet in ihren Kontext, ergänzt durch Hintergrundinformation und ausführliche Chronikdaten.
Eine multimediale Webausstellung von 1900-2000. Howdy – Günther Schifter Günther Schifter war ab den 1950er Jahren einer der bekanntesten Moderatoren des Österreichischen
Rundfunks und brachte in seinen Sendungen Jazz und Swing einem breiteren Publikum näher. Daneben erwarb sich Schifter
eine der größten Schellacksammlungen mit zahlreichen raren Aufnahmen amerikanischer Jazzgrößen. In
ihrer Webausstellung präsentiert die Österreichische Mediathek einige der besten Schellacks daraus, ergänzt durch
zahlreiche Ausschnitte der mittlerweile zu Klassikern gewordenen Sendungen und 50 Radiosendungen von und mit Günther
Schifter in voller Länge. Unter: www.schifter.mediathek.at Mozart – Runde
Geschichten. Eine akustische Hörreise. Einspielungen aus der Schellack-Ära mit Interpretationen
von Bruno Walter, Selma Kurz, Yehudi Menuhin und vielen anderen vermitteln ein Bild von Mozarts Musik, das geprägt ist
vom Interpretationsstil und dem Musikgeschmack der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts sowie der besonderen
Charakteristik des Mediums. Hörproben von Briefen Mozarts, literarischer Werke sowie Eindrücken von
Zeitgenossen runden die Webausstellung ab. Unter: www.mozart.mediathek.at www.staatsvertrag.at www.staatsvertrag.at, die akustische Webausstellung der
Österreichischen Mediathek bringt hunderte Töne und Videos zu Politik, Alltag, Lebensgefühl und Kultur von 1945 bis
1955 ins Haus. Darunter finden sich zahlreiche bisher unveröffentlichte Tondokumente aus den Archiven der Mediathek,
wie Materialien des legendären Radiosenders Rot-Weiß-Rot. Ergänzend dazu werden wichtige Hintergrundinformationen zu
den Tönen, ihrem Umfeld und ihrer Geschichte geliefert. ÖFFNUNGSZEITEN: Montag,
Mittwoch, Donnerstag: 12–18 Uhr; Dienstag: 12–20 Uhr; Freitag: 10–15 Uhr Österreichische Mediathek (Außenstelle des Technischen Museums Wien) Marchettischlössl,
Gumpendorfer Straße 95, 1060 Wien; 1. Stock (Lift) Tel.: +43-1/ 597 36 69-20; Fax: +43-1/ 597 36 69-25
E-Mail: mediathek@mediathek.at - Internet:
www.mediathek.at
Österreichisches Museum für Volkskunde
Betlehemy - Keramikkrippen aus der Slowakei bis 12. Februar
2012 Die Faszination, das Geschehen der Heiligen Nacht jedes Jahr aufs Neue lebendig
werden zu lassen, steht hinter dem Bemühen, die Geburt Jesu in Form von Weihnachtskrippen künstlerisch umzusetzen. Die
keramischen Arbeiten aus der Slowakei, gestaltet von Meistern der Volkskunst wie Viliam Bazlik, Ignác Bizmayer,
Drahoslav Chalány, Jozef Franko, Maria und Oskar Hanusek, Ferdiš Kostka, Júlia Kováčiková-Horová, Dagmar Kratochvílová,
Marián Liška, Ján Pečuk, Kornélia Püssová, Jana Randušková und Leopold Velan zeigen sich farbenfroh und ausdrucksstark.
Die Krippenfiguren stehen entweder frei oder sind durch einen Rahmen verbunden. Manche KeramikerInnen lassen das
weihnachtliche Geschehen in einem Haus spielen und kleiden ihre Figuren in slowakische Tracht. Für andere bietet die
Mulde eines breitrandigen Tellers den idealen Hintergrund für die plastische Szene. Typisch slowakisch sind die drei
„kolednici", Weihnachtsliedsänger, die an die Sternsinger erinnern. Außergewöhnlich ist die Gestaltung der
Weihnachtsgeschichte als Triptychon in Form eines Flügelaltares in Fayence. Figurale Keramik aus
der Slowakei Der Nationalkünstler Ignác Bizmayer bis
12. Februar 2012 Zwischen 1945 und 1989 wurde in der Tschechoslowakei der Ehrentitel
„Nationalkünstler" verliehen. Der Keramiker Ignác Bizmayer erhielt ihn 1982 für sein Werk. Er beschäftigt sich darin
intensiv mit der Landbevölkerung, ihren Trachten, ihren Legenden und ihrer Frömmigkeit. Der heute 89jährige Slowake
reiht sich damit unter jene Nationalkünstler, die großen Anteil an der künstlerischen Produktion des 20. Jahrhunderts
hatten. Mit einem breiten Spektrum an Objekten zeichnet die Ausstellung Bizmayers Leben parallel zur
nationalen Geschichte nach und beleuchtet kulturhistorisch das Phänomen der „Nationalkünstler". Den Schwerpunkt der
Schau bildet sein künstlerisch-handwerkliches Oevre. Familienmacher Vom Festhalten, Verbinden und Loswerden bis 25. März
2012 Eine Kooperation von Universität Wien, Universität für angewandte Kunst
und dem Österreichischen Museum für Volkskunde Mit wem sind Sie verwandt? Wer macht
die Familienfotos? Wieviel Verwandtschaft ist in Deinem Handy? Wo lagern Sie ungeliebte Erbstücke? Wohin mit dem Bild
vom Babybauch? Wer kommt in den Wechselrahmen? Hat die Familie eine Nationalität? Die Ausstellung Familienmacher
basiert auf einer ethnographischen Forschung im 8. und 16. Wiener Gemeindebezirk. Entgegen der
Behauptung eines Zerfalls der Familie dokumentiert sie Alltagsformen des Festhaltens, Verbindens und Loswerdens. Dabei
spielen Traditionen und Bilderbuchfamilien ebenso eine Rolle wie Sehnsüchte und neue Lebensweisen.
Offene Vitrinen bieten Platz für mitgebrachte und dagelassene Familienstücke, ein überdimensionales
Familienalbum gestaltet sich im Laufe der Ausstellung immer wieder neu. ÖFFNUNGSZEITEN:
Dienstag bis Sonntag: 10 – 17 Uhr (Montag geschlossen) Österreichisches Museum für Volkskunde - Gartenpalais Schönborn, Laudongasse 15-19, 1080 Wien
Tel.: +43 1 406 89 05; Fax: +43 1 408 53 42 E-mail:
office@volkskundemuseum.at - Internet:
www.volkskundemuseum.at
Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien
BILDER IM FOCUS: Bouquet und Früchtekorb bis 11. März 2012 Die Gemäldegalerie präsentiert eine
kleine feine Auswahl von üppigen Blumen- und Früchtestillleben des österreichischen 18. Jahrhunderts aus eigenem
Bestand. Die Gegenüberstellung mit einzelnen vergleichbaren Werken des holländischen 17. Jahrhunderts aus erlaubt einen
Blick auf die Entwicklung dieser traditionsreichen Genres im Barock. GIPS FOLGT STEIN. Das Keckmann-Grabdenkmal aus St. Stephan Verlängert bis
18. März 2012 Die Ausstellung ist das Ergebnis der Zusammenarbeit von
Bundesdenkmalamt, Dombauhütte zu St. Stephan und Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien.
Im Zentrum steht die Präsentation eines herausragenden Werks des österreichischen Spätmittelalters aus
dem Kreis um Michael Tichter und Meister Anton Pilgram: das Keckmann-Epitaph aus St. Stephan. Das Grabdenkmal des 1512
verstorbenen Wiener Universitätsprofessors Johannes Keckmann wird nach der soeben abgeschlossenen Restaurierung durch
das Bundesdenkmalamt der Öffentlichkeit vorgestellt, bevor es an seinen angestammten Platz in die Domkirche
zurückkehrt. In Augenhöhe können nicht nur die qualitativ hochwertigen Reliefs mit ihren fein ausgearbeiteten
narrativen Details betrachtet werden, sondern auch die spannende Dokumentation von Restauriergeschichte und
Untersuchungsergebnissen zu Entstehungsprozess und ursprünglichem farbigen Erscheinungsbild. Die
Verbindung zwischen Akademie, Dombauhütte und Bundesdenkmalamt erklärt sich in einem weiteren Aspekt der Ausstellung,
der sich den ebenfalls restaurierten Gipsabgüssen des Keckmann-Epitaphs widmet, die heute noch in der Glyptothek der
Akademie aufbewahrt werden. Wie auch die ebenfalls gezeigte Gipsabformung von Meister Pilgrams "Orgelfuß mit
Selbstporträt" gehören sie als Zeugnisse der hohen Wertschätzung mittelalterlicher Kunst zu den zahlreichen Abgüssen,
die die Akademie im "Gotik-Hype" des 19. Jahrhunderts von Kunstwerken aus dem Stephansdom anfertigen ließ.
ÖFFNUNGSZEITEN: Dienstag – Sonntag, Feiertag: 10.00 – 18.00 Uhr Gemäldegalerie der Akademie der bildenden Künste Wien - Schillerplatz 3, 1010 Wien
Tel. (01) 588 16 – 2222; Fax: (01) 586 33 46 E-Mail: gemgal@akbild.ac.at - Internet: www.akademiegalerie.at
Heeresgeschichtliches Museum
Ab 6. Februar - Fotoausstellung: Children of
War: Broken Childhood A photo exhibition on: child soldiers 06. 02. bis 04. 03. 2012 Diese Fotosonderausstellung
der UNO soll den Besuchern verdeutlichen, dass noch immer an unterschiedlichen Brennpunkten der Erde Kinder für den
Krieg missbraucht und getötet werden. Dieser Präsentation liegt eine Studie der Vereinten Nationen zugrunde, die sich
auch auf Quellen des Kinderhilfswerkes der Vereinten Nationen (UNICEF) und des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR)
stützt. Die vielen Aspekte von Kindesmissbrauch betreffen sowohl den Schwarzhandel und damit leichten
Zugang zu Hand- und Faustfeuerwaffen, die Rekrutierung und den Einsatz von Kindersoldaten, deren sexueller Missbrauch,
Verschleppung, Tötung und Verletzungen als auch Angriffe auf humanitäre Einrichtungen. Aktionstag zum Thema Kindersoldaten: 12. 02. von 10 bis 16
Uhr Seit 2002 findet jährlich am 12. Februar der „Red Hand
Day“ statt, welcher die weltweite Aufmerksamkeit auf die Situation von Kindersoldaten lenkt. Auch das
Team des HGM gibt Jung und Alt die Möglichkeit sich gestalterisch einzubringen. Durch Kreativaufgaben können wir ein
starkes Signal gegen Kinder im Krieg setzen. Dieses Programm wird durch die Non-Profit Organisation „Who
I Am“ unterstützt. Derzeit gibt es weltweit immer noch mehr als 250.000
Kindersoldaten. Mehr als ein Drittel davon sind Mädchen. Um gegen diese Ungerechtigkeit ein Zeichen zu
setzen, können Kinder und Erwachsene am internationalen Tag gegen den den Einsatz von Kindersoldaten helfen das
Heeresgeschichtliche Museum zu dekorieren. Wer möchte kann auch ein passendes T-Shirt gestalten und
anschließend mit nach Hause nehmen. (für 8 bis 99 Jahre) Am Aktionstag wird Herr John Kon Kelei, der
von der SPLA /Sudan People's Liberation Army, im Alter von 4 Jahren rekrutiert wurde, anwesend sein und den
teilnehmenden Schulklassen Rede und Antwort stehen. Aktionswoche zum Thema
Kindersoldaten: 13. 02. bis 17. 02. 2012 In der Aktionswoche beziehen wir uns ebenfalls auf das Spannungsfeld Kinder und Krieg.
Wir werden spezielle Schulklassenführungen anbieten. Ziel ist es den Jugendlichen einen Einblick in
die Problematik der Gegenwart zu vermitteln und den Gegenstand historisch zu verorten. Die temporäre Ausstellung der
UNO wird genau erläutert und mit einzigartigem Filmmaterial abgerundet. Zusätzlich werden eigens geschulte Psychologen
für Fragen zum seelischen Leid der Betroffenen bereit stehen. In der Aktionswoche wird Herr John Kon
Kelei, der von der SPLA /Sudan People's Liberation Army, im Alter von 4 Jahren rekrutiert wurde, anwesend sein und den
teilnehmenden Schulklassen Rede und Antwort stehen. ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich von 9 bis 17
Uhr Heeresgeschichtliches Museum - Arsenal, 1030 Wien
Tel.: (+43 1) 79561-1060110; Fax: (+43 1) 79561-1017707 E-mail:
contact@hgm.or.at - Internet: www.hgm.or.at
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