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Session 2: Sammeln und Konvertieren

Ein Kennzeichen unserer Zeit ist die enorme Fülle von analogem und digitalem Material; sie stellt eine große Herausforderung für Kulturerbeinstitutionen dar. In der institutionellen Praxis des Sammelns und Konvertierens von kulturellen und wissenschaftlichen Quellen wächst zunehmend das Bewußtsein, dass sich die Natur der Dinge mit zunehmender Materialmenge entscheidend ändert. Die zunehmende Flut an Information verlangt weitgehend automatisierte und industrielle Prozesse, um sowohl Leistung als auch Effizienz der Konvertierung von analog zu digital zu steigern. Ebenso verlangt die rasch wachsende Menge an elektronisch geschaffener Information (so genannte “born-digitals“) die Definition von strikten Auswahlstrategien und gegebenenfalls, auch eine Teilung der Zuständigkeiten. Die wachsenden Datenmengen beim Sammeln und Konvertieren von kulturellen und wissenschaftlichen Quellen erfordern zudem einen kollaborativen Ansatz, der institutionelle und nationale Grenzen überschreitet.

Dieser erste Themenblock beschäftigt sich mit Fragen rund um das Sammeln und Konvertieren von digitalen kulturellen und wissenschaftlichen Quellen: Wie können sich Institutionen effizient sowohl um analoges als auch digitales Material kümmern? Welche industriellen Methoden und Technologien werden zur Zeit entwickelt, um die wachsende Menge von kulturellem und wissenschaftlichem Material in digitale Formate zu konvertieren? Wie können Institutionen diese großen Datenmengen bewältigen? Wie sehen effiziente Strategien für die Auswahl und Sammlung von “born-digitals” aus? Und: Ist im Informationszeitalter absichtliches Vergessen eine optionale Auswahlstrategie?

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