| | Session 3: Verbinden
Die Schaffung eines reichhaltigen Europäischen Raumes für digitales Kulturerbe setzt voraus, dass viele
verschiedene Institutionen und Akteure dazu beitragen und daran teilnehmen. Gegenwärtig gleicht dieser gemeinsame Raum
jedoch mehr einer zerstreuten Inselgruppe als einem gemeinsamen Festland: Viele einzelne Institutionen stellen ihre
Objekte und Sammlungen im Web zur Verfügung, ohne jedoch sinnvolle Verbindungen dazwischen herzustellen.
Das Web eröffnet einen Weg, die Vision eines gemeinsamen Europäischen Kulturraumes umzusetzen. Was jedoch fehlt
ist ein ausreichendes Verständnis, dass Netzwerktechnologien per se auch Kollaboration und Koordination im
organisatorischen Bereich voraussetzen. Kulturelle und wissenschaftliche Quellen zu verbinden heißt nämlich nicht nur,
Daten und Technologien, sondern auch Menschen, Institutionen, Bereiche und schließlich auch unterschiedliche Kulturen
zu integrieren. Es könnte sich durchaus herausstellen, dass die zentrale Hürde zur Umsetzung eines gemeinsamen
Informationsraumes für digitales Kulturerbe weniger im technologischen sondern viel mehr im organisatorischen Bereich
liegt.
Dieser 3. Themenblock befasst sich mit dem Verbinden und Verknüpfen von Objekten und Sammlungen, sowie von
Institutionen und Menschen: Wie können Objekte und Sammlungen sinnvoll verbunden werden? Wie können die Institutionen
die Zusammenarbeit besser managen und welche Strategien müssen bezüglich der Arbeitsteilung, der gemeinsamen Nutzung
von Ressourcen (z.B. Massenspeicher) und der Schaffung integrierter Prozesse und Arbeitsabläufe entwickelt werden?
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