| | Nachricht vom Verlust der Welt
Gymnasium 1150 Wien, Friesgasse 4
Teilnehmerinnen/Teilnehmer Alter: 14-15 Jahre Anzahl: 22
Eine intensive Diskussion zum Thema Migration und Asyl im Unterricht regte die Schülerinnen und Schüler dazu
an, die Geschichte der jüdischen Bevölkerung lebendig aufzubereiten. Dazu besucht die Klasse eine Lesung sowie eine
Ausstellung in historisch relevanten Örtlichkeiten und sucht nach Spuren der damaligen Zeit. Auch durch eine Lesung und
anschließende Gespräche mit einer Zeitzeugin soll die Geschichte lebendig und vorstellbar werden.
Die Schülerinnen und Schüler sammeln mögliche sinnliche Eindrücke, insbesondere der Klangwelt
(Soldaten-Stiefel, Trillerpfeifen etc.) und stellen Überlegungen an, wie diese Klangwelt auf die jüdische Gemeinschaft
gewirkt haben könnte. In diesem Zusammenhang werden Fragen wie "Was ist körperliche und psychische/verbale Gewalt?"
aufgearbeitet. Die Jugendlichen sammeln ihre Eindrücke, lesen Texte, recherchieren und schreiben eigene Texte und
Szenen.
Anschließend probieren die Schülerinnen und Schüler ihre eigenen Szenen aus, verändern oder erweitern diese und
montieren sie mit anderen. Mit Unterstützung einer Regisseurin, einem Musiker und Schauspielstudentinnen und -studenten
erarbeiten die Schülerinnen und Schüler ein Theaterstück, bei dem das Publikum an historischen Orten des 15. Bezirks
von Spielort zu Spielort wandert. Zu den Aufführungen werden auch andere Schulen im Bezirk eingeladen, denen die
jugendlichen Bühnenakteurinnen und -akteure mit Unterstützung eines Theaterpädagogen im Anschluss an das Stück
Workshops und Gesprächskreise anbieten.
Projektziele - Beschäftigung mit den Ereignissen im zweiten Weltkrieg bzw. dritten Reich, insbesondere mit dem 15.
Bezirk
- Beschäftigung mit dem Buch "Nachricht vom Verlust der Welt" von Inge Rowhani-Ennemoser, ehemals
Bewohnerin des 15. Bezirks
- Gespräche mit Zeitzeuginnen/Zeitzeugen
- Erarbeitung einer Theatervorstellung
- Persönliche Ziele für die Schülerinnen/Schüler: Agieren auf der Bühne, Stärkung der Persönlichkeit,
Stärkung der Klassengemeinschaft, Teambewusstsein durch Ensemblebildung, chorisches Arbeiten, Entwicklung von
historischer Verantwortung für die Geschichte des eigenen Landes
Involvierte externe Partnerinnen/Partner Dozentin für Regie
Schauspielerinnen/Schauspieler Kulturvermittlerin Theaterpädagoge
Bühnenbildnerin Studentinnen/Studenten des Max Reinhardt Seminars
Zeitzeuginnen/Zeitzeugen
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