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Museumsprogramm im Mai 2013

Aktuelle Ausstellungs- und Veranstaltungshinweise österreichischer Bundesmuseen.

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HIGHLIGHTS — MAI 2013

„Kaiser Karl V. erobert Tunis“ im Kunsthistorischen Museum Wien ab 7. Mai

Ab 7. Mai - neue Ausstellung:
Kaiser Karl V. erobert Tunis
Dokumentation eines Kriegszuges
7. Mai 2013 – 2. Februar 2014
Im Juni 1535 stach Kaiser Karl V. mit einer Flotte von 400 Schiffen und über 30.000 Soldaten von Sardinien aus in See, um das von Osmanen besetzte Königreich Tunis zu erobern. Um die Ereignisse des Feldzuges und seinen erhofften Sieg in allen Details der Nachwelt zu überliefern, hatte Karl V. neben Historikern und Dichtern auch seinen Hofmaler Jan Cornelisz Vermeyen als Begleiter und Berichterstatter ausgewählt. Erst 1546, elf Jahre nach dem Sieg, erhielt der flämische Künstler den Auftrag, Vorlagen für insgesamt zwölf monumentale Tapisserien mit Darstellungen des Feldzuges anzufertigen. Als Grundlage dienten ihm Zeichnungen und Skizzen, die er selbst vor Ort in großer Zahl angefertigt hatte.
Solche Kartons, also original große Vorlagen, die dem Wirker als Hilfsmittel bei der Herstellung von Tapisserien dienten, haben sich nur selten erhalten. Das Kunsthistorische Museum ist jedoch in der glücklichen Lage, zehn der ehemals zwölf „Tunis-Kartons“ zu seinem Bestand zu zählen. Sie haben die Zeiten überstanden, da sie als eigenständige Kunstwerke geschätzt und von späteren Generationen sogar Tizian zugeschrieben wurden. Bei der Ausführung dieser Kartons in Kohlestift, koloriert mit Aquarell bzw. Gouachfarben, wurde Vermeyen unter anderem vom flämischen Maler Pieter Coecke van Aelst unterstützt. Vier Jahre dauerte es die bis zu 4 Meter hohen Vorlagen zu vollenden. Die topographisch genau wiedergegebenen Schauplätze und die detailreichen Schilderungen führen das turbulente Kriegsgeschehen anschaulich vor Augen. Auf jedem Karton ist eine oder mehrere Phasen des Feldzuges dargestellt. Für das inhaltliche Programm war vermutlich der spanische Historiker und Kosmograph Alsonso de Santa Cruz verantwortlich, der zwar nicht an dem Feldzug teilgenommen, aber auf der Grundlage von Augenzeugenberichten einen vielbeachteten geschichtlichen Abriss der Ereignisse verfasst hatte.
Diese einzigartigen Kartons stehen im Zentrum der Ausstellung. Ergänzt wird der Blick auf die Eroberung von Tunis durch Bestände verschiedener Sammlungen des Kunsthistorischen Museums wie der Bibliothek, der Gemäldegalerie, der Hofjagd- und Rüstkammer, der Kunstkammer sowie dem Münzkabinett, die verschiedene Blicke auf das Geschehen von 1535 ermöglichen.
ÖFFNUNGSZEITEN: Dienstag bis Sonntag 10 - 18 Uhr; Donnerstag 10 - 21 Uhr
Kunsthistorisches Museum Wien - Burgring 5, 1010 Wien
Tel. +43 1 525 24- 0; Fax +43 1 525 24- 4099
E-Mail: info@khm.at - Internet: www.khm.at

„Manfred Bockelmann. Zeichnen gegen das Vergessen“ im Leopold Museum ab 17. Mai

16. Mai, 19 Uhr - Eröffnung der Ausstellung:
Manfred Bockelmann
Zeichnen gegen das Vergessen
17. Mai – 2. September 2013
Die Sonderausstellung »Zeichnen gegen das Vergessen« zeigt großformatige Porträts, durchwegs Kohlezeichnungen, von Kindern und Jugendlichen, die zu Opfern des Nazi-Terrors wurden. Der Künstler Manfred Bockelmann will damit »Zeichen gegen das Vergessen« setzen. Es geht ihm darum »zumindest einigen wenigen Namen und Nummern Gesichter zu geben, ein paar Menschen aus der Anonymität der Statistik herauszuheben«.
»Mit den Mitteln seiner Kunst«, schreibt Heiner Hammerschlag, »fördert er die Opfer aus dem Dunkel der Verdrängnis ans Licht und führt uns das Monströse des legalisierten Verbrechens auf subtile Art vor Augen.«
Manfred Bockelmann: »Ich zeige keine Märtyrer, keine Leichenberge und keine geschundenen Kreaturen, deren Gesichter von Hunger, Krankheit und Erschöpfung gekennzeichnet sind, die ihrer Individualität beraubt wurden. Ich zeige Individuen, denen das Martyrium noch bevorsteht.«
Die porträtierten Kinder und Jugendlichen sind zwischen zwei und sechzehn Jahren alt, sie wurden am Wiener Spiegelgrund und in den Konzentrationslagern Auschwitz-Birkenau, Hartheim und Theresienstadt sowie anderen Orten zu Opfern des Nazi-Terrors. Diese jungen Menschen wurden zwischen 1941 und 1945 ermordet, weil sie Juden, Slawen oder »Zigeuner« waren, weil ihre Eltern Gegner des Regimes waren oder weil sie an körperlichen oder geistigen Gebrechen litten. Dem Rassenwahn des »Dritten Reichs« nach waren sie »Volksschädlinge«, die es auszumerzen galt, um die vermeintliche »Reinheit des deutschen Blutes« zu gewährleisten.
Als Vorlagen der Porträts dienen erkennungsdienstliche Fotografien der damaligen Behörden – Gestapo, SS, Ärzteschaft -, die nach der Deportation der Kinder und Jugendlichen in den Spitälern und Lagern gemacht wurden. Sie tragen dann den berüchtigten breit gestreiften Häftlingsanzug, ihre Köpfe sind kahlgeschoren. Dagegen wurden andere, vornehmlich Roma und Sinti, in den Sammellagern dazu aufgefordert, sich bei den Behörden zum Fototermin zu melden. Sie tragen ihre besten Kleider, wollen guten Eindruck machen, wissen noch nicht, was ihnen angetan werden wird - und doch ist ihnen allen Angst und Unsicherheit deutlich ins Gesicht geschrieben.
Die Porträts zeigen zugleich schöne, junge Mitmenschen. Gerade in diesen Bildern der damals so genannten »Unreinen« zeigt sich eine reine Menschlichkeit. Der Anspruch des Künstlers, »gegen das Vergessen« zu zeichnen, meint nicht nur diese ganz besonderen jungen Menschen, die einen Namen und eine Biografie haben, sondern zielt darüber hinausgehend darauf ab, den Wert einer empathischen Mitmenschlichkeit nicht zu vergessen; sich seiner eigenen Mitmenschlichkeit inne zu werden – nicht nur der Vergangenheit gegenüber, sondern auch jetzt, in der Gegenwart.
Die Blicke der jungen Menschen in den Porträts bringen in den Betrachtenden etwas Verwandtes zum Klingen. Sie evozieren eine Verwandtschaft, ja eine Identität, die die Grundlage jeder humanistischen Ethik ist. Die Photographien der Nazi-Behörden sollten »die Anderen« zeigen, »das Andere« ablichten. Die Kohlezeichnungen Bockelmanns dagegen deuten auf das Selbe im Abgebildeten und im Betrachter, bilden eine Menschengemeinschaft, um die man sich zu sorgen hat. Ich-im-Anderen, der oder die Andere-in-mir – der Andere ist in Wahrheit der oder die »Nicht-Andere«. Teil zu nehmen, Anteil zu nehmen, nicht wegzusehen, sich zu identifizieren – das ist hier die Botschaft. Gewiss zerreißt es einem das Herz, verstummt einem die Sprache, will man nicht hinsehen. Und doch werden in diesem Geschehen diese selben jungen Menschen, denen man das Leben genommen hat, auf eine andere Weise wieder zum Leben erweckt.
Die archaische, brüchige, von der Hand des Künstlers geführte Kohle wirkt auf ihre Weise gegen die Kälte und Stabilität der erkennungsdienstlichen Linse, gegen das mörderische, kein Widerreden duldende Arrangement. Dem Ernst dieses Themas kann man nur entsprechen, wenn man das Kreatürliche, das Fragile und Verletzliche, das in besonderer Weise Bedürftige annimmt und aufnimmt, es nicht versteckt, sondern es positiv bestätigt.
»Sich als Unvollendeten stehen zu lassen«, war das zuletzt erreichte, humanistische Credo eines österreichischen Schriftstellers, der davor ebenfalls für einige Zeit von der NS-Ideologie des Reinen und Starken infiziert war. Die jungen Menschen auf den Porträts hatten gar keine andere Wahl als sich als »Unvollendete stehen zu lassen«. Und doch zeigt sich gerade hier, deutlich gemacht durch die künstlerische Transformation der Kohlzeichnungen Bockelmanns, etwas zutiefst Vollendetes und Ganzes.
Kurator: Diethard Leopold
ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich außer Dienstag 10-18 Uhr; Donnerstag 10-21 Uhr; Dienstag geschlossen
Leopold Museum im MuseumsQuartier - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Tel: +43 1 525 70 - 0; Fax: +43 1 525 70 - 1500
E-Mail: office@leopoldmuseum.org - Internet: www.leopoldmuseum.org

„Lina Bo Bardi: Together“ im Architekturzentrum Wien ab 17. Mai

16. Mai, 19 Uhr - Eröffnung der Ausstellung:
Lina Bo Bardi: Together
Veranstaltungsort: Architekturzentrum Wien - Halle F3
Ausstellung: 17. Mai – 12. Juni 2013
Tickets: Eintritt frei!
Zur Eröffnung sprechen:
Noemí Blager, Kuratorin der Ausstellung
Tapio Snellman, Filmemacher
Madelon Vriesendorp, Künstlerin
Lewis Jones, Assemble
Claudio Feltrin, Arper CEO
„Lina Bo Bardi: Together“ ist eine Film- bzw. Kunstinstallation, die das Werk der italienisch-brasilianischen Architektin feiert, 
die in Brasilien ein beeindruckendes Erbe hinterlassen hat. 
Die Ausstellung ist ein Gemeinschaftswerk von Noemí Blager, Madelon Vriesendorp und Tapio Snellman. Sie konzentriert 
sich darauf, wie Menschen Lina Bo Bardis Gebäude benutzen. Durch eine Art „Nachstellung“ wird es ermöglicht, ihre Gebäude direkt in deren urbanem Kontext zu erleben. Die Ausstellungsgestaltung stammt von „Assemble“, einem Londoner Design- und Architekturkollektiv. Sie reflektiert Bo Bardis Vision von einer Architektur der sozialen Verantwortung. „Lina Bo Bardi: Together“ wurde im Winter 2012 erstmals in der British Council Gallery in London gezeigt und macht sich nun auf eine Reise durch Europa – das Az W ist eine ihrer ersten Stationen.
Eröffnung in englischer Sprache
Eintritt frei!
ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10:00 – 19:00 Uhr
Architekturzentrum Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Telefon +43 (1) 522 31 15; Fax +43 (1) 522 31 17
E-Mail: office@azw.at - Internet: www.azw.at

„Zwischen Königgrätz und Córdoba“ in der Österreichischen Nationalbibliothek ab 17. Mai

Ab 17. Mai - neue Ausstellung:
Zwischen Königgrätz und Córdoba
Meldungen, die Österreich bewegten
Prunksaal
17. Mai – 3. November 2013
Eine kurz(weilig)e Geschichte Österreichs in Schlagzeilen und Bildern bietet die neue Ausstellung „Zwischen Königgrätz und Córdoba“ im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Der kulturhistorische Bogen spannt sich über eine bunte Vielfalt an Meldungen aus den letzten 500 Jahren. Die Schau zeigt auf, was sich im nationalen Gedächtnis des Landes verankert hat oder sogar zu identitätsstiftenden Mythen wurde. Was begeisterte, bewegte, deprimierte Österreich?
Die Schlacht von Königgrätz 1866 und das Fußballmatch von Córdoba 1978 umfassen dabei zwei Extreme österreichischer Befindlichkeit: Hier die fatale militärische Niederlage gegen die preußische Armee, dort der gnädige Fußballgott, der dem Land einen historischen Sieg über Deutschland bescherte.
Titelgeschichten und Sensationsmeldungen aus allen Bereichen des öffentlichen Lebens, von Politik, über Wirtschaft, Sport und Kultur bis hin zur Gesellschaft ergeben in der Zusammenschau einen Überblick über bedeutende historische Ereignisse Österreichs.
Kosten:
Erwachsene: € 7,-
Ermäßigungen: www.onb.ac.at
Kinder und Jugendliche bis 19 Jahre: Eintritt frei
ÖFFNUNGSZEITEN: Dienstag – Sonntag 10 – 18 Uhr; Donnerstag 10 – 21 Uhr
Österreichische Nationalbibliothek - Josefsplatz 1, 1015 Wien
Telefon: (01) 53 410 - 261 oder 464
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@onb.ac.at - Internet: www.onb.ac.at

„WWTBD - What Would Thomas Bernhard Do“ in der Kunsthalle Wien vom 17. – 26. Mai

17. – 26. Mai - Ausstellung & Veranstaltungen:
WWTBD - What Would Thomas Bernhard Do
Kunsthalle Wien Museumsquartier,
17. Mai – 26. Mai 2013
10 Tage / 100 Veranstaltungen / täglich 14 bis 2 Uhr
Vorträge, Diskussionen, Lesungen, Filme, Performances, Konzerte, Party
ZEITPLAN / TIMETABLE: http://www.kunsthallewien.at/cgi-bin/file.pl?id=2244
TICKETS ONLINE KAUFEN: http://www.kunsthallewien.at/de/information/
WWTBD – What Would Thomas Bernhard Do. Diese bewusst ohne Fragezeichen gestellte Frage lässt keine singuläre Antwort erwarten. Vielmehr schafft sie Raum für ein weites Spektrum an Statements, Erörterungen und Interpretationen. Das zehntägige Festival der Kunsthalle Wien widmet sich zentralen Fragen unserer Gesellschaft und greift dabei auf die Tradition des kritischen wie unbequemen Denkens von Thomas Bernhard zurück. Es überträgt es jedoch in die heutige Zeit und fächert es in verschiedene Disziplinen im Sinne einer prägnanten Gegenwartsanalyse auf.
WWTBD – What Would Thomas Bernhard Do präsentiert Beiträge von Akteuren aus der bildenden Kunst, Musik, Literatur, Kunsttheorie, Soziologie, Philosophie und den Wirtschaftswissenschaften, zeigt Filme, Performances und Konzerte. Jeden Tag von zwei Uhr nachmittags bis zwei Uhr morgens entfaltet sich ein Marathon ohne vorgezeichnete Ziellinie. Gerahmt wird dieser von einem Bühnenbild der amerikanischen Künstlerin Barbara Kruger, einer Installation des österreichischen Künstlers Heinrich Dunst und der auf John Cage und auf Thomas Bernhards Roman Beton basierenden TONSPUR 53 des Wieners Robert Schwarz.
In unterschiedlichen Tempi und Tonalitaten folgen jeden Tag sechs bis zwölf Akte aufeinander, die als Einzelevent funktionieren, aber auch Bestandteil jenes Gesamtprogramms sind, das WWTBD – What Would Thomas Bernhard Do im Laufe seiner zehntägigen Spielzeit formiert. Sowohl die eingeladenen Darsteller, die in choreographierter Abfolge und in unterschiedlichen Formaten aufeinandertreffen, als auch die anwesenden Besucher werden produktiv in das Geschehen involviert und öffnen Interpretationsspielräume entlang der Bruchlinien unserer Gesellschaft. Vorträge werden von Performances abgelöst, Diskussionsrunden von Lesungen, Konzerten, Gesprächen oder dem Auftritt bekannter DJs.
Mit Beiträgen von:
Saâdane Afif, Künstler (Berlin); Joonas Ahonen, Pianist (Wien); Danai Anesiadou, Künstlerin (Brüssel); Barnabás Bencsik, Kurator (Budapest); Clemens Berger, Schriftsteller (Wien); Roger Bundschuh, Architekt (Berlin); Stefanie Carp, Dramaturgin Wiener Festwochen (Wien); Alessio delli Castelli, Künstler (Berlin); Zita Cobb, Shorefast Foundation (Ottawa); Beatriz Colomina, Architekturhistorikerin (Princeton); Curt Cuisine, Journalist Hydra und Skug (Wien); Michael Dallinger, Cellist (Wien); George van Dam, Komponist und Musiker (Brüssel); Clémentine Deliss, Direktorin Weltkulturen Museum (Frankfurt a. M.); Ann Demeester, Direktorin De Appel (Amsterdam); Julius Deutschbauer, Künstler (Wien); Sepp Dreissinger, Fotograf und Autor (Wien); Heinrich Dunst, Künstler (Wien); Yilmaz Dziewior, Direktor Kunsthaus Bregenz (Bregenz); Harun Farocki, Filmemacher (Berlin); Thomas Feuerstein, Künstler (Wien); Bernhard Fetz, Direktor Literaturarchiv der Nationalbibliothek (Wien); Krista Fleischmann, Journalistin (Straß); Gunnar Fras, Paukist (Wien); Maria Fusco, Künstlerin (London); Isa Genzken, Künstlerin (Berlin); Liam Gillick, Künstler (New York); Piero Golia, Künstler (Los Angeles); David Gross, Komponist (New York); Krist Gruijthuijsen, Direktor Grazer Kunstverein (Graz); Francesca Habsburg, Chairman TBA-21 (Wien); Byung-Chul Han, Philosoph (Berlin); Gert Hecher, Pianist (Wien); Helene Hegemann, Regisseurin und Schriftstellerin (Berlin); Jan Hoet, Kurator (Gent); Lisa Hofer, Schauspielerin (Wien); Karl Holmqvist, Künstler (Berlin); Alfred Höller, Tierpräparator (Pinsdorf); Carsten Höller, Künstler (Stockholm); Katja Huber, Journalistin (München); Martin Huber, Leiter Thomas Bernhard Archiv (Gmunden); Tim Jackson, Wirtschaftswissenschaftler (Guildford, Surrey); Eva Jantschitsch, Musikerin (Wien); Marien Jongewaard, Schauspieler (Amsterdam); Schorsch Kamerun, Sänger (Hamburg); Dorottya Karsay, Aktivistin (Budapest); Sung Hwan Kim, Künstler (New York); Alexander Kluge, Filmemacher (München); Kasper König, Kurator (Köln); Martin Kratochwil, Musiker (Wien); Barbara Kruger, Künstlerin (Los Angeles); Herbert Lachmayer, Philosoph (Wien); Erik Leidal, Sänger (Wien); Erik van Lieshout, Künstler (Rotterdam); Geert Lovink, Medientheoretiker (Amsterdam); Marko Lulic, Künstler (Wien); Martin Markeli, Künstler (Wien); Barbara Marković, Schriftstellerin (Wien); Tom McCarthy, Schriftsteller (London); Thomas Meinecke, Schriftsteller (München); Robert Menasse, Schriftsteller (Wien); Michele di Menna, Künstlerin (Berlin); Mián Mián, Schriftstellerin (Shanghai); Thomas Mießgang, Kulturjournalist (Wien); Manfred Mittermayer, Literaturwissenschaftler (Salzburg); Matthias Mühling, Städtische Galerie im Lenbachhaus (München); Rainer Münz, Erste Group (Wien); Didi Neidhart, Journalist Skug (Wien); Gerald Nestler, Künstler (Wien); Merab Ninidze, Schauspieler (Berlin/Wien); Markus Oberndorfer, Künstler (Wien); Marcel Odenbach, Künstler (Köln); Boris Ondreička, Künstler und Kurator (Bratislava); Wolfgang Pauser, Philosoph (Wien); Robert Pfaller, Philosoph (Wien); Patrick Pulsinger, Produzent und DJ (Wien); Doron Rabinovici, Schriftsteller und Historiker (Wien); Juliane Rebentisch, Philosophin (Offenbach a. M.); Simon Rees, Kurator (Wien); Gerwald Rockenschaub, Künstler (Berlin/Wien); Willem de Rooij, Künstler (Berlin); Station Rose, Medienkünstler (Wien); Elisabeth von Samsonow, Philosophin und Künstlerin (Wien); Sepp Schellhorn, Haubenkoch (Goldegg); Markus Schinwald, Künstler (Wien); Urs Schnell, Filmemacher (Bern); Robert Schwarz, Klangkünstler (Wien); Yohanna Schwertfeger, Schauspielerin Burgtheater (Wien); Tomáš Sedláček, Wirtschaftswissenschaftler (Prag); Ulrich Seidl, Filmemacher (Wien); Peter Sloterdijk, Philosoph (Karlsruhe); Biljana Srbljanović, Schriftstellerin (Paris); Gerald Straub, Künstler und Kurator (Wien); Thomas Trenkler, Journalist (Wien); Thomas D. Trummer, Direktor Kunsthalle Mainz (Mainz); Vitus H. Weh, Leiter quartier21 (Wien); Peter Weibel, Künstler, Kurator und Direktor des ZKM (Karlsruhe); Frederick Wiseman, Filmemacher (New York); Erwin Wurm, Künstler (Wien); Jean Philipp Oliver Viol, Komponist (Wien); Erich Zawinul, Produzent (Wien) und viele mehr.
Konzept: Nicolaus Schafhausen
Dramaturgie: Vanessa Joan Müller
Kuratoren: Cathérine Hug, Lucas Gehrmann und Nicolaus Schafhausen
Kuratorische Mitarbeit: Andrea Hubin, Gareth Long und Vivien Trommer
Kooperationspartner: Wiener Festwochen; Thomas Bernhard Archiv (Gmunden) und Thomas Bernhard Privatstiftung (Wien), British Council Austria (Wien), Embassy of the United States (Wien), Lebensministerium (Wien), Tschechisches Zentrum (Wien).
Gemeinsames Abendprogramm mit den Wiener Festwochen, täglich 22 bis 24 Uhr
Kunsthalle Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Infoline: +43-1-52189-33; Tel. +43-1-52189-0; Fax +43-1-52189-1217
E-mail: office@kunsthallewien.at - Internet: www.kunsthallewien.at

„in progress. Werke aus der mumok Sammlung“ (2. Teil) im MUMOK ab 22. Mai

Ab 22. Mai - zweiter Teil der Ausstellung:
in progress
Werke aus der mumok Sammlung
22. Mai 2013 – 23. Februar 2014 (Ebenen -1, und -3)
Den ersten Teil des kunstgeschichtlichen Parcours vom Beginn bis Mitte des 20. Jahrhunderts erweiternd, sind ab 22. Mai 2013 auf den unteren Ebenen die Sammlungshighlights der Kunst der Nachkriegszeit zu sehen. Der zweite Teil der Ausstellung konfrontiert die expressiven und abstrakten Tendenzen der Zeit nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit den figurativen Spielarten, vertreten durch Künstler wie Francis Bacon, Alberto Giacometti, Renato Guttuso und Karel Appel. Die ungegenständlichen Bestrebungen werden dabei sowohl in Europa als auch in den USA in den Blick genommen: Zu sehen sind Werke von Lucio Fontana, Jean Dubuffet, Antoni Tàpies, Georges Mathieu, aber auch von Jackson Pollock, Ad Reinhardt, Alexander Calder, Robert Motherwell, Frank Stella, Morris Louis oder Kenneth Noland.
Und schließlich zeigt das mumok in der Neuaufstellung jene gesellschaftsbezogene und performative Kunst, die einen der Sammlungsschwerpunkte des mumok bildet: Für die Pop Art stehen Arbeiten von so großen Namen wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, George Segal oder Tom Wesselman.
Weltweit einzigartig ist der Sammlungsbestand des mumok zum Nouveau Réalisme. Das Spektrum der gezeigten Arbeiten reicht von Arman über Christo bis zu Yves Klein und Daniel Spoerri. Und schließlich ist auch einer der radikalsten und wichtigsten Beiträge Österreichs zur internationalen Avantgarde vertreten: der Wiener Aktionismus.
Auch in der Erweiterung der Sammlungspräsentation in progress. Werke aus der mumok Sammlung erfahren Schlüsselmomente und -bewegungen der Kunst des 20. Jahrhunderts eine vertiefende Darstellung, unter anderem durch temporäre Einschübe zum Wiener Aktionismus oder zu Fluxus.
In Verbindung mit der Klassischen Moderne präsentiert das mumok 2013 anhand wichtiger Werke eindrucksvoll die Sammlungserfolge seiner fünfzigjährigen Geschichte und seine die Sammlung prägenden, inhaltlichen Schwerpunkte. Dynamisch angelegt und sich immer wieder verändernd, verbindet die Neuaufstellung die Vermittlung der Meisterwerke von der Moderne bis in die 1980er-Jahre mit der verdichteten Darstellung ihres jeweiligen stilistischen und ideengeschichtlichen Umfelds.
Kuratiert von Susanne Neuburger und Matthias Michalka.
ÖFFNUNGSZEITEN: Montag 14-19 Uhr; Dienstag bis Sonntag 10-19 Uhr; Donnerstag 10-21 Uhr
MUMOK - Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien - Museumsplatz 1, 1070 Wien
Telefon (+43-1) 52500, Fax (+43-1) 52500-1300
E-Mail: info@mumok.at - Internet: www.mumok.at

„Gottfried Helnwein“ in der Albertina ab 25. Mai

24. Mai, 18:30 Uhr - Eröffnung der Ausstellung:
Gottfried Helnwein
25. Mai – 13. Oktober 2013
Gottfried Helnwein zählt international zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern. Anlässlich seines 65. Geburtstags widmet ihm die Albertina seine bisher größte Retrospektive im deutschsprachigen Raum.
Über 150 Arbeiten aus allen Werkphasen geben Einblick in Helnweins Schaffen, das von der Auseinandersetzung mit der Gesellschaft, deren Reiz- und Tabuthemen geprägt ist. Bekannt wurde er vor allem durch seine hyperrealistischen Bilder von verwundeten und bandagierten Kindern.
Selbst die Motive der amerikanischen Populärkultur wie Disney-Comicfiguren nehmen in Helnweins Bildern bedrohliche Formen an. Seine Selbstportraits zeigen den Künstler als Unterworfenen und Gefolterten - Schmerz, Verletzung und Gewalt sind wiederkehrende Motive in Gottfried Helnweins beunruhigenden und aufwühlenden Arbeiten.
KÜNSTLERGESPRÄCH
am 23. Mai, ab 19 Uhr im Musensaal der Albertina
Rainer Nowak, Chefredakteur „Die Presse“ im Gespräch mit Gottfried Helnwein.
ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10 - 18 Uhr, Mittwoch 10 - 21 Uhr
Albertina - Albertinaplatz 1, 1010 Wien
Tel. +43 (0)1 534 83-0; Fax: +43 (0)1 534 83-430
E-Mail: info@albertina.at - Internet: www.albertina.at

„Formalisierung der Landschaft - Hölzel, Mediz, Moll u. a.“ im Oberen Belvedere ab 28. Mai

Ab 28. Mai - neue Ausstellung:
Meisterwerke im Fokus
Formalisierung der Landschaft - Hölzel, Mediz, Moll u. a.
Oberes Belvedere
28. Mai – 8. September 2013
Mit der Ausstellung Formalisierung der Landschaft - Hölzel, Mediz, Moll u. a. in der Reihe Meisterwerke im Fokus widmet sich das Belvedere einem Thema, das sinnbildhaft die Schwelle zur Flächenkunst des Jugendstils markiert. Diese neue Landschaftauffassung wies um 1900 einen Weg zur Entwicklung aus dem Impressionismus heraus. Weg von der Abbildhaftigkeit eines Landschaftsausschnittes wurde der Fokus auf den elementaren Aufbau der Bildkomposition gerichtet, und die Wiedergabe des wiederkehrenden Motivs des Baumes wandelte sich von der illusionistischen Valeurmalerei durch die Kontrastierung von hellen und dunklen Flächen zu einer ornamental anmutenden Reduktion der Formen. Diese Auffassung und Bedeutung von Baumgruppen oder Gehölzen lässt sich insbesondere im Werk von Adolf Hölzel sowie in dem seiner Freunde und Schüler wie Carl Moll, dem Ehepaar Mediz oder Theodor von Hörmann nachvollziehen. Es war im Dachauer Moor, in dem Hölzel zu dieser neuen Landschaftsauffassung fand, aus der er die Konsequenz eines gewandelten Kunstverständnisses zog. Dies legte er 1901 in seiner Schrift Über Formen und Massenvertheilung im Bilde nieder, die erstmals in der viel rezipierten und äußerst einflussreichen Zeitschrift der Wiener Secession, Ver Sacrum, veröffentlicht wurde. Vergleichbare Intentionen lassen sich im Holzschnitt und vor allem in der Fotografie der Jahrhundertwende, insbesondere bei Hugo Henneberg oder Heinrich Kühn, entdecken.
Meisterwerke im Fokus
Im Sinne der zentralen Aufgaben eines Museums der Bewahrung, Erweiterung und Vermittlung der Sammlung präsentiert das Belvedere seit 2009 die Ausstellungsserie Meisterwerke im Fokus. Zweimal jährlich werden spezielle Aspekte der österreichischen Kunstgeschichte hervorgehoben und der Fokus auf thematische Schwerpunkte, einzelne Künstlerpersönlichkeiten oder herausragende Meisterwerke der Sammlung gerichtet. Die in die Dauerausstellung des Oberen Belvedere integrierten Präsentationen konzentrieren sich auf die Bedeutung ausgewählter Werke im Kontext der Sammlung sowie der Kunst und Kultur ihrer Zeit. Basierend auf neuesten Erkenntnissen der Forschung bietet die zu den Ausstellungen erscheinende Buchreihe eine fächerübergreifende Analyse und beleuchtet ausgesuchte Kunstwerke aus neuen Blickwinkeln.
ÖFFNUNGSZEITEN: Täglich 10 – 18 Uhr
Österreichische Galerie Belvedere - Prinz Eugen-Straße 27, 1030 Wien
Tel. +43 1 795 57 - 134; Fax: +43 1 79557 - 121
E-Mail: public@belvedere.at - Internet: www.belvedere.at

Das MAK präsentiert zwei neue Ausstellungen ab 28. Mai

Ab 28. Mai - neue Ausstellung:
Theophil Hansen. Kunsthandwerk
28. Mai – 13. Oktober 2013
MAK-Studiensammlung Keramik
Entwürfe Theophil Hansens zu Möbeln und Utensilien u. a. für Ludwig Lobmeyr würdigen den bedeutenden „Ringstraßenarchitekten“ als Praktiker und angewandten Künstler.
Kurator Rainald Franz, Kustode MAK-Sammlung Glas und Keramik
ÖFFNUNGSZEITEN: Di: 10–22 Uhr (18–22 Uhr Eintritt frei), Mi–So: 10–18 Uhr, Mo geschlossen
28. Mai, 18 Uhr - Eröffnung der Ausstellung:
Eligius-Preis 2013. Schmuck in Österreich
Gegenwärtig – Retrospektiv
29. Mai – 29. September 2013
MAK-Studiensammlung Metall
Alle drei Jahre schreibt das Land Salzburg den Eligius-Schmuck-Preis für Körperschmuck und Schmuckobjekte österreichweit aus. An dem Wettbewerb nehmen speziell junge KünstlerInnen mit sehr kreativen Arbeiten teil, deren innovative Kunstwerke einen Überblick über die gegenwärtige österreichische Schmuckszene geben. In Kooperation mit dem Traklhaus Salzburg werden ausgewählte und prämierte Arbeiten in der Studiensammlung Metall gezeigt.
Kuratorin Elisabeth Schmuttermeier, Kustodin MAK-Sammlung Metall und Wiener-Werkstätte-Archiv
> Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
In der MAK-Sammlung Metall befinden sich Schmuckobjekte der bisherigen PreisträgerInnen Susanne Hammer, 2005, Helfried Kodré, 2007, und Petra Zimmermann, 2010.
ÖFFNUNGSZEITEN: Di: 10–22 Uhr (18–22 Uhr Eintritt frei), Mi–So: 10–18 Uhr, Mo geschlossen
MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst - Stubenring 5, 1010 Wien
Tel (+43-1) 711 36-298; Fax (+43-1) 711 36-388
E-Mail: office@MAK.at - Internet: www.MAK.at

 

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