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Die Erinnerung an jüdische SchülerInnen in Kärnten

Bundeshandelsakademie International Klagenfurt
9020 Klagenfurt, Mosteckyplatz 1

Teilnehmerinnen/Teilnehmer
Alter: 15 Jahre
Anzahl: 24

Bei Arbeiten im Archiv der Bibliothek wurde vor kurzem ein Erlass aus dem Jahr 1938 gefunden, in dem die Verweisung aller jüdischen Schülerinnen/Schüler aus der Handelsakademie angeordnet wurde. Es gibt an der Schule bis jetzt keine Informationen darüber, ob und wie viele jüdische Jugendliche von diesem Erlass betroffen waren, was mit ihnen geschehen ist. Es gibt auch keinerlei Zeichen der Erinnerung, Gedenktafeln o. ä. an der Schule.
Dies ist symptomatisch für die sehr mangelhafte Erinnerung an das Schicksal der Vertreibung und Ermordung von Kärntner Jüdinnen und Juden: Das Denkmal für die ehemalige Synagoge in Klagenfurt steht versteckt hinter einem Zaun und ist im öffentlichen Bewusstsein kaum präsent. Dass es in Klagenfurt einen jüdischen Friedhof gibt, ist nur wenigen bekannt.
Deshalb soll in diesem Projekt der Geschichte der jüdischen Schülerinnen und Schülern an der Handelsakademie in Klagenfurt nachgegangen werden und es sollen Jahresberichte, Klassenbücher, die Archive der Schule, der Gemeinde, des Landes, der Diözese und der Absolventinnen/Absolventen-Vereinigung durchgesehen werden. Den Jugendlichen soll die Möglichkeit gegeben werden, mit Historikern/Historikerinnen, Vertreterinnen/Vertretern der jüdischen Kultusgemeinde zu diskutieren, Exkursionen zu markanten Orten der jüdischen Geschichte in Kärnten und zu ausgewählten Erinnerungsorten wie dem "Denkmal der Namen" in Villach zu unternehmen und sich mit der Geschichte der Jüdinnen und Juden in Kärnten durch eigene Recherchen auseinanderzusetzen. Schließlich soll gemeinsam mit einer Kärntner Künstlerin eine Erinnerungstafel für jene Schulen gestaltet und angebracht werden, in denen jüdische Kinder Opfer des Rassenwahns wurden. In Kooperation mit dem Projekt "A letter to the stars" ist geplant, einen Zeitzeugen aus Israel einzuladen, der in Villach geboren wurde, mit seinen Eltern nach Israel emigrierte und am Aufbau des Staates Israel mitgewirkt hat.

Projektziele

  • Erforschung der Geschichte der jüdischen Schülerinnen und Schüler an der Schule
  • Einbettung dieser Erkenntnisse in die kollektive Erinnerung an Jüdinnen und Juden in Kärnten und in die Geschichte ihrer Verfolgung
  • Errichtung einer Gedenktafel gemeinsam mit einer Kärntner Künstlerin
  • Abhaltung einer öffentlichen Abschlussveranstaltung mit Zeitzeugen

Involvierte externe Partnerinnen/Partner
Projekt Erinnern.at
Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Landesgruppe Kärnten
Mauthausen-Komitee Kärnten-Koroska
Verein Erinnern Villach
Memorial Kärnten Koroska

 

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