| | DAS TAGEBUCH DER MENSCHHEIT - Früher war alles anders - ist heute alles besser?
Hauptschule Rankweil-Ost 6830 Rankweil, Michl-Rheinberger-Straße 8
Teilnehmerinnen/Teilnehmer Alter: 13-14 Jahre Anzahl: 60
Unter dem Arbeitstitel "DAS TAGEBUCH DER MENSCHHEIT" unternehmen Schülerinnen und Schüler eine virtuelle
Zeitreise zusammen mit alten Menschen aus ihrer Umgebung und machen sich Gedanken über ihr Leben, ihren Alltag, ihre
Ziele, Träume, Ängste und Hoffnungen und nehmen dabei die oft getätigte Aussage "früher war alles anders - heute ist
alles besser" - respektive umgekehrt - näher unter die Lupe. Die Zeit des Erwachsenwerdens ist eine
spannende Zeit, sie ist durch die Vorbildwirkung von Stars und Idolen geprägt, deren Aussehen, Kleidung, Lebensstil und
Ideologien die Jugendlichen beeinflussen. 13- und 14-jährige Schülerinnen und Schüler suchen den aktiven Dialog mit
älteren Menschen und stellen Vergleiche an, wie die Welt damals aussah und wie sie jetzt aussieht. Was für Werte und
ethische Normen haben sie gehabt und wie haben sich diese im sozialen Umgang miteinander als Klassengemeinschaft oder
in der außerschulischen Freizeit ausgewirkt? Was für Traditionen, Sitten und Bräuche gab es damals, gibt es diese heute
immer noch bzw. haben sich diese vielleicht verändert oder weiterentwickelt? Im Rahmen des Projektes
besuchen sie das Vorarlberger Heimatmuseum in der Schattenburg Feldkirch und das Heimatmuseum Montafon, um das
kulturelle dokumentierte Erbe der Region näher kennen zu lernen. In Geschichte und Sozialkunde sowie Bildnerischer
Erziehung und Englisch sammeln die Schülerinnen und Schüler Ideen, recherchieren in Büchern, Filmen, im Internet und
skizzieren ein Portrait ihres eigenen Lebens in Form von Texten, Gedichten und Zeichnungen. Sie schreiben Tagebücher
über ihre Gedanken und Gefühle und halten diese in bildnerischer (Zeichnen, Malen mit Acryl und Wachsmalkreiden,
Graffiti, Comics) sowie schriftlicher Form fest. Dabei sind alle literarischen Gattungen
erlaubt. Parallel dazu interviewen die Schülerinnen/Schüler, Zeitzeuginnen/Zeitzeugen, die von ihrem
Alltaglebens, ihrer Freizeit, ihren Spielen und eigenen Tagebuchaufzeichnungen, aber auch alten Traditionen und
Bräuchen (die Faschingszeit und Spätwinterzeit mit der Funkenzeit - Vertreiben des Winters, Karneval etc.)
erzählen. Diese "Tagebücher von heute und von damals" werden auf Tafeln gedruckt und als
Dauerausstellung im Schulhaus der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Einige auf T-Shirts gedruckte Werke werden zu
lebendigen, wandelnden Tagebüchern, die überall von jedermann/jederfrau gelesen werden können - auf dem Schulweg, im
Bus, im Einkaufszentrum oder im Jugendclub.
Projektziele - Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte, ethischen Wertvorstellungen und dem Alltagsleben sowie
jenen der Großeltern, Eltern und anderen älteren Dorfbewohnerinnen/Dorfbewohner
- Gegenüberstellung der Gedanken von Jugendlichen früher und heute
- Gespräche und Interviews mit Zeitzeugen/Zeitzeuginnen über das frühere Leben in der Gemeinde
- Künstlerische Ausdrucksmittel für die eigenen Gefühle und persönlichen Vorstellungen austesten
Involvierte externe Partnerinnen/Partner Künstlerin
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