Die Grenze als Möglichkeitsraum
Bundesgymnasium und Bundesrealgymnasium 2000 Stockerau, Unter den Linden 16
Teilnehmerinnen/Teilnehmer Alter: 17 Jahre Anzahl: 28
2009 jährt sich das Ende der innereuropäischen Zäsur des Eisernen Vorhanges zum zwanzigsten Mal. Das in die
Köpfe der Menschen eingeprägte Grenzdenken ist zum Teil nach dem Fall des Eisernen Vorhanges durch den Seitenwechsel
der Überwachung dennoch präsent. Mit der Ostverschiebung der Schengen-Außengrenze wird Zentrum, was lange Rand war. In
den kommenden Jahren wird die Interpretation und öffentliche Kommunikation solcher durch die Genese der Nationengrenzen
geprägten Landschaftsräume von Bedeutung sein, um die heute vorgefundenen Elemente als Basis nach einer wechselvollen
Geschichte zu begreifen. Aufbauend auf das seit 2008 stattfindende phänomenologische Forschungsprojekt
(L)OST LINKS untersucht ein grenz-, generations- und kulturüberschreitendes Netzwerk die Phänomene der Grenze. Ist die
Grenze Raum? Was zeichnet sie aus? Wo sind die Verbindungen? Wo sind die Unterschiede? Bei einem
Workshop sammeln die Schülerinnen und Schüler Informationen zum historischen und kulturellen Erbe dieser europäischen
Region anhand des Fallbeispiels Tschechien - Österreich. Wie unterscheidet sich die Geschichte zwischen Tschechien und
Österreich? Welches Mahnmal ist wessen Denkmal? Im fächerübergreifenden Unterricht werden die Formen, Entwicklungen und
Ausprägungen von Grenzen, der Eiserne Vorhang, Sudetendeutsche, die tschechoslowakische Bunkerlinie sowie Klischees und
Vorurteile, aber auch grenzüberschreitende Projekte wie Excalibur City, der Zwei- Länder-Park (Access Industrial Park
Gmünd) zum Thema gemacht. Im Rahmen von Projekttagen dokumentieren die Jugendlichen gemeinsam mit ihrer
Partnerschule in Znajmo die wechselvolle Geschichte in der Grenzregion und lernen, wie bestimmte Symbole im Raum zu
deuten sind. Die Ergebnisse werden der Öffentlichkeit in einer Ausstellung präsentiert.
Projektziele - Grenzen im Kopf und räumlich differenziert wahrnehmen
- Grenzen im historischen Kontext verstehen
- Genderspezifische Unterschiede im Kontext identifizieren
- Konflikte und Probleme von Grenzräumen an einem Fallbeispiel erklären und die Prinzipien und Phänomene
auf ähnliche Raumsituationen anwenden
- Zielgerichtet und strukturiert Aufgabenstellungen und Probleme lösen
- Medienkompetenz und Gestaltungskompetenz stärken
- Präsentation der Ergebnisse
Involvierte externe Partnerinnen/Partner Landwirtschaftsarchitektinnen/Landschaftsarchitekt Institut für kulturressistente Güter
Institut für Geografie und Regionalforschung der Universität Wien Tschechische
Partnerschule in Znajmo IUCN - International Union for Conservation of Nature (Serbien Montenegro)
European Green Belt (Ungarn)
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