| | Museumsprogramm im Jänner 2012
Aktuelle Ausstellungs- und Veranstaltungshinweise österreichischer Bundesmuseen.
HIGHLIGHTS — JÄNNER 2012
„Mit sofortiger Wirkung - künstlerische Eingriffe in den Alltag“ ab 14. Jänner
13. Jänner, 19 Uhr - Eröffnung der Ausstellung: Mit sofortiger Wirkung - künstlerische Eingriffe in den Alltag KUNSTHALLE wien project
space, 14. Jänner – 29. Jänner 2012 Ein
Projekt der Universität für angewandte Kunst Wien im Rahmen des ecm-Lehrgangs 2010—12 Wie greifen Künstler/innen in den Alltag ein? Welche Strategien und Handlungsformen
setzen sie ein? Das Projekt „Mit sofortiger Wirkung — künstlerische Eingriffe in den Alltag“
versammelt Interventionen, Performances und Installationen, die im öffentlichen Raum stattgefunden haben – von Günter
Brus’ Wiener Spaziergang 1965 bis zu Banksys aktuellen Graffitis. Die Ausstellung lädt ein, sich aktiv mit
verschiedenen künstlerischen Strategien des Eingriffs und deren Absichten, Zielen und Wirkungen auseinanderzusetzen.
Parallel dazu und in unmittelbarer Nähe des project space am Karlsplatz setzen zudem fünf beauftragte Künstler/innen
eigens entwickelte neue Arbeiten um, die dokumentiert und ebenfalls in der Ausstellung gezeigt werden.
Die Ausstellung ist flexibel gestaltet und wird in den täglich stattfindenden Veranstaltungen von den Kurator/innen
gemeinsam mit eingeladenen Künstler/innen und dem Publikum diskutiert, vertieft und manchmal auch neu arrangiert.
Interventionen Rund um den Karlsplatz greifen die Künstler/innen Oliver Hangl, Marlene
Haring, Marusa Sagadin, Anna Witt und das Institut für Alltagsforschung in den Alltag der Wiener/innen ein: Dabei
werden Routinen subtil unterwandert oder die Passant/innen auch einmal direkt konfrontiert. Beteiligte
Künstler/innen Banksy, Günter Brus, Coop Himmelb(l)au, Friedemann Derschmiedt, Tobias Egger/Markus
Riedler, Ruth Ewan, VALIE EXPORT, Stano Filko/Zita Kostrová/Alex Mlynárčik, Igor Grubic, Oliver Hangl, Marlene Haring,
Thomas Hirschhorn, Institut für Alltagsforschung, Allan Kaprow, Leopold Kessler, King Mob, Erwin Puls, Michael
Rakowitz, Werner Reiterer, Reverend Billy, Marusa Sagadin, Christoph Schlingensief, Kateřina Sedá, Skart,
Steinbrener/Dempf, Milica Tomić, Voina, Ben Wilson, Anna Witt, Wochenklausur Kurator/innen:
Franziska Bettac, Barbara Biesuz, Isabelle Blanc, Severin Dünser, Stephanie Endter, Lisa Füting, Thomas
Häusle, Marc Horisberger, Kerstin Hosa, Elisabeth Lacher, Astrid Mader, Tinatin Natsvlishvili, Nadja Plagens, Elisabeth
Pohl, Chiara Riccardi, Alexander Samyi Kunsthalle Wien project space -
Karlsplatz, Treitlstraße 2, 1040 Wien ÖFFNUNGSZEITEN: Di - Sa 13 - 24 Uhr; So, Mo 13 -
19 Uhr Kunsthalle Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Infoline: +43-1-52189-33; Tel. +43-1-52189-0; Fax +43-1-52189-1217 E-mail:
office@kunsthallewien.at - Internet:
www.kunsthallewien.at
„Pop and the Sixties“ im MUMOK ab 19. Jänner
Ab 19. Jänner - neue Ausstellung: Pop and
the Sixties 19. Jänner – 2. September 2012 Mit
Werken von Claes Oldenburg, Andy Warhol, Jasper Johns, Robert Rauschenberg, Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, Robert
Indiana und Jim Dine besitzt das mumok nicht nur einen seiner Sammlungsschwerpunkte, sondern auch einen international
herausragenden Bestand an Pop Art. Damit kann Claes Oldenburgs Retrospektive in einen repräsentativen zeitgenössischen
Kontext gestellt werden. Zusammen mit den Protagonisten der amerikanischen Pop Art vermitteln in der
Ausstellung die Werke ihrer britischen Kollegen Peter Blake, Richard Hamilton und David Hockney sowie die europäischen
Realismen der 1960er-Jahre, wie sehr die Faszination der Alltagskultur in jenen Jahren ein breitgefächertes und
internationales Phänomen darstellt. Enorme Vergrößerungen (Domenico Gnoli, Raymond Hains), unerwartete Kombinationen
(Konrad Klapheck) und Bilder, die buchstäblich der Straße entrissen sind (Mimmo Rotella) zeigen nicht nur die
Banalitäten unserer Welt, sondern sie schlagen darüber hinaus die eine oder andere Brücke zu den Arbeiten von Claes
Oldenburg. So bildet diese Sammlungsausstellung auch den erweiterten Kontext zur parallel laufenden Sonderausstellung
und versucht dabei Entsprechungen und Analogien aufzuzeigen. Kuratorin Karola Kraus
ÖFFNUNGSZEITEN: Montag 14-19 Uhr; Dienstag bis Sonntag 10-19 Uhr; Donnerstag 10-21 Uhr MUMOK - Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Telefon (+43-1) 52500, Fax (+43-1) 52500-1300 E-Mail: info@mumok.at - Internet: www.mumok.at
„Utopie GESAMTKUNSTWERK“ im 21er Haus ab 20. Jänner
Ab 20. Jänner - neue Ausstellung: Utopie
GESAMTKUNSTWERK 21er Haus 20. Jänner – 20. Mai
2012 Die Ausstellung Utopie GESAMTKUNSTWERK präsentiert einen
zeitgenössischen Blick auf die historische Idee des Gesamtkunstwerks. Mit gebotener Skepsis greifen Künstler diese
historische Denkfigur heute wieder auf und hinterfragen damit auch die Geschichte der Moderne kritisch: Mit dem Umbruch
der Avantgarde nach 1918 und den Werktheorien von Schwitters, Duchamp oder Artaud trat in der Kunst ein ganzheitliches
und gesellschaftskritisches Denken in Kraft. Die ursprünglich rein ästhetische Idee des
Gesamtkunstwerks erfuhr dadurch eine Neudefinition, die über sozial- und institutionskritische Kunst auf eine
Erneuerung der Gesellschaft abzielte. Gesellschaftliche Entwicklungen wie Neoliberalisierung,
Standardisierung und Funktionalisierung, aber auch die politische Neuordnung nach dem Fall des Eisernen Vorhangs oder
die Ereignisse des 11. September wirken sich heute auf soziale Dynamiken aus und sorgen für Verunsicherung. Der Wunsch,
diese Gesellschaft wieder lebenswerter zu machen, und die Frage, welche Lebensmodelle noch oder wieder möglich sind,
stehen deshalb auch zunehmend im Brennpunkt künstlerischen Interesses. Anhand von 54 nationalen und
internationalen Positionen wird in Utopie GESAMTKUNSTWERK die Kunst nach 1960 zu den Möglich- oder
Unmöglichkeiten befragt, die übrig gebliebenen Fragmente der Idee des Gesamtkunstwerks neu zu lesen.
In einem übergreifenden Display hat die Künstlerin Esther Stocker für Utopie GESAMTKUNSTWERK eine
Bühne für Arbeiten von Künstlern wie Walter Pichler, Constanze Ruhm, Hans Hollein, Joseph Beuys, VALIE EXPORT, Liam
Gillick, Una Szeemann, Jason Rhoades, Gerwald Rockenschaub, Thomas Hirschhorn oder Christoph Schlingensief geschaffen.
Kuratoren: Bettina Steinbrügge, Harald Krejci 21er Haus
- Schweizergarten, Arsenalstraße 1, 1030 Wien Tel. +43 1 795 57 -707 / E-Mail:
public@21erhaus.at ÖFFNUNGSZEITEN: Mittwoch
bis Sonntag 10 bis 18 Uhr Österreichische Galerie Belvedere - Prinz
Eugen-Straße 27, 1030 Wien Tel. +43 1 795 57 - 134; Fax: +43 1 79557 - 121 E-Mail:
public@belvedere.at - Internet: www.belvedere.at
„Was passiert in einem Kernkraftwerk?“ im Technischen Museum Wien
4. und 21. Jänner, jeweils um 13:30 Uhr Spezialführung „Was passiert in einem Kernkraftwerk?“ Aus Anlass der Katastrophe im
japanischen Kernkraftwerk Fukushima bietet diese Führung Hintergrundinformationen zum gesamten Thema Kernkraft: Was ist
Radioaktivität? Was passiert bei einer Kernspaltung? Wie funktioniert ein Kernkraftwerk? Wie konnte es zur Katastrophe
kommen? Diese und noch mehr Fragen werden dabei beantwortet. Erfahren Sie, wie mittels „erneuerbarer Energiequellen“
wie Wasser, Wind oder Sonne auf ungefährliche Weise Energie bereitgestellt werden kann. Online-Anmeldung erforderlich: www.technischesmuseum.at (Veranstaltungskalender) Technisches Museum Wien - Mariahilfer Straße 212, 1140 Wien Besucher-Informationen: Tel.
01 / 899 98-0 E-Mail: museumsbox@tmw.at - Internet:
www.technischesmuseum.at
„Patrick Rampelotto. Adventures in Foam“ im MAK ab 25. Jänner
24. Jänner, 19 Uhr - Eröffnung der Ausstellung: Patrick Rampelotto. Adventures in Foam Ausstellungsreihe ANGEWANDTE KUNST.
HEUTE 25. 01. – 06. 05. 2012
MAK-Studiensammlung Möbel Zur Ausstellung Christoph Thun-Hohenstein,
Direktor MAK Gerald Bast, Rektor Universität für angewandte Kunst Marlies Wirth,
Kuratorin MAK Im Rahmen einer neuen Kooperation mit der Universität für angewandte Kunst startet eine
Ausstellungsreihe, die Arbeiten von Absolventen der Angewandten im musealen Rahmen präsentiert. Unter dem Aspekt
„Angewandte Kunst Heute“ werden drei Ausstellungen pro Jahr programmiert, die jeweils in einer Einzelpräsentation
resultieren. Die erste Ausstellung widmet sich dem Designer Patrick Rampelotto.
Rampelotto (geb. 1978) forscht in seiner Ausstellung nach neuen Formen und Strategien in Verbindung mit
einem ungewöhnlichen Material: Polypropylenschaum. Frei nach Claude Lévi-Strauss (La pensée sauvage, 1962, dt.: Das
wilde Denken, 1968) bezieht sich der Designer bei seinem Abenteuer auf den Begriff der Bricolage (fr. Bastelei) als
einen nicht vorgezeichneten Prozess, eine Bewegung mit möglichen Abweichungen. Kuratorin Marlies Wirth
Ausstellungsreihe ANGEWANDTE KUNST. HEUTE Der Begriff „angewandte Kunst“ ist, im
Unterschied zu konkreteren Spartenbezeichnungen, dazu in der Lage, nicht nur die Tendenzen eines zunehmend
konzeptuellen und „künstlerischen“ Designs zu fassen, sondern auch jene zeitgenössischen Entwicklungen, in denen die
„freie“ Kunst ihren Gebrauchswert kritisch hinterfragt und durch konkrete Dienstleistungen, Nutzungsangebote und
Grundlagenforschung für zukunftsweisende Denkansätze und Wirkungsbereiche permanent erweitert. Dabei wird weniger der
Autonomieanspruch der freien Kunst in Frage gestellt, als vielmehr ein Potential deutlich, das das Begriffsfeld der
„angewandten Kunst“ ausdehnen und erweitern könnte. ÖFFNUNGSZEITEN: Di MAK NITE© 10–24
Uhr, Mi–So 10–18 Uhr, Mo geschlossen Jeden Samstag© Eintritt frei. MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst - Stubenring 5, 1010 Wien Tel (+43-1)
711 36-298; Fax (+43-1) 711 36-388 E-Mail: office@MAK.at -
Internet: www.MAK.at
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