Die Sammlung Österreich - Zukunftsdiskussion über die Bundesmuseen
Museumspolitik ist ein wichtiger Schwerpunkt der Kulturpolitik. Nach der erfolgreichen Ausgliederung der
Bundesmuseen vor zehn Jahren wird mit der Zukunftsdiskussion ein nächster Innovationsschritt gesetzt. Die
Zukunftsdiskussion ist um drei kulturpolitische Fragen strukturiert und wird unter Einbindung von ExpertInnen, der
politischen Parteien, der MuseumsdirektorInnen, Kuratoriumsmitgliedern, MedienvertreterInnen, Vertretern des
Ministeriums unter der Leitung des ModeratorInnenteams in großen Dialogen mit 40-50 TeilnehmerInnen und internationalen
ImpulsgeberInnen diskutiert:
1) „Staatliche Museumspolitik“
2) „Sammlungs- und Programmpolitik“
3) „Governance“
Nach mehreren Runden von Zukunftsgesprächen formulierte das ModeratorInnenteam in Abstimmung mit dem
Ministerium im April 2008 Thesen, welche der Bundesministerin vorgelegt wurden. Auf Basis dieser Thesen hat
Kulturministerin Dr. Claudia Schmied die museumspolitischen Ziele ausgewählt, die den Kern der weiteren Überlegungen
und Schritte bilden. Im Rahmen der DirektorInnenkonferenz vom 10.11.2008 stellte die Bundesministerin
den GeschäftsführerInnen von Bundesmuseen und Österreichischer Nationalbibliothek ihr
Grundsatzpapier "Museumspolitische Ziele. Schwerpunktsetzungen auf
Basis der museumspolitischen Initiative" (pdf, 21 KB) vor und diskutierte in diesem Kreis die sich daraus
ergebenden weiteren Maßnahmen und Überlegungen.
Wesentliche Ziele dieses Papiers sind die Steigerung der Teilhabe der Bevölkerung an der Sammlung Österreich
durch Maßnahmen wie etwa eine umfassende Digitalisierungsstrategie, ein genereller Gratis-Eintritt bis zum 19. Lebensjahr und Vermittlungsschwerpunkte für neue
BesucherInnenkreise. Weiters soll mehr Raum für Gegenwartskunst geschaffen werden. Ein weiterer Schwerpunkt wird der
wissenschaftlichen Arbeit der Bundesmuseen eingeräumt. Die Forschung wird als Kernkompetenz und Kernaufgabe der
Bundesmuseen unterstrichen. Zentrale Zielsetzung ist außerdem die Stärkung der Profile der einzelnen Häuser.
Schwerpunktsetzungen und bessere Abstimmung der einzelnen Museen sind für eine lebendige Museumslandschaft unabdingbar.
Die Zukunftsdiskussion soll aber über den Rahmen von geladenen Arbeitskreisen und ExpertInnengruppen auch in
der Öffentlichkeit geführt werden. Ihre Fragen, Meinungen und Anregungen zu diesen Museumsfragen sind uns gerade in
diesem Prozess sehr wichtig. Sie erreichen uns unter museumsreform@bmukk.gv.at.
Weitere Informationen zu den Themen finden Sie unter www.museumsreform.at.
Entwurf:
Verordnung der Bundesministerin für Unterricht, Kunst und Kultur betreffend die Museumsordnung für das
Kunsthistorische Museum mit Museum für Völkerkunde und Österreichischem Theatermuseum |