Abschlusspräsentation der Schulaktion "Kulturelles Erbe. Gestalte die Zukunft"
Mehr als 2.400 Schülerinnen und Schüler erkundeten im Schuljahr 2009/2010 mit Unterstützung von Expertinnen und
Experten die Vielfalt des kulturellen Erbes und stellten Bezüge zu ihrer eigenen Lebenswelt her. Dabei konstruierten
sie Webseiten mit virtuellen Rundgängen in 3-D, bauten architektonische Stadtmodelle, veröffentlichten mehrsprachige
Reiseführer und gestalteten Radiobeiträge, Dokumentarfilme oder Musicals.
Die Schulaktion "Kulturelles Erbe. Gestalte die Zukunft" wird vom Bundesministerium für Unterricht, Kunst und
Kultur initiiert und verfolgt die Zielsetzung, das Bewusstsein von jungen Menschen für die Bedeutung des kulturellen
Erbes zu stärken. Österreichweit wurden alle Schulen und erstmals auch Projektteams der schulischen Tagesbetreuung
eingeladen, an der Schulinitiative teilzunehmen und Konzepte einzureichen.
Die fächer-, schul- und länderübergreifende Initiative wurde mit dem Bundesdenkmalamt und der Österreichischen
UNESCO-Kommission gemeinsam mit KulturKontakt Austria im Schuljahr 2004/2005 gestartet und fand heuer bereits zum
sechsten Mal statt.
Aus den eingereichten Schulkonzepten wählte eine Fachjury 55 Projekte für eine finanzielle Unterstützung (pro
Projekt bis zu € 1.500,-) aus. Die Jury bewertete neben der Intensität der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem
Thema auch die Originalität und Kreativität des Projektzuganges.
Abschlusspräsentation der Schulaktion "Kulturelles Erbe. Gestalte die Zukunft" Am
28. Juni 2010 hatten 10 Projektgruppen die Gelegenheit, ihre Arbeiten und Ergebnisse im Festsaal des Bundesministeriums
für Unterricht, Kunst und Kultur zu präsentieren. Die Präsentationen machten nicht nur deutlich, wie engagiert die
Teams das kulturelle Erbe wahrnehmen, erhalten und weitergeben, sondern auch wie Kinder und Jugendliche mit ihren
eigenen Ideen die Zukunft mitgestalten.
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Sektionschef Dr. Michael P. Franz (BMUKK) bei der Eröffnungsrede
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Generalkonservatorin Dr. Eva-Maria Höhle (Bundesdenkmalamt)
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Dr. Gabriele Trattner (BMUKK) überreichte die Urkunden (im Bild rechts)
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Mag. Martina Mayr (KulturKontakt Austria) Moderatorin
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Mag. Gerhard Kowar (KulturKontakt Austria)
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Auswahl 10 Projekte aus 55 Die Qualität der Dokumentation über das Projekt -
sowohl schriftlich, fotografisch und bildlich - aber auch die Qualität der Umsetzung und die Darstellung des
Erkenntnisgewinns waren die Bewertungskriterien der Jury bei der Auswahl der Projektarbeiten für die Präsentation im
Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur. Weitere Anhaltspunkte für die Auswahl waren das fächer- und
klassenübergreifende Arbeiten, die schulübergreifende Zusammenarbeit und die Öffnung der Schule durch die
Zusammenarbeit mit externen Personen in der Region.
Bregenz - sagen.haft Neue Mittelschule Lauterach,
Vorarlberg
Die Schüler und Schülerinnen der Neuen Mittelschule Lauterach beschäftigten sich intensiv mit dem sprachlichen
Erbe und erforschten dabei Sagen und historische Plätze der Region Bregenz. In ihrem Projekt "Bregenz – sagen.haft"
arbeiteten sie mit einem Buchautor und Sagenerzähler zusammen und veröffentlichten eine gemeinsame Broschüre.
Schule im Wandel / Magie des Raums "gestern - heute - morgen" Integrative Lernwerkstatt Brigittenau, Wien
Das Projektteam der Integrativen Lernwerkstatt Brigittenau setzte sich im Rahmen der schulischen Tagesbetreuung
mit dem bevorstehenden Umbau Ihres historischen Schulgebäudes auseinander. Sie gestalteten ein mögliches Schulgebäude
der Zukunft.
Visualisierte Redensarten Bundesgymnasium/Bundesrealgymnasium Rohrbach, Oberösterreich
Die Schülerinnen und Schüler des Bundesgymnasiums/Bundesrealgymnasiums Rohrbach gingen der Frage nach, welche
Redensarten ihren Ursprung im textilen Handwerk haben. Die Ergebnisse setzten sie im Rahmen des fächerübergreifenden
Projekts "Visualisierte Redensarbeiten" in Form von textilen Wort-Bildern um.
Traditionelle bäuerliche Arbeit und historisches Handwerk in der Nationalparkregion
Oberes Mölltal Nationalpark-Hauptschule Winklern, Kärnten
Der traditionellen bäuerlichen Arbeit und dem historischen Handwerk in der Nationalparkregion Oberes Mölltal
widmete sich die Nationalpark-Hauptschule Winklern. Dazu führten die Schülerinnen und Schüler Interviews mit
Großeltern, Verwandten und Nachbarn und filmten noch gebräuchliche alte Arbeitstechniken. Auch sprachliche Ausdrücke,
die aus dem historischen Handwerk und der traditionellen bäuerlichen Arbeit stammen, wurden gesammelt und auf ihren
Ursprung untersucht.
Moving Garden Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium
Contiweg, Wien
"Moving Garden" nannte sich das Projekt des Bundesgymnasiums und Bundesrealgymnasiums Contiweg - die Schule war
im Schuljahr 2009/2010 in Containern untergebracht. Vor ihrem Umzug in die neu gestaltete Schule beschäftigten sich die
Schülerinnen und Schüler mit Pflanzen und deren Bedeutung sowie der Veränderung ihres Bezirks.
ein dunkler stein an der brücke erzählt - dunkelheit. lernen aus der geschichte -
vielfalt bereichert Volksschule Ansfelden, Oberösterreich
Wie wichtig es ist, auch aus den dunklen Kapiteln der Geschichte für die Zukunft zu lernen, zeigten die
Volksschülerinnen und Volksschüler aus Ansfelden in Oberösterreich. Sie setzten sich eingehend mit dem Todesmarsch der
ungarischen Jüdinnen und Juden in ihrer Heimat auseinander.
Mein Lieblingsbuch - eine autobiographische Spurensuche nach dem eigenen kulturellen
Erbe Schulzentrum Ungargasse, Wien
Wie man auch aus Kinderbüchern viel über die eigene Kultur und andere Kulturen erfahren kann, präsentierten die
Schülerinnen und Schüler des Schulzentrums Ungargasse in Wien. In ihrem Projekt "Mein Lieblingskinderbuch – eine
autobiographische Spurensuche nach dem eigenen kulturellem Erbe" befassten sie sich nicht nur mit für sie prägenden
Büchern, sondern verfassten auch neue Geschichten.
Greißlerei - Schuhmacher - Parfümerie: Eine Wiener Schatzsuche! Volksschule Marco-Polo-Platz, Wien
Auf eine Schatzsuche der besonderen Art machten sich die Schülerinnen und Schüler der Volksschule
Marco-Polo-Platz: In Zeiten großer Einkaufszentren besuchten sie alteingesessene Geschäfte wie Greißlereien und
Schuhmacher und entdeckten dabei ganz neue Arbeitsfelder.
Türen - Tore - Hinterhöfe / Vrata - zadnja dvoričša Hauptschule Bad Eisenkappel, Kärnten
Was verbirgt sich hinter Türen, Toren und Hinterhöfen? Das haben die Schülerinnen und Schüler Hauptschule Bad
Eisenkappel in Kärnten gemeinsam mit zwei slowenischen Schulen erforscht. In kreativer und multimedialer Weise hielten
sie das Erbe der Vergangenheit in ihrer Umgebung fest.
I red deitsch - I a, nua aundas Hauptschule 24 Auhofschule
Linz, Oberösterreich
Nachdem die Schülerinnen und Schüler der Hauptschule 24 Auhofschule in Linz das immateriellen Erbe der Sprache,
insbesondere die Mundart genauer unter die Lupe genommen und künstlerisch aufgearbeitet hatten, setzten sie ihre
Projektergebnisse von "I red deitsch – I a, nua aundas" bei der Abschlusspräsentation gekonnt in Szene.
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