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Dr. Hans Elkan-Denkmal: Denkmalerrichtung an der Schule für den in Theresienstadt ermordeten Lehrer Dr. Hans Elkan

Schule: Bundesgymnasium Dornbirn, Teilnehmer/innen – Anzahl: 22, Alter: 17 – 18 Jahre


Vorbereitungsphase seit 2003. Die geplante Umsetzung im Jahre 2004 (60. Todestag) konnte leider nicht realisiert werden, da das Projekt zwar von den Eltern, Schülerinnen und Schülern im Schulgemeinschaftsausschuss gutgeheißen wurde, nicht jedoch von der Mehrheit im Lehrkörper. Verordnung einer "Denkpause".

Geplant war Denkmalenthüllung am BG Dornbirn (Umsetzung eines Schülervorschlags) als Schul-Erinnerungstag an die sogenannte "Reichskristallnacht" am 10. November 2004.

Wintersemester 2004/05: nochmalige Diskussion und Projektpräsentation, das 100% Zustimmung und Auftrag zur Umsetzung. Ein Projekt (Fahne/Gedenkwoche) wird ausgewählt und bis zum Herbst 2005 realisiert.
Die Eröffnung wird im Rahmen eines Festaktes vorgenommen werden (9. oder 10. November).

Projektbeschreibung:
Interdisziplinäres Projekt: Denkmal
Das Thema Denkmal und Denkmalkultur wurde in Absprache mit den Schüler und Schülerinnen im Schuljahr 2003/2004 im Fach Bildnerischer Erziehung in der 7.b Klasse am Bundesgymnasium Dornbirn zum Schwerpunktthema gewählt.

Die Auseinandersetzung erfolgte in drei Schritten:

1) Anhand von Dokumentationen von Kriegerdenkmälern in verschiedenen Gemeinden des Schuleinzugsgebietes wurde erarbeitet, wie Denkmäler funktionieren, wie sie mehr über die Auftraggeber als über das Denkmalwürdige Auskunft geben können und die Grundproblematik aufgerissen.

2) Ein Vorprojekt trug den Titel: "Denkmal des unbekannten Schülers" und sollte noch in eher spielerischer Form Grundprobleme des Denkmals zu Bewusstsein bringen:
- Inhaltliche Ebene: Welcher Inhalt sollte transportiert werden?
- Ziel: Zu welchem Verhalten soll aufgefordert, welche "Gedenkprozesse" sollen in Gang gesetzt werden?
- Materielle Ebene: Welche Informationen, Anmutungen werden bestimmten Materialien zugeordnet? Was schwingt mit?
- Die Frage des Ortes: Welche Orte/Plätze haben welche Aufladung? -Symbolische Ebene: Die Frage nach der Konnotation von Dingen.

3) Hans Elkan-Denkmal am Bundesgymnasium Dornbirn
Auf der Basis einer breiten historischen Vorinformation und der Auseinandersetzung mit der Kategorie "Denkmal" entwickelten die SchülerInnen in Partner- oder Einzelarbeit Vorschläge für die Gestaltung einer Hans - Elkan - Gedenkstätte an der Schule.

Es wurde vorgeschlagen auf mehreren Ebenen vorzugehen:

Zielsetzung:
- Gedenken an die Person Hans Elkan
- Mahnung gegen faschistische, totalitaristische und xenophobe Tendenzen
- Bekenntnis zu einer Schulkultur der Toleranz, Offenheit und Kritik
- Zeichensetzung für die Ausrichtung der Erziehung am BGD

Um den Zielsetzungen eines solchen "Denkmals" zu entsprechen, wird ein mehrschichtiges Vermittlungskonzept vorgeschlagen:
Symbol:
Eine künstlerische Intervention verbindet Kurzinformation über die Person und zeichenhafte Deutung.
Im Rahmen einer BE-Aufgabenstellung der 7b werden diesbezügliche Vorschläge erarbeitet und vorgestellt. Diese sind als Anregung gedacht. Realisierungsdetails müssten erst abgeklärt werden.

Involvierte externe Partner/innen:
- Partnerschulen in BRD und Italien
- Kontakte zu Historikerkommission etc.

 

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