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Session 4: Vermitteln und Zusammenarbeiten

Europas Bürgerinnen und Bürger sind mit verschiedensten Hindernissen konfrontiert, wenn sie im Web nach kulturellen und wissenschaftlichen Quellen suchen. Barrieren treten auf unterschiedlichen Ebenen auf, z.B. auf Ebene der Benutzerfreundlichkeit und Zugänglichkeit (Design der Schnittstelle, Zugang für behinderte Menschen etc.), auf technologischer Ebene (unzulängliche Anwendungen, Bandbreite etc.), im finanziellen Bereich (freie oder kostenpflichtige Webservices), bezüglich sprachlicher Einschränkungen (mehrsprachige Beschreibung der Quellen fehlen) oder die Fragen des Urheberrechts betreffend. Darüber hinaus sind Webpräsentationen von Kulturinhalten oft aus der Perspektive der jeweiligen Institution gestaltet und geben dementsprechend wider, was die Institution und deren Mitarbeiter/-innen für relevant und interessant für halten.

Der oft eindimensionalen Berücksichtigung der Benutzerwünsche zum Trotz, schaffen aktive Anwender innerhalb von dynamischen User Communities vermehrt ihre eigene Version des Webs - mit Inhalten, die relevant und wichtig für ebendiese Gemeinschaften sind. Anwenderfreundliche Werkzeuge wie Weblogs und Wikis ermutigen und stimulieren solche Online-Gemeinschaften, an denen Bürger/-innen mitarbeiten und ihre eigenen Sichtweisen und Inhalte mitteilen können.

Wenn Kulturerbe an europäische Bürgerinnen und Bürger vermittelt werden soll, treten folgende Fragen auf: Welche Erfolgsbeispiele gibt es für geglücktes Kommunizieren von kulturellem und wissenschaftlichem Erbe? Wie können wir die Hindernisse abbauen, die die Bürger/-innen beim Verwenden von Quellen des digitalen Erbes einschränken? Wie können Institutionen die rapide wachsenden und dynamischen User-Communities für sich erschließen, und wie werden die Institutionen ihrerseits attraktiv für diese Gemeinschaften? Wie sehen nützliche Modelle für eine Balance zwischen Urheberrecht und den Bedürfnissen der Anwender/-innen aus? Diese Fragen bilden den Schwerpunkt des dritten Themenblocks.

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