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Abschlusspräsentation der Schulaktion "Kulturelles Erbe. Tradition mit Zukunft"

Bundesministerin Schmied zeichnet engagierte Schülerinnen und Schüler aus, die Geschichte/n zum Anlass nahmen, in einen lebendigen Diskurs mit ihrem Lebensumfeld zu treten

Mehr als 2.100 Jugendliche in 59 Schulen beschäftigten sich mit den vielfältigen Einflüssen des kulturellen Erbes. Sie erkundeten Denkmale und historische Kulturstätten, befassten sich mit Kunstwerken vergangener Epochen, ergründeten Dialekte oder ließen altes, gefährdetes bäuerliches und handwerkliches Wissen wieder neu aufleben.
Im Rahmen der vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur initiierten Schulaktion "Kulturelles Erbe. Tradition mit Zukunft“ wurden österreichweit alle Schulen aufgerufen, Projekte zu entwickeln, die das Bewusstsein von jungen Menschen für die Bedeutung und Erhaltungswürdigkeit des kulturellen Erbes stärken. Die fächer- und schulübergreifende Initiative wurde gemeinsam mit KulturKontakt Austria, dem Bundesdenkmalamt und der Österreichischen UNESCO-Kommission gestartet und fand bereits zum fünften Mal statt. "Ich will mit dieser Initiative Schülerinnen und Schüler bestärken, nach Denkmalen ihres kulturellen Erbes zu suchen und verloren geglaubte Spuren sichtbar zu machen. Besonders freue ich mich über die vielen Projektarbeiten, die sich mit dem immateriellen Erbe und interkulturellen Aspekten beschäftigen“, erklärt Unterrichtsministerin Claudia Schmied.

Abschlusspräsentation der Schulaktion "Kulturelles Erbe. Tradition mit Zukunft"
Bei der Präsentation im Audienzsaal des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur am 9. Juni 2009 stellten 10 der 59 Schulen, die von einer Fachjury für eine finanzielle Unterstützung (pro Projekt bis zu € 1.500,-) ausgewählt wurden, die Ergebnisse ihrer Projektarbeit vor. Die Schülerinnen und Schüler nützten den Freiraum bei der Themenwahl und beschäftigten sich sowohl mit lokalen und regionalen Kultur- oder Naturdenkmalen als auch mit den Ausdrucksformen des immateriellen Kulturerbes (z. B. Sprache, Musik und Tanz, Handwerk).

Bild: Sektionschef Dr. Michael P. Franz; Quelle: BMUKK
Sektionschef Dr. Michael P. Franz (BMUKK)
bei der Eröffnungsrede

Bild: Generalkonservatorin Dr. Eva-Maria Höhle; Quelle: BMUKK
Generalkonservatorin Dr. Eva-Maria Höhle (Bundesdenkmalamt)

Bild: Mag. Claudia Kragulj, MAS; Quelle: BMUKK
Mag. Claudia Kragulj, MAS (KulturKontakt Austria)
Moderatorin

Bild: Dr. Gabriele Trattner (BMUKK) überreichte die Urkunden; Quelle: BMUKK
Dr. Gabriele Trattner (BMUKK)
überreichte die Urkunden

Auswahl 10 Projekte aus 59

Die Qualität der Dokumentation über das Projekt - sowohl schriftlich, fotografisch und bildlich - aber auch die Qualität der Umsetzung und die Darstellung des Erkenntnisgewinns waren die Bewertungskriterien für die Jury bei der Auswahl der zu präsentierenden Projektarbeiten im Unterrichtsministerium. Weitere Anhaltspunkte für die Auswahl waren das fächer- und klassenübergreifende Arbeiten, die schulübergreifende Zusammenarbeit und die Öffnung der Schule durch die Zusammenarbeit mit externen Personen in der Region.

Bild: Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus und wirtschaftliche Berufe Bergheidengasse, Wien; Quelle: BMUKK

GUMMISTIEFEL trifft PRADA
Höhere Bundeslehranstalt für Tourismus und wirtschaftliche Berufe Bergheidengasse, Wien

Die Schülerinnen und Schülern zeigten, wie eine Auseinandersetzung mit literarischem Erbe aussehen kann, speziell dann, wenn es sich um eine so berühmte Künstlerperson wie Johann Nestroy handelt. Die Jugendlichen bearbeiteten sein Bühnenstück "Einen Jux will er sich machen“ und übertrugen es als Musical in die heutige Zeit.

Bild: Montessori Schule - Statutschule des Montessori Vereins Hütteldorf, Wien; Quelle: BMUKK

Denk-mal an den Frieden - Der Friedensnobelpreis als Friedensdenkmal
Montessori Schule - Statutschule des Montessori Vereins Hütteldorf, Wien

Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit virtuellen Denkmalen für den Frieden auseinander. Gemeinsam mit TheaterexpertInnen entwickelten sie aus den Recherchen zu den Biografien der Trägerinnen und Träger des Friedensnobelpreises Texte und Dialoge und brachten sie in einer szenischen Darstellung zur Aufführung.

Bild: Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Alterlaa; Quelle: BMUKK

Das Akkordeon in Wien
Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium Alterlaa, Anton Baumgartnerstraße, Wien

Die Schülerinnen und Schüler setzten sich sowohl mit dem Akkordeon als Instrument mit Wiener Tradition als auch mit dem Beruf des Musikers/der Musikerin auseinander. Mit Unterstützung der Berufsschule für Holzbearbeitung und Musikinstrumentenerzeugung wurde ein Aeolino nachgebaut und ein dafür komponiertes Stück uraufgeführt.

Bild: Volksschule Nonntal, Salzburg; Quelle: BMUKK

Hör mal, ein Denkmal!
Volksschule Nonntal, Salzburg

Wie hört sich ein Denkmal an? Bei diesem Projekt beschäftigten sich die Kinder mit den Denkmalen der Stadt Salzburg. Mit selbst erarbeiteten Texten entstand ein "hörbarer" Kinderstadtführer.

Bild: Islamische Fachschule für Soziale Bildung Neustiftgasse, Wien; Quelle: BMUKK

BecViyanaWien - Mädchen durch Wien
Islamische Fachschule für Soziale Bildung Neustiftgasse, Wien

Auf die Spuren des unbekannten Wien begaben sich die Schülerinnen, um die fremde Seite der Stadt mit ihren unterschiedlichen kulturellen Einflüssen zu entdecken. Die Ausgangsfrage war: „Wie sieht diese Stadt aus, wenn frau sie aus weiblicher und jugendlicher Sicht und aus einem mehrsprachigem Hintergrund heraus betrachtet?“

Bild: Volksschule St. Marein bei Neumarkt, Steiermark; Quelle: BMUKK

Va Friraszeit´n
Volksschule St. Marein bei Neumarkt, Steiermark

Alltagsgeschichten und spezielles Wissen "Va Friraszeit´n“ brachten die Volksschülerinnen und Volksschüler mit. Um früheres Wissen und den Wandel der Zeit erfassbar zu machen, haben sie sich - gemeinsam mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen - u. a. im Kurrent schreiben geübt, Strickliesl gestrickt, Butter gerührt oder Gstanzln gesungen.

Bild: Privates Bilinguales Oberstufenrealgymnasium des Schulvereins Komensky, Wien; Quelle: BMUKK

Cooking without borders - Die Tschechisch/Slowakische Minderheiten Kochshow
Privates Bilinguales Oberstufenrealgymnasium des Schulvereins Komensky, Wien

Ein Film über die kulturellen Besonderheiten der tschechischen und slowakischen Küche und deren Adaptierungen in Österreich in Zeiten von Fastfood ist das Ergebnis der Auseinandersetzung der Jugendlichen mit verschiedensten Kochkulturen und -gewohnheiten.

Bild: Liese Prokop Privatschule für Hochleistungssportler Maria Enzersdorf, Niederösterreich; Quelle: BMUKK

Sprache und kulturelles Gedächtnis
Liese Prokop Privatschule für Hochleistungssportler Maria Enzersdorf, Niederösterreich

Sprache als immaterielles Erbe war Thema des Projektes, das sich mit den Fragen beschäftigte: Wo und wie ist man durch Sprache in einer Gesellschaft verankert? Was sagen Stammbäume aus? Wie kann man Sprache in einer Ausstellung sichtbar machen?

Bild: Zweisprachige Neue Mittelschule Großwarasdorf, Burgenland; Quelle: BMUKK

Haydn und das kroatische und ungarische Liedgut in seinen Werken
Zweisprachige Neue Mittelschule Großwarasdorf, Burgenland

Wie kann man viel über Haydn erfahren ohne alles auswendig lernen zu müssen? Die Schülerinnen und Schüler aus dem Burgenland nahmen gemeinsam mit ihrer Partnerschule in Ungarn Haydns Werke näher unter die Lupe und entdeckten darin kroatisches und ungarisches Volksliedgut. Vor einem selbst gebauten Bühnenbild wurden seine Werke szenisch dargestellt.

Bild: Fachberufsschule II,  Klagenfurt; Landesberufsschule 2, Salzburg; Berufsschule Goldschlagstraße, Wien; Landesberufsschule 7, Graz; Quelle: BMUKK

Ich war da – Souvenirs als touristische Trophäen
Fachberufsschule II, Klagenfurt
Landesberufsschule 2, Salzburg
Berufsschule Goldschlagstraße, Wien
Landesberufsschule 7, Graz

Die Friseurlehrlinge setzten sich mit den Souvenirs zu den klassischen Denkmalen der Stadt Salzburg auseinander. Ausgewählte Denkmale wurden kreativen Frisuren gegenübergestellt und fotografisch verfremdet.

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