| | Oberösterreich: Vom Bauernland zum Industrieland. Auf den baugeschichtlichen Spuren eines
Bundeslandes.
Schule: Hauptschule 11, Linz, Teilnehmer/innen – Anzahl: 25, Alter: 12 Jahre
Bei dem Projekt geht es zum einen darum, die Gebäude der Schul- bzw. Wohnumgebung als
Zeugnisse einer von der Industrie und Wirtschaft geprägten Vergangenheit (und Gegenwart) unter neuen Aspekten zu
entdecken. Zum anderen erhalten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, die baugeschichtlichen
Wurzeln am Land (in einer Mühlviertler Gemeinde) in Form von erhaltenen regionaltypischen Dorf-, Hof- und Hausformen
näher kennen zu lernen.
Dabei steht vor allem die Anregung zum "Sehen" und die Anleitung der Reflexion mit verschiedenen Impulsen
(unter Einbeziehung möglichst vieler Sinne) im Vordergrund.
Zeitlicher Umfang: 2 halbe Projekttage: jeweils 8.00-13.00, vorläufiger Termin: Dienstag 5.4.2005 und Dienstag
12.4.2005
Orte: 1. Linz: Einzugsgebiet der Schule, Wohnumgebung der Schüler/innen (industriell geprägte
Baudenkmale, Südbahnhof, Arbeitersiedlungen, Gewerbebetriebe) 2. Mühlviertel: Dabei wird aus drei Orten
(Leopoldschlag, Ottenschlag, Stiftung bei Reichenthal), in denen noch ein überdurchschnittlicher Anteil an
regionaltypischen Bauten und Bauformen erhalten ist, im Laufe der Vorbereitungen ein Ort als Projektort ausgewählt.
Die beiden Halbtage setzen sich aus verschiedenen „Bausteinen“ zusammen, dabei werden jeweils unterschiedliche
Aspekte thematisiert. Zum Beispiel:
- In einer Art Schatzsuche werden zuvor fotografierte und vergrößerte Details von Gebäuden in kleinen
Gruppen vor Ort gesucht.
- Bei dem Projekt sollen möglichst viele verschiedene Sinne angesprochen werden und haptische Erlebnisse
ermöglicht werden. Zum Beispiel: Wie fühlt sich eine alte Holztür an? Wie riecht sie? – Vergleich mit dem Alltag der
Schüler/innen: Wie riecht die Tür in meinem Kinderzimmer? Versuch dies sprachlich in Vergleiche bzw. Eigenschaftswörter
zu fassen.
- Wo entdecke ich am (bzw. im) Gebäude Spuren der Menschen, die darin gelebt haben? (z.B. ausgetretene
Steinböden)
- Bsp: Schriftliche Beobachtungsaufgabe: Die Fassade von Gebäuden und ihre einzelnen Elemente:
Beobachtung und Unterscheidung zweier Gebäude, Dachformen: Wie viele verschiedene kann ich in einem abgegrenzten Gebiet
erkennen (wer findet die meisten)? Öffnungen im Bau (Türen, Fenster), Höhe der Gebäude.
Die Tatsache, dass ca. die Hälfte aller Schüler/innen nicht aus Österreich stammen, lässt das Thema Identität
(woher komme ich - wo lebe ich - wie wird die Zukunft sein) besonders präsent erscheinen.
Involvierte externe Partner/innen: - Kunsthistorikerin - div. Hausbesitzer,
Anrainer
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